Messeverband fordert Antigen-Tests statt Quarantäne

| Tourismus Tourismus

Die Weltmesseorganisation UFI (Union des Foires Internationales) hat sich für eine Rückkehr in den Messebetrieb unter Einbeziehung von sogenannten Antigen-Tests ausgesprochen. «Diese schnellen Tests liefern die beste Lösung, um ein sicheres Umfeld für geschäftliche Veranstaltungen zu schaffen», sagte UFI-Präsidentin Mary Larkin. Sie appellierte an Regierungen, in der Geschäftswelt eine «Testen vor Quarantäne»-Strategie zu befolgen.

Bei Antigen-Tests werden in Abstrichproben charakteristische Viren-Proteine erkannt. Die Methode gilt zwar als weniger zuverlässig als viele der bislang üblichen PCR-Tests auf Viren-Erbgut, dafür aber oft als schneller und günstiger. Erste Antigen-Tests für die Anwendung durch medizinisches Fachpersonal sind in Deutschland bereits auf dem Markt.

Handelsmessen und Ausstellungen seien organisierte Veranstaltungen und keine unorganisierten Massen-Zusammenkünfte, sagt Larkin. In den vergangenen Monaten hätten vor allem in Asien, dem Nahen Osten und Europa viele Handelsmessen unter Einhaltung von Schutzbestimmungen stattgefunden. «Keine einzige davon hat einen Covid-Ausbruch verursacht», so Larkin. Damit die weltweite Wirtschaft sich erholen und einzelne Branchen neu starten könnten, seien für die Geschäftswelt klare und verlässliche Regeln für die nächsten Monate notwendig.

Die UFI ist nach eigenen Angaben ein weltweiter Verband der Messe-Branche mit 800 Mitglieds-Organisationen in 88 Ländern. Sie hat ihren Sitz in Paris. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Schlösser, Natur, zweisprachiges Theater: Polnische Touristen haben Brandenburg als Urlaubsregion entdeckt. Welche Orte besonders gefragt sind und was sie dort anzieht.

Die deutsche Fluggesellschaft Condor ist auf der Suche nach neuen Eigentümern. Ihr Chef kann sich auch einen Verkauf an Airlines vom Golf vorstellen.

Mehr als 29.400 Beschwerden in nur sechs Monaten: Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr meldet einen Rekord – vor allem Flugreisende fordern Entschädigung nach Ausfällen und Verspätungen.

Trotz inflationsbedingter Belastungen plant die Mehrheit der Hamburger eine Sommerreise, achtet dabei jedoch verstärkt auf Rabatte und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der klassische Strandurlaub bleibt dabei die beliebteste Urlaubsform.

Mittelgebirge, Städte, Freizeitparks: Sachsen hat im Sommer viel für einen abwechslungsreichen Urlaub zu bieten. Die Tourismusbranche rechnet mit weiteren Buchungen in den kommenden Wochen.

Eine aktuelle Umfrage von SAP Concur zeigt, dass deutsche Geschäftsreisende touristische Hotspots zunehmend meiden. Hohe Kosten, überfüllte Innenstädte und eingeschränkte Verfügbarkeiten beeinflussen demnach die Reiseplanung.

Klinik und Bett statt Strand: Für ein Paar endete der Traumurlaub auf Mauritius schon auf dem Hinflug - mit gebrochenen Wirbeln und Schmerzen. Im Nachgang klagen sie gegen den Reiseveranstalter.

Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber hat eine neue Initiative zur strategischen Neuausrichtung des Tourismus gestartet. Grundlage der kommenden Beratungen sind die Ergebnisse einer branchenweiten Umfrage mit über 1.100 Teilnehmern.

Zum Start der Sommerferien hat ECPAT Deutschland eine Kampagne gegen Kindesmissbrauch im Tourismus gestartet. Gemeinsam mit Behörden und Reiseveranstaltern sollen Reisende für Zivilcourage sensibilisiert werden.

Eine aktuelle Auswertung von Airbnb identifiziert die beliebtesten deutschen Strandorte für den Sommer 2026. Dabei dominieren vor allem Ziele an der Ostseeküste das Ranking der Suchanfragen.