Sachsens Tourismus-Branche fordert Entlastungen

| Tourismus Tourismus

Nach den jüngst veröffentlichten Halbjahreszahlen im sächsischen Tourismus hat die Branche Entlastungen gefordert. «Die Reiselust ist ungebrochen, aber die wirtschaftliche Lage der Betriebe bleibt angespannt», sagte der Präsident des Landestourismusverbandes (LTV), Stephan Meyer.

Nötig seien unter anderem die Rückkehr zur reduzierten Mehrwertsteuer von sieben Prozent in der Gastronomie, weniger Bürokratie und Investitionen in den Ganzjahrestourismus.

Von Januar bis Juni kamen rund 3,63 Millionen Gäste nach Sachsen, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein Grund ist der Sondereffekt der Fußball-Europameisterschaft 2024, die damals viele ausländische Besucher in den Freistaat lockte.

Positiv sticht dagegen Chemnitz heraus: Die Kulturhauptstadt Europas 2025 und die umliegende Region verzeichneten deutliche Zuwächse, teils im zweistelligen Bereich.

Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) sprach von einem klaren Signal: «Die Halbjahresbilanz zeigt, wie stark die Kultur als Impulsgeber für den Tourismus wirkt.» Chemnitz und die gesamte Region profitierten enorm vom Titel Kulturhauptstadt Europas 2025. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Tui Group verzeichnet zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026 ein Rekordergebnis. Während das Kreuzfahrtsegment stark wächst und die Verschuldung sinkt, wird die Profitabilität im Hotelbereich infolge von Naturereignissen beeinflusst.

Die Generation Z prägt den Reisemarkt 2026: Trotz steigender Kosten planen junge Urlauber höhere Budgets ein und setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz. Gleichzeitig zeichnet sich eine klare Abkehr vom Massentourismus ab.

Die 42. Deutsche Tourismusanalyse zeigt: Die Deutschen verreisen so häufig wie seit 20 Jahren nicht mehr und geben dabei Rekordsummen aus. Trotz Inflation und Krisen bleibt der Urlaub das wichtigste Rückzugsgebiet, wobei Fernreisen und klassische europäische Ziele wie Italien und Frankreich besonders profitieren.

Am Urlaub wird zuletzt gespart: Obwohl die europäische Wirtschaft seit Jahren in der Flaute steckt, kommen mehr Gäste nach Bayern als je zuvor. Sie bleiben im Schnitt jedoch nur kurz.

Eine Airbnb-Umfrage zeigt, dass für die Deutschen Erholung und Naturerlebnisse die wichtigsten Gründe für eine Reise sind. Während die Generation Z vermehrt nach Abenteuer und Selbstreflexion sucht, steht bei älteren Reisenden die Entspannung im Vordergrund.

Die Urlaubsinsel Capri greift gegen das Phänomen des Massentourismus durch: Ab dieser Saison gilt dort für die Größe von Touristengruppen eine Obergrenze. Es gibt auch weitere neue Regeln.

Das Wattenmeer gilt als Naturwunder direkt von Niedersachsens Haustür. Das Land feiert das 40-jährige Bestehen des Nationalparks. Doch angesichts vieler Bedrohungen ist nicht allen zum Feiern zumute.

Gute Schneebedingungen vor Beginn der Winterferien sorgen für reichlich Buchungen im Thüringer Wald. Viele Gastgeber in den Wintersportzentren melden eine hohe Auslastung – in einigen Regionen werden die Betten knapp.

Die TUI Love & Travel Studie beleuchtet die Dynamik deutscher Paare im Urlaub. Von der gemeinsamen Budgetplanung bis zum Einfluss von Social Media liefert die Untersuchung relevante Daten für die touristische Zielgruppenanalyse.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) sichert sich zum sechsten Mal in Folge das Top 100-Siegel. Mit KI-Anwendungen wie der digitalen Reisebegleiterin Emma und fortschrittlichen Daten-Tools behauptet sich die Organisation als Innovationstreiber im deutschen Tourismus.