Verdi für Mindestpreis bei Flugtickets

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Die Gewerkschaft Verdi hat sich bei Fugtickets für einen Mindestpreis von 40 Euro ausgesprochen. Fliegen müsse nachhaltiger werden, sagte Bundesvorständin Christine Behle der Deutschen Presse-Agentur. «Für 9,99 Euro am Wochenende nach Barcelona zu fliegen, um dort Party zu machen, das muss ein Ende haben. Das ist ein wahnsinniger Tourismus zu Lasten des Klimas.» Behle sprach sich für einen Mindestpreis für Ticketpreise von 40 Euro aus. Sie verwies auf entsprechende Pläne in Österreich und auf die Ertragslage der Fluggesellschaften. «Wir erwarten nach der Corona-Pandemie, dass der Wettbewerb noch ruinöser wird.»

Die Verdi-Bundesvorständin sagte außerdem, die Zahl von Kurzstreckenflügen solle da, wo möglich, für mehr Nachhaltigkeit verringert werden. Oft aber seien Flughäfen noch nicht gut ans Bahnnetz angebunden.

Behle ist auch Mitglied im Aufsichtsrat der Lufthansa. Die Lufthansa hatte vor kurzem angekündigt, ihre umstrittenen Ultrakurzflüge zwischen Nürnberg und dem Drehkreuz München nicht mehr aufzunehmen. In der Corona-Krise war die nur knapp 150 Kilometer lange innerbayerische Strecke eingestellt worden.

Kurzstreckenflüge sind wegen ihrer hohen Umweltbelastung in die Kritik geraten. Die Luftverkehrswirtschaft argumentiert, dass man sie an manchen Standorten als Zubringerflüge weiter benötige, um Umsteiger nicht an ausländische Fluggesellschaften und Flughäfen zu verlieren. Die Kooperation mit der Bahn soll ausgebaut werden. (dpa)


 

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