Nachhaltigkeitsziele bei Geschäftsreisen: VDR hilft Unternehmen bei Umsetzung

| Tourismus Tourismus

Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts „Klimaschonende Geschäftsreisen durch konsequente CO2-Reduzierung" hat der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) ein 8-Schritte-Modell für einen klimaschonenden Geschäftsreiseprozess erstellt. Erläuterungen und Darstellungen zeigen in einem End-to-End-Prozess, wie Unternehmen ihr Travel Management im Hinblick auf umwelt- und klimagerechtes Handeln optimieren und umsetzen können – sowohl kurzfristig als auch langfristig.

Der Fokus liegt bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen, um auch diese bei der Umsetzung der zukünftig geforderten Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Ziel ist es, die betriebliche Mobilität zu erhalten und dabei den CO2-Anteil der Geschäftsreisen zu senken. Das Projekt wird unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen der Fördermaßnahme „LIFT Klima“.

„Wir möchten Unternehmen und Markteilnehmer mit einer Vorlage und Beschreibung der Prozesse motivieren, sich an das 8-Schritte-Modell anzulehnen, um damit den Weg zu nachhaltigen Geschäftsreisen weiter zu ebnen und zu fördern. Zudem senken wir die Komplexität und schaffen mehr Transparenz in diesem Bereich“, so Projektleiter Ludger Bals. Der Startschuss für das VDR-Projekt fiel im November 2022. Mit fachlicher Unterstützung der mitwirkenden Geschäftsreisebüros konnte die Prozessvorlage „8 Schritte zur klimaschonenden Geschäftsreise“ direkt in der Praxis eingeführt und getestet werden.

Durch Implementieren dieser Vorlage kann ein Unternehmen nachweislich den CO2-Anteil im Bereich Geschäftsreisen senken. Dabei zahlt ein konsequentes Einhalten der acht Planungsschritte kontinuierlich auf dieses Ziel ein: Zu Beginn steht die Entscheidung gemäß Reisezweck für oder gegen eine Geschäftsreise an. Ist die Reiseentscheidung getroffen, geht es um eine zielorientierte Planung und intelligente Buchung. Die Sichtbarkeit nachhaltiger Angebote ist an dieser Stelle entscheidend, um den Reisenden zur „grüneren“ Alternative zu bewegen.

Auch während der Reise sollte der Mitarbeitende begleitet und auf klimaschonende Angebote hingewiesen werden. Darüber hinaus muss eine transparente Abrechnung inklusive CO2-Werten gewährleistet sein sowie die Berechnung und Kompensation des CO2-Fußabdrucks. Am Ende der Kette steht die Betrachtung eines nachhaltigen Einkaufs und letztendlich die Steuerung aller Maßnahmen auch im Hinblick auf die Zielvorgaben des Unternehmens.

Die in das Projekt eingebundenen Geschäftsreisebüros konnten durch ihre fachliche Expertise und angereichert durch ihr jeweiliges Leistungsspektrum in individueller Abstimmung mit den Pilotkunden konkrete Maßnahmen identifizieren und umsetzen. Dadurch war es möglich den CO2-Fußabdruck zu senken und dennoch die betriebliche Mobilität aufrecht zu halten. Das positive Feedback der Pilotunternehmen zeigt, dass eine große Nachfrage an universellen Handlungsvorlagen für nachhaltige Prozesse besteht und der VDR mit diesem Projekt auf dem richtigen Weg ist – hin zu einer „grünen“ Geschäftsreise.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.