Tourismus im Schwarzwald kein Selbstläufer

| Tourismus Tourismus

Wer den Sommerurlaub im Schwarzwald verbringen will, hat gute Chancen auf eine Unterkunft. In allen Segmenten gebe es noch freie Betten, teilte die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) anlässlich einer Jahrestagung in Kirchzarten mit.

«Das Jahr 2023 ist kein Selbstläufer, viele deutsche Gäste zieht es wieder ins Ausland», sagte STG-Geschäftsführer Hansjörg Mair. Das Inland bleibe aber einer Analyse zufolge Spitzenreiter bei den Reisezielen der Deutschen, wenngleich bei rückläufigen Marktanteilen. Auch die Hotels im Schwarzwald hätten für den Sommer eine gute Auslastung gemeldet.

Der Tourismus im Schwarzwald hat im vergangenen Jahr fast wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreicht. Mit 21,5 Millionen Übernachtungen habe die Bilanz nur 5,6 Prozent unter den Rekordwerten von 2019 gelegen, teilte die STG mit. Im Vergleich zu 2021 sei es ein Anstieg um 42,8 Prozent gewesen. Auch hätten fast ein Viertel mehr junge Leute eine Ausbildung im Gastgewerbe begonnen als im Vorjahr.

Neue Hängebrücke wartet auf Touristen

Auf Urlauber wartet unter anderem eine neue Attraktion: Mit einem ökumenischen Gottesdienst der Todtnauer Kirchengemeinden wurde Ende Mai die neue Schwarzwald-Hängebrücke feierlich eröffnet. Das 450 Meter lange Bauwerk aus Edelstahl über dem bekannten Wasserfall der Gemeinde soll eine neue Touristenattraktion werden.

«Wir haben hier die längste Hängebrücke im Schwarzwald», sagte Julius Müller, verantwortlicher Regionalleiter für Hängebrücken des Bauherrn Eberhardt Bewehrungsbau GmbH. Das Familienunternehmen aus Riedlingen (Kreis Biberach) betreibt bereits seit einigen Jahren eine ähnliche Brücke in Bad Wildbad im Kreis Calw. 

Der Standardtarif für die Brückenpassage in Todtnau (Kreis Lörrach) betrage zwölf Euro, der Eintritt für die Wasserfälle (einzeln 2,50 Euro) sei damit inbegriffen. Der Bau kostete rund fünf Millionen Euro. Der Bauarbeiten rund 120 Meter über dem Wasserfall dauerten etwa neun Monate. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Düsseldorf richtet seinen Tourismussektor mit der neuen Strategie „Future of Tourism“ neu aus und setzt verstärkt auf Qualität statt Quantität. Ziel ist es, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste zu steigern.

Eine neue Auswertung zeigt die beliebtesten Radfernwege Deutschlands für das Jahr 2026. Während der Weserradweg seine Spitzenposition verteidigt, zeigt sich ein deutlicher Trend zu Flussradwegen und Routen im süddeutschen Raum.

Das Urlaubsbarometer 2026 zeigt eine ungebrochene Reiselust in Österreich, wobei Sicherheit und Kosten zu den entscheidenden Faktoren bei der Zielwahl werden. Während Italien und Kroatien als Favoriten gelten, gewinnt Künstliche Intelligenz massiv an Bedeutung.

Die Fluggesellschaft Ryanair hat nach eigenen Angaben angekündigt, ihre Berliner Basis zum 24. Oktober 2026 zu schließen. Betroffen sind sieben stationierte Flugzeuge, die an andere Standorte innerhalb Europas verlagert werden sollen. Gleichzeitig soll das Flugangebot im Winterflugplan um 50 Prozent reduziert werden, wie das Unternehmen mitteilt.

Eine Untersuchung belegt eine hohe Pünktlichkeits-Disziplin deutscher Reisender und zeigt deutliche Unterschiede beim Bedürfnis nach persönlichem Freiraum. Während Senioren die größte Gelassenheit an den Tag legen, fordert die jüngere Generation verstärkt Distanz.

Fit Reisen hat über 7,5 Millionen Google-Bewertungen analysiert, um die besten Stadtparks Europas zu ermitteln. Während Madrid den ersten Platz verteidigt, bleibt Hamburgs Planten un Blomen die bestbewertete Anlage in Deutschland.

In München entsteht mit der „Marina Monaco“ ein temporäres Freizeitareal auf einem ehemaligen Industriegelände. Die Eröffnung ist für Mai geplant, langfristig soll dort ein neues Stadtquartier entstehen.

Am Bodensee spitzt sich ein Streit zwischen deutschen und Schweizer Schifffahrtsunternehmen zu – mit spürbaren Folgen für Fahrgäste. Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt (SBS) fährt in dieser Saison den Konstanzer Hafen nicht an. Hintergrund ist ein Streit über Ticketgelder.

Trotz wirtschaftlicher Schwäche stiegen die Geschäftsreisen in Deutschland deutlich an. Die VDR-Analyse zeigt mehr Reisen, sinkende Kosten und veränderte Strukturen im Markt.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus analysiert fortlaufend die Folgen des Iran-Konflikts für den Tourismus nach Deutschland. Berichte zeigen Auswirkungen auf Flugverkehr, Preise und Nachfrage.