Skywalk Willingen - Hessische Hängebrücke geht in Endphase

| Tourismus Tourismus

Der Bau einer der längsten Fußgänger-Hängebrücken der Welt im nordhessischen Willingen geht in diesem Monat in eine entscheidende Phase.

«Zurzeit werden die Talstützen aufgestellt, Ende des Monats erfolgt der Seilzug», sagte eine Sprecherin der Tourist-Information Willingen. Das dauere sechs Wochen. Danach sollten die restlichen Arbeiten sehr zügig vorangehen. Die Gemeinde plant eine 665 Meter lange neue Hängebrücke, die in etwa 100 Metern Höhe entstehen soll.

Zudem liegt das Vier-Millionen-Projekt im Zeitplan. Mit einer Eröffnung im Spätherbst oder frühen Winter sei zu rechnen, wenn nichts dazwischenkomme. Mit den Arbeiten war im Februar begonnen worden. Für den 125 Tonnen schweren Skywalk waren acht Monate Bauzeit veranschlagt worden. Mit der Attraktion will die unter anderem als Skiort bekannte Gemeinde ihr Tourismusangebot weiter ausbauen.

Die Gemeinde hatte das Projekt mit 665 Metern Länge als bislang längste Hängebrücke der Welt im Tibet-Stil angekündigt. Sie sollte die «516 Arouca» in Portugal mit 516 Metern Länge übertreffen. Allerdings öffnete im Mai in Tschechien eine 721 Meter lange Fußgänger-Seilbrücke in 95 Metern Höhe, die «Sky Bridge 721».

Von den Bauarbeiten können sich Besucher laut Gemeinde auch selbst ein Bild machen. «Sobald die Seile gespannt werden, wird die Fläche um die Baustelle herum gesperrt», sagte die Sprecherin. Aber an den Wochenenden, wenn die Arbeiten ruhten, sei es möglich, mit einer Standseilbahn zur Willinger Skischanze zu fahren und sich die Baustelle anzuschauen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Venedigs neuer Bürgermeister Venturini bringt eine deutliche Erhöhung der Eintrittsgebühr für Tagesbesucher ins Spiel - auf bis zu 50 Euro. In der Lagunenstadt sorgt der Vorstoß für Wirbel.

Ob liegen gelassen oder geklaut: Wer im Urlaub plötzlich ohne Pass dasteht, sollte handeln. Denn spätestens bei der Rückreise kann es sonst bei Grenzkontrollen zu großen Problemen kommen. Was ist zu tun?

Vom Harz-Ausflug bis zum Bauhaus-Besuch: Gäste haben in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr rund 3,6 Milliarden Euro ausgegeben. Vor allem Tagesreisende sorgen für Umsatz.

Eine bundesweite Auswertung zeigt, dass naturnahe und vereinsgetragene Freibäder in mittelgroßen Städten die höchste Zufriedenheit erzielen. Das Dresdner Zschonergrundbad verteidigt dabei zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz.

Ein Bericht des IT-Sicherheitsunternehmens Check Point zeigt einen Anstieg der Cyberangriffe in der Reisebranche um 24 Prozent im Mai 2026. Betrüger nutzen dabei zehntausende gefälschte Internetadressen, um gezielt Daten von Urlaubern abzugreifen.

Eine Studie von Helvetia Österreich belegt, dass 56 Prozent der Österreicher den Sommerurlaub mit dem eigenen Pkw planen. Während technische Checks vor allem von der älteren Generation durchgeführt werden, führen unbekannte Routen insbesondere bei jüngeren Fahrern zu Stress.

Four Seasons Yachts erweitert ihre Flotte und plant für das Jahr 2028 die Inbetriebnahme der neuen Yacht Four Seasons II. Das Schiff wird mit 79 Suiten ausgestattet sein, zu denen auch wohnraumähnliche Unterkünfte auf den oberen Decks gehören.

Airbnb und der Deutsche Tourismusverband fördern ländliche Tourismusprojekte in Deutschland mit insgesamt einer Million Euro. Bewerbungen für den Wettbewerb NaturMomente können bis zum 9. September 2026 eingereicht werden.

Eine Umfrage zeigt, dass deutsche Urlauber verstärkt geringere Nebenkostenbudgets für Verpflegung und Ausflüge an ihren Urlaubsorten einplanen. Während die Summen bis zu 500 Euro pro Person deutlich an Relevanz gewinnen, sinkt der Anteil höherer Budgets spürbar.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus sieht den internationalen Deutschlandtourismus trotz geopolitischer Unsicherheiten auf stabilem Kurs. Aktuelle Daten und Branchenumfragen deuten laut DZT auf eine anhaltende Nachfrage in wichtigen Auslandsmärkten hin.