Übernachtungen in Deutschland legen im Juli um 3,2 Prozent zu

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Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Juli 2026 insgesamt 58,4 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland verbucht. Das waren nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 3,2 Prozent mehr als im Juli 2025.

Sowohl bei Gästen aus Deutschland als auch bei Gästen aus dem Ausland registrierte Destatis Zuwächse. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland nahm gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,2 Prozent auf 47,7 Millionen zu. Bei Gästen aus dem Ausland stieg sie ebenfalls um 3,2 Prozent auf 10,8 Millionen.

Übernachtungszahlen steigen auch in den ersten sieben Monaten

Von Januar bis Juli 2026 verbuchten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 282,1 Millionen Übernachtungen. Damit lag die Zahl 0,9 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Inlands- und Auslandsgäste legen seit Jahresbeginn weiter zu

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg von Januar bis Juli 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent auf 235,0 Millionen. Bei Gästen aus dem Ausland nahm die Zahl der Übernachtungen um 1,0 Prozent auf 47,1 Millionen zu.

Die Angaben beziehen sich auf Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten beziehungsweise zehn Stellplätzen auf Campingplätzen. Erfasst werden Hotels, Gasthöfe und Pensionen, Ferienunterkünfte und ähnliche Beherbergungsstätten, Campingplätze sowie sonstige tourismusrelevante Unterkünfte.

Auslandsübernachtungen bleiben weiterhin unter dem Niveau von 2019

Trotz des Zuwachses liegt die Zahl der Auslandsübernachtungen von Januar bis Juli 2026 noch 7,2 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019. Auch ihr Anteil an allen Übernachtungen ist niedriger als vor der Corona-Pandemie. Während ausländische Gäste 2019 in diesem Zeitraum 18,1 Prozent des Übernachtungsaufkommens ausmachten, waren es 2026 16,7 Prozent.

Das weiterhin niedrigere Aufkommen ausländischer Gäste betrifft insbesondere die Großstadthotellerie, Messe- und Kongressstandorte sowie Tourismusregionen, die stark auf internationales Publikum ausgerichtet sind.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, erklärt dazu: „Der deutsche Incoming-Tourismus behauptet sich trotz geopolitischer Konflikte und wirtschaftlicher Unsicherheiten mit einer wachsenden Nachfrage. Die aktuelle Entwicklung spiegelt die Strahlkraft der Marke Reiseland Deutschland und die solide Positionierung im internationalen Wettbewerb wider. Die Wahrnehmung als serviceorientiertes sicheres Qualitätsreiseziel, das attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis und die breite Aufstellung und Präsenz in unseren Quellmärkten tragen dazu bei, den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Deutschland zählt auch in diesem Sommer wieder zu den Top-Urlaubsdestinationen in Europa.“ 

Ein weiterer Indikator für ein optimistisches Stimmungsbild liefert das aktuelle DZT Travel Industry Expert Panel für das 3. Quartal: Demnach schätzen 45 Prozent der Entscheider in der internationalen Reiseindustrie ihr aktuelles Deutschlandgeschäft positiv ein – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. Die Entwicklung der Geschäftssituation in den kommenden sechs Monaten bewerten 51 Prozent positiv. 
 

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