Sommersaison stärkt Erholung des Incoming-Tourismus

| Tourismus Tourismus

Während der sommerlichen Hochsaisonmonate verzeichnet der deutsche Incoming-Tourismus weiterhin deutliche Wachstumsraten. Im Juli stieg die Zahl der internationalen Übernachtungen in Deutschland im Vorjahresvergleich um 8,3 Prozent, im August um 6,3 Prozent. Kumuliert registriert das Statistische Bundesamt von Januar bis August 54,6 Millionen internationale Übernachtungen in Hotels und Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten, das sind 25,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2022. Im Zuge der Erholung aus der Corona-Krise erreicht das deutsche Incoming fast 89 Prozent der Rekordzahlen aus dem Jahr 2019.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT: „Unsere Recovery-Strategie mit Fokus auf qualitativem Wachstum zeigt Wirkung. Deutschlandurlaub wird für Reisende aus unseren internationalen Quellmärkten immer attraktiver: Die europäischen Märkte bleiben Treiber der Recovery, der Geschäftsreisemarkt ist im Aufwind, die Nachfrage aus den USA liegt in den ersten sieben Monaten 2023 bei 91 Prozent, und auch die Incoming-Entwicklung der asiatischen Überseemärkte nach Deutschland zieht in der zweiten Jahreshälfte an.“

Den Aufwärtstrend im Deutschland-Incoming bekräftigen auch Vertreter der internationalen Reiseindustrie. Ihre aktuelle Geschäftssituation für das Deutschlandgeschäft beurteilen die im DZT Travel Industry Expert Panel befragten mehr als 250 CEOs und Key Accounts der internationalen Reiseindustrie im 3. Quartal 2023 auf einer Skala von - 100 bis + 100 mit + 34 Punkten deutlich besser als vor einem Jahr (+ 14 Punkte). Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate liegen trotz schwieriger Rahmenbedingungen aktuell bei 58 Punkten. Allerdings zeigt sich damit auch, dass die Geschäftserwartungen unterjährig betrachtet von 75 Punkten in Q1 2023 auf 58 Punkte in Q3 gefallen sind.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.