Neuregelung in Kraft: Mehrere Tausend Reisende müssen in Quarantäne

| Tourismus Tourismus

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus müssen sich Reisende bei ihrer Rückkehr nach Deutschland seit Freitag für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Allein am Flughafen Frankfurt waren am ersten Tag der Neuregelung mehrere Tausend Menschen betroffen. 80 Prozent von ihnen stünden im Zusammenhang mit den Rückholaktionen des Auswärtigen Amts, sagte der Sprecher der Flughafen-Bundespolizei, Reza Ahmari.

Die Bundespolizei an Deutschlands größtem Airport war seit dem frühen Freitagmorgen im Einsatz, um Rückreisende über die neue Quarantänepflicht zu informieren. «Als Amtshilfe für das Gesundheitsamt händigen wir seit null Uhr allen einreisenden Passagieren ein Infoblatt aus», sagte Ahmari. «Darauf steht, dass sie sich direkt in häusliche Quarantäne begeben und bei ihrem örtlichen Gesundheitsamt melden müssen.»

Um weitere Infektionsketten zu stoppen, hatte das Krisenkabinett unter Kanzlerin Angela Merkel den Bundesländern am vergangenen Montag empfohlen, die Quarantäne ab 10. April für alle Reisenden anzuordnen, die mehrere Tage im Ausland waren. Ausnahmen gibt es unter anderem für Lkw-Fahrer, Pendler oder Personen, die weniger als 24 Stunden im Ausland waren. Die Regelung gilt vorerst bis zum 19. April.

Menschen aus Drittstaaten dürfen schon länger nur noch in Ausnahmefällen in die Europäische Union einreisen. Das gilt auch für Bürger europäischer Staaten, die nach Deutschland einreisen wollen, mit Ausnahmen für Berufspendler oder Menschen, die hier wohnen.

Die wesentliche Neuerung ist nun, dass alle, die nach einem mehrtägigen Auslandsaufenthalt an ihren Wohnsitz in Deutschland zurückkehren, in eine «verbindliche zweiwöchige Quarantäne» gehen müssen. Das gilt unabhängig von der Nationalität. Wer per Flugzeug oder Schiff kommt, muss Reiseroute und Kontaktdaten bekannt geben, das Gesundheitsamt an seinem Wohnort soll dann die Einhaltung der Quarantäne überwachen.

Auf den deutschen Flughäfen kommen inzwischen nur noch wenige Flugzeuge an, die meisten Flüge wurden wegen der Corona-Pandemie gestrichen. Am Frankfurter Flughafen bestimmen vor allem Rückholflüge und Frachtflieger das Bild. Mit den Rückholflügen bringt die Bundesregierung Deutsche zurück, die wegen der Reisebeschränkungen in der Corona-Krise im Ausland gestrandet sind.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Acht Schiffe sind bei den Kreuzfahrt Guide Awards 2026 ausgezeichnet worden. Der Sonderpreis geht an die Hamburger Reederei Sea Cloud Cruises. Mehr als 100 Vertreter der Kreuzfahrtbranche kamen zur Preisverleihung in den Altonaer Kaispeicher.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Juli 2026 58,4 Millionen Übernachtungen verbucht. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch von Januar bis Juli lagen die Übernachtungszahlen über dem Vorjahresniveau.

In Schweden sorgt eine Hütte mit Lärm-Limit für Aufsehen. Die PR-Aktion von Touristikern will auf die Dauerbeschallung des Alltags aufmerksam machen. Ist ruhiges Reisen der Schlüssel zum Abschalten?

Weniger USA-Reisen: In Deutschland und der Schweiz gehen die Buchungen deutlich zurück. An welcher Stelle die USA bei den beliebtesten Fernreisezielen in diesem Jahr voraussichtlich stehen werden.

Zum Oktoberfest erwartet die Bahn pro Tag etwa 100.000 Fahrgäste zusätzlich in München. Doch am Hauptbahnhof herrscht wegen Bauarbeiten ohnehin Platzmangel. Wie dieses Problem gelöst werden soll.

Der deutsche Sommer fand bei Airbnb vor allem in der Natur statt: Mehr als zwei Drittel (67,9 Prozent) der Buchungen in Deutschland entfielen im Sommer 2026 auf ländliche Regionen.

München führt ein Ranking von Fit Reisen zu 177 deutschen Reisezielen an. Auffällig schneiden mehrere kleinere Orte ab: Rottach-Egern und Ofterschwang erreichen die Plätze drei und vier, Bergisch Gladbach und Deidesheim folgen auf den Rängen fünf und sechs.

Die Züge der Deutschen Bahn waren im August zwar etwas pünktlicher unterwegs als zuletzt. Doch wetterbedingte Störungen bei Anlagen führten erneut zu erheblichen Verzögerungen für Fahrgäste.

Im Strandkorb über Sorgen sprechen, beim Spaziergang neue Gedanken fassen: Wie die Tourismusseelsorge Urlauber dabei unterstützen will, die Maske des Alltags abzulegen. Eine Sommerbilanz.

Uber will weltweit rund 3.300 Arbeitsplätze streichen. Besonders Führungskräfte sollen von dem Konzernumbau betroffen sein, während Mittel unter anderem in Fahrdienste, Essenslieferungen und Robotaxis fließen sollen.