Mega-Projekt: 900 Millionen Schweizer Franken in Andermatt investiert

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Aus dem Schweizer Ort Andermatt wird seit mehr als zehn Jahren eine Tourismusdestination neuen Ausmaßes. Auf dem Weg zum Ganzjahresresort kann die Andermatt Swiss Alps AG auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurückblicken. 2017 wurden in Andermatt über 172 Mio. Schweizer Franken investiert. Insgesamt belaufen sich die Investitionen seit Projektstart auf  900 Mio. Schweizer Franken.

2017 konnten Immobilien im Umfang von über CHF 55 Mio. verkauft werden. Bis Ende 2017 wurden in fertiggestellten und bewohnten Apartmenthäusern über zwei Drittel der Wohnungen verkauft. Das Hotel The Chedi Andermatt verzeichnete 2017 rund 15 Prozent mehr Gäste. Die Andermatt Swiss Alps AG (ASA) hat 2017 ein enormes Bauvolumen sowohl im Feriendorf Andermatt Reuss wie auch in der SkiArena Andermatt-Sedrun bewältigt. Dazu CEO Franz-Xaver Simmen: «Im Feriendorf Andermatt Reuss konnten wir drei neue Apartmenthäuser einweihen und das Parking eröffnen. Wir sind kurz vor Vollendung der ersten Entwicklungsetappe mit den Gebäuden rund um die Piazza Gottardo als zentrales Element.» Das größte Bauvolumen wurde in der SkiArena Andermatt-Sedrun bewältigt, wo für die Skigebietsverbindung Andermatt-Sedrun drei neue Bahnen sowie die dazugehörenden Stationen, Pisten und Beschneiungsanlagen erstellt wurden. «Damit verfügt die Destination Andermatt nun über ein modernes und komfortables Skigebiet.» Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Umsatz von CHF 72,6 Mio. (Vorjahr CHF 80,7 Mio.) erzielt. Das Geschäftsjahr 2017 wurde mit einem budgetierten Defizit von CHF 29,8 Mio. (Vorjahr CHF 36,1 Mio.) abgeschlossen. Die Andermatt Swiss Alps verfügt über 60 Vollzeitstellen (FTE), das The Chedi Andermatt über 210 und die SkiArena über 45 Vollzeitstellen sowie weitere 220 Saisonstellen. 

Zwei Drittel der Wohnungen verkauft 
Die Andermatt Swiss Alps AG befindet sich weiterhin in einer Aufbauphase, in der hohe Kosten für die Infrastrukturen und die Fertigstellung der Immobilien anfallen. Seit Projektstart bis Ende 2017 wurden insgesamt CHF 900 Mio. investiert. Die Finanzierung erfolgte in der ersten Phase mittels einer Kombination von Eigenkapital und Aktionärsdarlehen sowie durch externe Finanzierungen. Per Ende Geschäftsjahr 2017 sind über zwei Drittel aller Wohnungen in den fertiggestellten und bezogenen Apartmenthäusern verkauft. Die während des ganzen Jahres vermieteten Ferienwohnungen waren im Durchschnitt zu 47 Prozent ausgelastet. 

15 Prozent mehr Gäste im The Chedi Andermatt 
Das Fünf-Sterne-Deluxe Hotel The Chedi Andermatt war 2017 während elf Monaten geöffnet, also auch während der frequenzschwachen Nebensaison. Es erzielte 2017 eine Ganzjahresauslastung von 54 Prozent (Vorjahr 39 Prozent). Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17,4 Prozent auf CHF 22,4 Mio. Die Zahl der Gäste nahm um 14,7 Prozent zu. Diverse Auszeichnungen wie der Michelin Stern für das Japanese Restaurant, der «World Luxury Award» oder «Best Ski Hotel» von Prime Traveller Awards sind Beweis für die einzigartige Positionierung. 66 Prozent der Gäste stammen aus der Schweiz, je 6 Prozent aus Grossbritannien und Deutschland sowie je 11 Prozent aus dem restlichen Europa und dem Rest der Welt. 

Attraktive Talabfahrt dank neuer Beschneiung 
Die SkiArena Andermatt-Sedrun verzeichnete eine meteorologisch anspruchsvolle Saison 2017/18, aber einen insgesamt positiven Winter. Die Zahl der Skierdays (Erstzutritte) konnte in der Periode vom 1. Oktober 2017 bis 31. März 2018 um 4,2 Prozent gesteigert werden; der Gesamtumsatz nahm um 6,8 Prozent zu. Nach dem frühen Saisonstart im November 2017 am Gemsstock mit der Eröffnung von drei neuen Restaurants konnte am 23. Dezember 2017 die neue Gondelbahn «Gütsch-Express» als zentraler Zubringer vom Bahnhof Andermatt direkt ins Skigebiet Nätschen-Gütsch-Schneehüenerstock eröffnet werden. Gleichzeitig eingeweiht wurden der ebenfalls neue Sessellift «Lutersee-Flyer» sowie die neue Mittelstation am Nätschen mit dem «Matti Familienrestaurant» und dem Kinderland «Matti KidsArena». Mit der Einweihung des «Schneehüenerstock-Flyer» schliesslich wurde die Verbindung Andermatt-Sedrun einseitig befahrbar. 

