Mubadala Capital will Pierre et Vacances vollständig übernehmen

| Tourismus Tourismus

Mubadala Capital hat mit Pierre et Vacances eine Vereinbarung über ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot unterzeichnet. Nach Angaben der beiden Unternehmen soll Mubadala Capital sämtliche ausstehenden Wertpapiere des französischen Ferien- und Tourismuskonzerns gegen Barzahlung erwerben. Bereits jetzt lägen Andienungszusagen von Aktionären vor, die 80,13 Prozent des Grundkapitals repräsentierten.

Verwaltungsrat begrüßt Übernahmeangebot unter Vorbehalt weiterer Prüfungen

Der Verwaltungsrat von Pierre et Vacances habe das Angebot in seiner Sitzung vom 17. Juli 2026 einstimmig begrüßt. Die endgültige begründete Stellungnahme stehe jedoch noch aus und hänge unter anderem von einem Fairness-Gutachten sowie den Stellungnahmen der Arbeitnehmervertretungen ab. Nach derzeitiger Einschätzung liege die Transaktion im Interesse des Unternehmens, seiner Aktionäre, Mitarbeiter und weiterer Interessengruppen.

Das Übernahmeangebot soll spätestens im ersten Quartal 2027 bei der französischen Finanzmarktaufsicht AMF eingereicht werden. Voraussetzung sind unter anderem kartellrechtliche Genehmigungen, weitere regulatorische Freigaben, die Zustimmung der Aktionäre zu einer Sonderausschüttung von 0,11 Euro je Stammaktie sowie notwendige Zustimmungen bestehender Finanzierungspartner. Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet.

Investor sichert sich Unterstützung der wichtigsten Aktionäre vorab

Nach Angaben der Unternehmen haben mehrere Großaktionäre ihre Unterstützung zugesagt. Dazu zählen unter anderem Fidera Limited mit 26,72 Prozent, Benefit Street Partners mit 24,96 Prozent, Pastel Holding mit 8,60 Prozent sowie Pristine mit 11,49 Prozent der Anteile. Zusammen repräsentieren diese und weitere Zusagen 80,13 Prozent des Grundkapitals.

Der Angebotspreis beträgt 1,90 Euro je Stammaktie einschließlich der geplanten Sonderausschüttung beziehungsweise 1,79 Euro nach deren Auszahlung. Sollte Mubadala Capital nach Abschluss der Transaktion mindestens 90 Prozent der Anteile und Stimmrechte halten und das Unternehmen von der Börse nehmen können, ist eine zusätzliche Zahlung von 0,10 Euro je Aktie vorgesehen.

Ferienkonzern betreibt mehr als 45.000 Ferienunterkünfte in Europa

Die Pierre & Vacances-Center Parcs Group betreibt nach Unternehmensangaben mit den Marken Pierre & Vacances, Center Parcs, Adagio und Maeva mehr als 45.000 Apartments, Ferienhäuser und Villen an 330 Standorten in Europa. Im Geschäftsjahr 2024/2025 habe die Gruppe rund acht Millionen Gäste begrüßt und einen Umsatz von 1,946 Milliarden Euro erzielt.

Mubadala Capital erklärte, das Unternehmen wolle den Wachstumskurs der Gruppe durch Investitionen in Ferienanlagen, das bestehende Portfolio und die weitere Expansion in Europa unterstützen. Pierre et Vacances verwies darauf, dass der Investor die nächste Phase des bestehenden Strategieprogramms begleiten solle. Diese Aussagen stammen aus den Erklärungen der beteiligten Unternehmen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Schweden sorgt eine Hütte mit Lärm-Limit für Aufsehen. Die PR-Aktion von Touristikern will auf die Dauerbeschallung des Alltags aufmerksam machen. Ist ruhiges Reisen der Schlüssel zum Abschalten?

Weniger USA-Reisen: In Deutschland und der Schweiz gehen die Buchungen deutlich zurück. An welcher Stelle die USA bei den beliebtesten Fernreisezielen in diesem Jahr voraussichtlich stehen werden.

Zum Oktoberfest erwartet die Bahn pro Tag etwa 100.000 Fahrgäste zusätzlich in München. Doch am Hauptbahnhof herrscht wegen Bauarbeiten ohnehin Platzmangel. Wie dieses Problem gelöst werden soll.

Der deutsche Sommer fand bei Airbnb vor allem in der Natur statt: Mehr als zwei Drittel (67,9 Prozent) der Buchungen in Deutschland entfielen im Sommer 2026 auf ländliche Regionen.

München führt ein Ranking von Fit Reisen zu 177 deutschen Reisezielen an. Auffällig schneiden mehrere kleinere Orte ab: Rottach-Egern und Ofterschwang erreichen die Plätze drei und vier, Bergisch Gladbach und Deidesheim folgen auf den Rängen fünf und sechs.

Die Züge der Deutschen Bahn waren im August zwar etwas pünktlicher unterwegs als zuletzt. Doch wetterbedingte Störungen bei Anlagen führten erneut zu erheblichen Verzögerungen für Fahrgäste.

Im Strandkorb über Sorgen sprechen, beim Spaziergang neue Gedanken fassen: Wie die Tourismusseelsorge Urlauber dabei unterstützen will, die Maske des Alltags abzulegen. Eine Sommerbilanz.

Uber will weltweit rund 3.300 Arbeitsplätze streichen. Besonders Führungskräfte sollen von dem Konzernumbau betroffen sein, während Mittel unter anderem in Fahrdienste, Essenslieferungen und Robotaxis fließen sollen.

Zwei Küsten, viele Seen, sattes Grün und sanfte Hügel. Nicht zu heiß und nur manchmal nass. Schleswig-Holstein gefällt Urlaubern. Doch ein Selbstgänger ist das nicht, wie die Halbjahresbilanz zeigt.

Unter dem Motto „Heritage meets innovation in the Green Heart of Germany“ lädt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 20. bis 23. September 2026 gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thuringia Travel Summit nach Erfurt.