Tourismus-Boom in China - 474 Millionen Inlandsreisen in einer Woche

| Tourismus Tourismus

Chinas Inlandstourismus hat während des Frühlingsfestes mit Millionen von Reisen das Niveau von 2019 und damit dem Jahr vor der Corona-Pandemie übertroffen.

Während der Feiertagswoche zwischen dem 10. und 18. Februar ermittelten die Statistiker ungefähr 474 Millionen Inlandsreisen, was einem Anstieg von 34 Prozent im Vergleich zum Frühlingsfest 2023 entsprach, wie das Tourismusministerium in Peking mitteilte. Im Vorjahr fiel das Frühlingsfest in den Januar und stand noch unter dem Einfluss der Zeit mit strengen Corona-Regeln. Verglichen mit dem Vor-Corona-Niveau im Jahr 2019 sei die Reisen-Zahl um 19 Prozent gestiegen. 

Das Frühlingsfest, auch bekannt als das nach dem Mondkalender ausgerichtete Chinesisch-Neujahr, gehört zu den wichtigsten Reisezeiträumen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Millionen Menschen in dem Land mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern reisen währenddessen zu ihren Verwandten oder besuchen beliebte Touristenziele. Den offiziellen Daten zufolge erwirtschaftet der Frühlingsfest-Tourismus Einnahmen von etwas weniger als 633 Milliarden Renminbi (rund 81,6 Milliarden Euro). Außerdem erfasste die Behörde ungefähr 3,6 Millionen Reisen ins Ausland und 3,23 Millionen nach China. 

«Der Tourismusmarkt strotzt vor Lebenskraft», schrieb die «Volkszeitung», die als Sprachrohr der regierenden Kommunistischen Partei gilt, am Montag. Der Konsum über die Feiertage dürfte in Peking Hoffnung machen, die Wirtschaft anzukurbeln, die schon länger mit einem schwachen Binnenkonsum und einer Krise im Immobiliensektor kämpft. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Four Seasons hat die Flugrouten der Private Jet Experience für das Jahr 2028 vorgestellt. Die Reisen kombinieren Langstreckenflüge im Privatjet mit Aufenthalten in neuen und bestehenden Hotels von Four Seasons.

Fit Reisen hat europäische Urlaubsorte auf ihre Gräserpollen-Belastung untersucht. Während Tórshavn auf den Färöern und nordische Regionen nahezu pollenfrei sind, verzeichnen das portugiesische Alentejo und Standorte in der Schweiz die höchsten Werte.

Der Deutschland-Tourismus verzeichnete im Winter 2025/2026 mit 117,2 Millionen Übernachtungen das zweitstärkste Ergebnis seiner Geschichte. Trotz steigender Auslastung in der Hotellerie leidet das Gastgewerbe unter einem deutlichen Zuwachs bei den Insolvenzen, während die Konsumzurückhaltung auch den Tagestourismus bremst.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass persönliche Interessen und Empfehlungen aus dem Umfeld die Urlaubsplanung in Deutschland dominieren. Nur fünf Prozent der Befragten lassen sich bei der Auswahl ihrer Reiseziele von Trends aus sozialen Netzwerken leiten.

Die Zahl der Passagiere, die von deutschen Häfen aus eine Hochseekreuzfahrt antreten, ist im Jahr 2025 auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Auch im EU-weiten Vergleich gab es deutliche Zuwächse, wobei Italien und Spanien die Liste anführen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass drei Viertel der Österreicher ihre Urlaubsplanung an die gestiegenen Mobilitätskosten anpassen. Während viele auf nähere Ziele oder das Auto ausweichen, verzichten zwölf Prozent vollständig auf eine Reise.

Sachsen hat unter dem Slogan „Alles auf einen Augenblick“ eine neue Ganzjahreskampagne gestartet. Die Marketingmaßnahmen konzentrieren sich auf die UNESCO-Welterbestätten des Freistaates und umfassen neben dem deutschsprachigen Raum auch internationale Zielmärkte.

Spanien und Griechenland statt östliches Mittelmeer: Der Iran-Krieg verändert das Reiseverhalten vieler Urlauber. Beim Reisekonzern Tui wird die Sommerreise kurzfristiger gebucht.

99,99 Euro für fünf Personen – hin und zurück, egal wohin im Land. Was hinter dem neuen Familienangebot der Bahn steckt. Und wie sich generell beim Reisen auf der Schiene sparen lässt.

Fast jede fünfte Winterreise wird laut Dertour Reisebarometer allein angetreten. Besonders die Generation 50 plus und Langzeiturlauber prägen das Segment. Zu den meistgebuchten Zielen gehörten Spanien, Ägypten und die Türkei.