Uber kündigt Übernahme des Berliner Chauffeurdienstes Blacklane an

| Tourismus Tourismus

Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat die Übernahme des Berliner Unternehmens Blacklane angekündigt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und soll voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen werden, wie Uber laut Mitteilung erklärt.

Blacklane wurde 2011 in Berlin gegründet und vermittelt über eine App sowie eine Internetplattform Chauffeurfahrten mit lokalen Dienstleistern. Nach Unternehmensangaben ist der Anbieter heute in mehr als 500 Städten in über 60 Ländern aktiv.

Keine Angaben zum Kaufpreis

Uber machte keine Angaben zur Höhe des Kaufpreises. Nach Informationen des Handelsblatts soll sich die Summe im mittleren dreistelligen Millionenbereich bewegen. Auch das manager magazin berichtet, dass die Bewertung im höheren dreistelligen Millionenbereich liegen könnte.

Die Übernahme erfolgt im Kontext einer strategischen Ausrichtung auf höherpreisige Fahrdienstleistungen. Uber erklärte laut Mitteilung, dass das Geschäft mit vorab gebuchten Fahrten, insbesondere über das Angebot „Uber Reserve“, zuletzt gewachsen sei. Zudem hatte das Unternehmen mit „Uber Elite“ ein Angebot für Chauffeurdienste eingeführt, das derzeit unter anderem in Los Angeles und San Francisco verfügbar ist.

Zitate aus der Unternehmensmitteilung

Uber-CEO Dara Khosrowshahi erklärte laut Mitteilung: „Premium travel is one of the most exciting growth areas of Uber’s business. We want to offer the widest selection of options to meet our riders where they are: from the everyday commute to luxury rides.“

Weiter sagte er: „We’re incredibly impressed by what Blacklane has built and we’re eager to work with them to amplify how we deliver truly exceptional service to more people in cities around the world.“

Blacklane-Gründer und CEO Jens Wohltorf erklärte laut Mitteilung: „Blacklane’s growth to date has been founded on consistently excellent service, wherever in the world our guests move.“ Zudem sagte er: „This partnership marks a significant milestone in Blacklane’s next chapter and is a powerful step-change in introducing our service to new markets globally.“

Unternehmen mit internationaler Präsenz

Blacklane bietet nach eigenen Angaben Chauffeurdienste unter anderem für Flughafentransfers und längere Fahrten zwischen Städten an. Das Unternehmen arbeitet mit lokalen Partnern zusammen und richtet sich insbesondere an Geschäftsreisende. Nach Berichten ist unter anderem der Automobilhersteller Mercedes-Benz an Blacklane beteiligt.

Uber erklärte, dass beide Unternehmen künftig ihre jeweiligen Kompetenzen zusammenführen wollen. Dabei verwies das Unternehmen laut Mitteilung auf die Kombination aus Blacklanes Chauffeurdiensten und Ubers Technologieplattform sowie globaler Reichweite.

Abschluss abhängig von Genehmigungen

Die geplante Übernahme ist laut Uber an die üblichen regulatorischen Freigaben sowie weitere Abschlussbedingungen geknüpft. Zudem weist das Unternehmen in seiner Mitteilung auf Unsicherheiten hin, die den Abschluss der Transaktion oder deren wirtschaftliche Auswirkungen betreffen könnten.

Weitere Details zur Integration oder zur künftigen Struktur wurden nicht genannt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Schlösser, Natur, zweisprachiges Theater: Polnische Touristen haben Brandenburg als Urlaubsregion entdeckt. Welche Orte besonders gefragt sind und was sie dort anzieht.

Die deutsche Fluggesellschaft Condor ist auf der Suche nach neuen Eigentümern. Ihr Chef kann sich auch einen Verkauf an Airlines vom Golf vorstellen.

Mehr als 29.400 Beschwerden in nur sechs Monaten: Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr meldet einen Rekord – vor allem Flugreisende fordern Entschädigung nach Ausfällen und Verspätungen.

Trotz inflationsbedingter Belastungen plant die Mehrheit der Hamburger eine Sommerreise, achtet dabei jedoch verstärkt auf Rabatte und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der klassische Strandurlaub bleibt dabei die beliebteste Urlaubsform.

Mittelgebirge, Städte, Freizeitparks: Sachsen hat im Sommer viel für einen abwechslungsreichen Urlaub zu bieten. Die Tourismusbranche rechnet mit weiteren Buchungen in den kommenden Wochen.

Eine aktuelle Umfrage von SAP Concur zeigt, dass deutsche Geschäftsreisende touristische Hotspots zunehmend meiden. Hohe Kosten, überfüllte Innenstädte und eingeschränkte Verfügbarkeiten beeinflussen demnach die Reiseplanung.

Klinik und Bett statt Strand: Für ein Paar endete der Traumurlaub auf Mauritius schon auf dem Hinflug - mit gebrochenen Wirbeln und Schmerzen. Im Nachgang klagen sie gegen den Reiseveranstalter.

Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber hat eine neue Initiative zur strategischen Neuausrichtung des Tourismus gestartet. Grundlage der kommenden Beratungen sind die Ergebnisse einer branchenweiten Umfrage mit über 1.100 Teilnehmern.

Zum Start der Sommerferien hat ECPAT Deutschland eine Kampagne gegen Kindesmissbrauch im Tourismus gestartet. Gemeinsam mit Behörden und Reiseveranstaltern sollen Reisende für Zivilcourage sensibilisiert werden.

Eine aktuelle Auswertung von Airbnb identifiziert die beliebtesten deutschen Strandorte für den Sommer 2026. Dabei dominieren vor allem Ziele an der Ostseeküste das Ranking der Suchanfragen.