Reisesaison 2019: Flug-Chaos in Deutschland befürchtet

| Tourismus Tourismus

Die Reisesaison 2019 droht von noch mehr Flugverspätungen und -ausfällen betroffen zu sein, als der Chaos-Sommer 2018. Denn allein im ersten Drittel 2019 gab es, laut einer Analyse des Fluggasthelfer-Portals AirHelp, bereits einen überproportional hohen Anstieg an Flugproblemen. Das Problem verschärft sich nicht zuletzt aufgrund des gegenüber 2018 um 1,8 Prozent gestiegenen Gesamtaufkommens an Passagierflügen.

„Im Jahr 2018 gab es in Deutschland ein Flug-Chaos wie nie zuvor und die Pläne vieler Reisender wurden dadurch durchkreuzt. Um die Lage wieder in den Griff zu kriegen, gab es sogar mehrere Luftfahrtgipfel mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik. Die Zahlen zeigen jedoch, dass sich die Lage nicht verbessert, sondern sogar verschlechtert hat. Deutsche Fluggäste müssen also vor einem noch schlimmeren Flug-Chaos in diesem Sommer bangen“, sagt Laura Kauczynski, AirHelp-Expertin für Fluggastrechte.


[Keine Nachricht mehr verpassen: Jetzt Tageskarte auf LinkedIn, XINGoder Facebook folgen.]


Laut den Daten stieg die Zahl gestrichener und verspäteter Flüge unverhältnismäßig an: So gab es zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2019 rund zwölf Prozent mehr Flugausfälle und rund fünf Prozent mehr verspätete Flüge als im gleichen Zeitraum 2018. Noch deutlicher wird die Zunahme an Flugverspätungen und -ausfällen im Sechs-Jahres-Vergleich. Gab es im ersten Drittel 2014 nur knapp 26.000 ausgefallene oder verspätete Flüge, waren es 2019 bereits mehr als 61.000. Pro Tag gibt es in Deutschland demnach rund 290 "Problemflüge" mehr als noch vor fünf Jahren, obwohl sich die Gesamtanzahl an Flügen seitdem nur um rund zehn Prozent erhöht hat.

Kauczynski rät: Flugverspätungen und -ausfälle können zu Entschädigungen von bis zu 600 Euro pro Person berechtigen. Betroffene Passagiere sollten daher prüfen, ob sie Anrecht auf eine finanzielle Entschädigung haben. „Wir von AirHelp unterstützen Flugreisende dabei, ihr Recht durchzusetzen und ziehen, wenn nötig, sogar für sie vor Gericht“, erläutert Kauczynski.

Originalnachricht von Pressetext

Zurück

Vielleicht auch interessant

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.