Großes Umsatzwachstum im online-Verkauf 
Mit dem Konzept des dynamischen Pricing sowie dem Angebot Andermatt Ski-Express mit Bussen ab den großen Regionen der Schweiz wurden zwei weitere Innovationen eingeführt. Gemeinsam mit Ticketcorner hat die SkiArena Andermatt-Sedrun auf den Skiwinter 2017/18 ein neues Preissystem eingeführt. Die fixen Tageskartenpreise wurden abgeschafft, die Preise berechnen sich je nach Wochentag, Saisonalität, Vorausbuchungszeitraum und Wetterverhältnissen laufend neu. Analog zu Flug- oder Hotelbuchungen profitiert der Frühbucher von günstigen Angeboten, so konnte die Tageskarte online bereits für CHF 37 gekauft werden. Wie die Ergebnisse aus dem laufenden Winter zeigen, führte das neue Preissystem zu einem rasanten Umsatzwachstum im Online-Verkauf. Dieser hat sich gegenüber dem Vorjahr versiebenfacht, die Skigäste buchen ihr Skiticket für die SkiArena im Durchschnitt bereits 12 Tage im Voraus. Da immer häufiger auch Mehrtageskarten online gebucht werden, liegt der Durchschnittsertrag für die Bergbahn gegenüber dem letzten Skiwinter um 40 % höher. Silvio Schmid, CEO der SkiArena Andermatt-Sedrun zeigt sich erfreut: «Unsere Gäste haben das dynamische Preismodell rasch akzeptiert und problemlos verstanden. Die steigende Frühbucherquote und der überdurchschnittliche Zuwachs an Online-Skitickets bestätigen, dass wir die richtige Preisstrategie entwickelt haben”. Die Saison der SkiArena Andermatt-Sedrun dauert noch bis 21. Mai 2018. Ab sofort können Jahresabonnemente für die Saison 2018/2019 für CHF 700 bezogen werden. Der Vorverkaufsrabatt für die ab sofort gültigen Tickets läuft bis 21. Mai 2018. 

Infrastruktur in Andermatt wächst 
Mit der sieben Meter hohen Skulptur des weltweit bekannten Schweizer Künstlers Ugo Rondinone hat Andermatt ein neues Eingangstor und Wahrzeichen erhalten. Der neue Verkehrskreisel gleich nach der Schöllenenschlucht weist den Weg ins Dorf Andermatt, ins Urserntal und ins neue Feriendorf Andermatt Reuss. Ein Grossprojekt konnte auch beim Bahnhof Andermatt in Angriff genommen werden. Unter dem Namen «Central» wird der zukünftige Hauptbau Nord am Bahnhof realisiert mit Wohnungen und Gewerberäumen auf 9’000 Quadratmetern. Für den Bau und die Bewirtschaftung des Gebäudes haben die drei beteiligten Unternehmen Andermatt Swiss Alps AG, Schmid Holding AG und die BVZ Holding AG die „Andermatt Central AG“ gegründet. Dem neuen Bahnhof in Andermatt kommt als Bindeglied zwischen dem historischen Dorf «Andermatt Zentrum» und dem neuen Feriendorf «Andermatt Reuss» eine wichtige Bedeutung zu. Der Andermatt Swiss Alps Golf Course hat zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung zum Schweizer Golfplatz des Jahres 2017 erhalten. Neu wird der Andermatt Golf Course auch unter den Top100 Golf Seite 3/3 Courses gelistet mit einem Rating von 5 (von maximal 6) Sternen. Mit Auszeichnung „Juwel“ hat sich der Andermatt Golf Course als führender Golfplatz etabliert. 


Ausblick 2018 
Im laufenden Jahr stehen die Übergabe der Wohnungen im Apartmenthaus Alpenrose an die Eigentü- mer sowie der Baustart für die Häuser Fuchs und Eisvogel an. Im Herbst 2018 können das Hotel Radisson Blu Andermatt mit 180 Zimmern sowie die Gotthard Residences mit 90 Wohnungen sowie Hallenbad und Wellness eröffnet werden. Am 27. Dezember 2018 findet das erste Konzert in der neuen Konzerthalle Andermatt statt. Als letzte Etappe zur vollständigen Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun wird im kommenden Sommer die Gondelbahn Oberalppass-Schneehüenerstock (Schneehüenerstock-Express) erstellt. Weitere Arbeiten im Sommer 2018 betreffen die Fertigstellung der Beschneiungsanlagen und Pisten im Gebiet Gütsch-Schneehüenerstock-Oberalppass sowie der Start für das neue Bergrestaurant Gütsch. 

Grosse Bedeutung für die Region 
Mit der Entwicklung von Andermatt Swiss Alps AG ist Andermatt seit 2011 von 1’360 auf zwischenzeitlich knapp 1’600 Einwohnerinnen und Einwohner Ende 2015 gewachsen. Der direkte Einfluss des Resorts auf die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Uri kann insbesondere am Hotel «The Chedi Andermatt» sowie der Andermatt Swiss Alps in Altdorf festgemacht werden, wie in der «Potentialstudie Tourismusresort Andermatt» der Volkswirtschaftsdirektion Uri, 2017, aufgezeigt wird. Das Feriendorf Andermatt Reuss weist gemäss Studie bis ins Jahr 2022 ein Beschäftigungspotenzial für Uri von rund 1'700 zusätzlichen Vollzeitstellen (+12 % gegenüber 2011) auf. Für den Zeitraum nach 2023 kann gemäss dem angenommenen Entwicklungsplan mit einem Potenzial von weiteren 1'200 Arbeitsplätzen gerechnet werden, so dass sich das Potenzial auf über 2'900 zusätzliche Vollzeitbeschäftigte (+21 %) belaufen würde.
 

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