Urlauber verlassen Schleswig-Holsteins Inseln

| Tourismus Tourismus

Wegen des Teil-Lockdowns verlassen gegenwärtig viele Urlauber mit der Fähre Schleswig-Holsteins Inseln. «Wir können alle Passagiere mitnehmen», sagte ein Sprecher der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R) am Montag. Nur einige Autofahrer hätten am Montag auf einen anderen Abfahrtstermin ausweichen müssen. Der Rückreiseverkehr von den Inseln Föhr und Amrum sei bereits am Wochenende stressfrei abgelaufen. Am Montag waren von beiden Inseln insgesamt elf Abfahrten in Richtung Festland geplant.

Die Landesregierung von CDU, Grünen und FDP hatte am Sonntag eine Verordnung beschlossen, mit der sie die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Verschärfungen im Kampf gegen die Pandemie umsetzen will. Demzufolge ist im November kein Tourismus möglich. Hotels, Pensionen oder auch Ferienwohnungen werden grundsätzlich für touristische Übernachtungen geschlossen. Eine Abreise musste bis zum 2. November erfolgen, es gibt aber Ausnahmen: Für die Nordseeinseln und die Halligen etwa wurde der Stichtag bis zum 5. November verlängert, um Ansammlungen bei der Abreise zu vermeiden.

Wegen des Teil-Lockdowns verkehren die Schiffe der Wyker Dampfschiffs-Reederei auf der Föhr-Amrum-Linie und der Hallig-Linie vom 9. bis 29. November nach einem Sonderfahrplan. Statt aktuell elf sind dann nur sechs Abfahrten pro Tag geplant. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Urlaub in Schleswig-Holstein steht bei vielen Deutschen weiter hoch im Kurs. Doch wegen der höheren Lebenshaltungskosten zögern viele mit einer Buchung. Die Touristiker beobachten das mit Sorge.

Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Veranstaltungen verändern nach Angaben der Initiative Chefsache Business Travel die Planung von Geschäftsreisen. Unternehmen bündeln Reisen stärker und richten sie gezielter auf konkrete geschäftliche Ziele aus.

Mehr als dreimal so viele Touristen wie griechische Einwohner strömten 2025 in das Urlaubsland. Auf Jetset-Inseln wie Santorini oder Mykonos bringt der Rekord-Tourismus die Infrastruktur ans Limit.

Eine aktuelle Auswertung von Fit Reisen analysiert das Suchinteresse für Ayurveda-Angebote in Europa. Dabei zeigt sich eine starke Präferenz für deutsche Regionen sowie eine Verschiebung hin zu mediterranen Zielen infolge der Iran-Krise.

Eine Studie des Technologieunternehmens Amadeus sieht weltweit eine hohe Offenheit vieler Reisender gegenüber künstlicher Intelligenz und digitalen Mobilitätsdiensten. Gleichzeitig bleiben Sprachbarrieren, Zusatzkosten und unzureichende Informationen häufig genannte Probleme im Reiseverkehr.

Fast die Hälfte der Passagierflüge, die auf deutschen Hauptverkehrsflughäfen starten oder landen, sind auf Kurzstrecken unterwegs. Die häufigste Verbindung war 2025 die zwischen Frankfurt/Main und London-Heathrow.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein: Bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern.

Der Plattformbetreiber Airbnb plant den Ausbau zu einem umfassenden Dienstleistungsmarktplatz nach dem Vorbild von Amazon und integriert im Sommer 2026 neben tausenden Boutique-Hotels auch Mietwagen, Gastronomieangebote zur Fußball-Weltmeisterschaft sowie neue KI-Werkzeuge in seine Anwendung.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.

Eine Untersuchung von Urlaubstracker zeigt große regionale Unterschiede bei kostenfreien Attraktionen auf europäischen Inseln. Während Malta die höchste Gesamtdichte an kostenlosen Angeboten aufweist, punkten andere Destinationen mit umfangreichen Strand- oder Wanderwegenetzen.