Näher, länger, kurzfristiger: Fünf bleibende Reisetrends aus dem Corona-Jahr

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Das Jahr 2020 wurde für viele passionierte Urlauber weltweit zur Geduldsprobe, doch das nimmt ihnen nicht die Freude am Planen. So zeigen auch die Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten Studie "A year in travel - 2020, ein Wendepunkt in der Reisebranche" von eDreams ODIGEO, dass Fernweh und Reiselust in der DACH-Region keinen Abbruch kennen. In der globalen Erhebung wurden die Reisesuchanfragen des vergangenen Jahres danach untersucht, welche Wünsche und Hoffnungen Reisende aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres an die kommende Urlaubssaison stellen - und wie die Chancen auf einen möglichen Impfstoff Urlauberherzen schon in den vergangenen Wochen höher schlagen ließen. Ein Ergebnis: Auch mit Blick in die Zukunft gibt es fünf Trends, die der Reisebranche erhalten bleiben.

Neue Reiselust dank Impfstoff

Ein Hauch von Normalität liegt in der Luft und mit den ersten Impfstoffen steigt auch die Hoffnung auf eine Auszeit mit Sonne, abwechslungsreicher Kulinarik und fernen Kulturen. Schon Ende März deuteten die Suchanfragen auf der Homepage von eDreams ODIGEO darauf hin, dass viele Urlauber ihre Hoffnungen auf das nächste Langstreckenziel im Jahr 2021 hegten - Bangkok, Fort-de-France und New York City standen schon damals auf der Liste der meistgesuchten Reiseziele.

Dana Dunne, CEO von eDreams ODIGEO, kommentiert dies: "Das Jahr 2020 war für viele Branchen schwer - auch und insbesondere für den Tourismus. Nichtsdestotrotz war dieses Jahr für uns auch Anlass, unser Angebot weiterzuentwickelt und an die veränderten Möglichkeiten und Wünsche unserer Reisenden anzupassen. Schon im Sommer konnten wir erste Hoffnung schöpfen: Mit den Lockerungen der Reisebeschränkungen kam auch die Lust am Reisen zurück - Suchanfragen und Buchungen auf unserer Plattform stiegen rasch an und gaben uns einen ersten Eindruck der möglichen positiven Entwicklung, die uns im kommenden Jahr erwartet. Die Menschen haben jetzt, nach monatelangem Fernweh, große Lust zu reisen. Dabei stimmen uns auch die Neuigkeiten um einen möglichen Impfstoff positiv und wir freuen uns, in 2021 wieder grenzenlose Reiseabenteuer zu ermöglichen."

Die Ankündigung eines möglichen Impfstoffs im November gab den Reiseträumereien nachweislich neuen Antrieb. Ziele außerhalb Europas stechen bei den Suchanfragen der letzten Woche hervor und zeigen, dass Reisenden die Welt wieder neu entdecken wollen und mit dem Wissen um einen Impfstoff mutiger werden. Die Zahlen bestätigen dies, denn schon in der Woche nach der Impfstoffverkündung (9. - 15. November), stieg die Zahl der globalen Suchanfragen um ganze 12 Prozent.

Diese Ziele hatten es Reiseliebhabern aus der DACH-Region besonders angetan:

 1.  Kapstadt 
 2.  Dubai 
 3.  Malé 
 4.  Cancún 
 5.  Bangkok 
 6.  Madrid 
 7.  Istanbul 
 8.  New York City 
 9.  Moskau 
10.  Paris  

Fünf Trends für die kommende Urlaubssaison

Bereits erste Daten im Oktober offenbarten: Trotz Covid-19-Effekt und den Veränderungen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Miteinander steigt die Hoffnung auf eine entspannte Auszeit in 2021. eDreams ODIGEO nimmt die aktuellen Ergebnisse zum Anlass und zeigt auf, welche fünf Reisetrends sich schon jetzt abzeichnen:

Traumreise vs. Realität  
Für viele war und ist der Lockdown der perfekte Zeitpunkt, um die eigenen Bucket-List mit neuen Abenteuern zu füllen. In diesem Urlaubsjahr zeichnete sich dabei, laut Daten von eDreams ODIGEO, jedoch eine große Diskrepanz zwischen den erträumten Destinationen und der Realität ab: Während Anfang 2020 nach Reisen in Richtung Asien, Mittelmeer und europäischen Großstädten gesucht wurde, stand der Sommer 2020 jedoch ganz im Zeichen von Heimaturlaub. Am beliebtesten dabei? Reisen in Regionen rund um Berlin, Hamburg und München - und auch Westerland erfreute sich großer Nachfrage. 2020 mag zwar das Jahr geplatzter Urlaubsträume sein, hat aber für viele Reisende auch die Erkenntnis gebracht, wie schön die eigene Heimat ist - ein Trend, der uns sicher erhalten bleibt.

Going local  
Zu Besuch in der Heimat Viele Reisende beschlossen in den vergangenen Monaten innerhalb der eigenen Grenzen zu reisen und neue, verborgenen Schätze zu entdecken. Auch im Jahr 2021 wollen Urlauber der DACH-Region dieser Vorliebe treu: Berlin, Hamburg und München rangieren immer noch auf den vordersten Plätzen als Reisedestination. Auch innerhalb der DACH-Region besucht man sich nach wie vor gerne. Österreicher zieht es besonders in den hohen Norden nach Hamburg und Berlin, wohingegen Deutsche gerne in die Schweiz zum Wandern und an die Badeseen rund um Zürich und Genf fahren.

Reiseziel: Lieber auf Nummer sicher gehen
Das eine hat uns dieses Jahr gelehrt, Reisende wünschen sich mehr Gewissheit über Hygiene und Sicherheit, um ihren nächsten Aufenthalt in vollen Zügen genießen zu können. Schon die Verkündung eines baldigen Impfstoffes brachte vielen Befragten Zuversicht. Ein Trend für das kommende Jahr ist deshalb klar: Die Wahl der Reisedestination wird unmittelbar von Risiko- und Sicherheitseinschätzungen zuständiger Behörden beeinflusst. Erste Anzeichen für diese Veränderung im Buchungsverhalten gab es schon im Sommer 2020, wo besonders Destinationen, wie Griechenland und Spanien, nach Aufhebung der Reisewarnungen gesucht und besucht wurden.

Staycation  
Reisen, um zu bleiben Arbeiten im Urlaub, geht das denn? Die Zahlen zeigen ganz eindeutig, ja! Während im Jahr 2019 noch 43 Prozent Reisen zwischen einer und drei Wochen buchten, waren es in diesem Jahr 52 Prozent aller Urlauber, die bis zu drei Woche vor Ort verbrachten. Die Zahl der Kurzurlaube sank hingegen von 25 Prozent auf 18 Prozent.

Last minute Bookings  
Immer mehr der deutschen Befragten buchen Reisen in letzter Minute. 30 Prozent der Reisenden entschlossen sich dazu, erst kurzfristig (0-5 Tage vor Abflug) eine Buchung abzuschließen. Demgegenüber waren nur 21 Prozent der Buchungen einem Monat vor Abflug eingegangen. Im Vergleich dazu wurde im August 2019 die Hälfte aller Buchungen (49 Prozent ) mindestens 31 Tage vor Abflug getätigt, aber nur 14 Prozent der Reisenden beschlossen Last-Minute zu verreisen. Zweifelsohne führte die ungewisse Ausnahmesituation im Jahr 2020 zu den kurzfristigen Reiseentscheidungen.


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