Vereinbarung mit Gläubigern: CWT vor Pleite gerettet

| Tourismus Tourismus

Die Reisemanagement-Plattform CWT wurde von der Corona-Pandemie hart getroffen. Nun hat das Unternehmen bekanntgegeben, dass eine Vereinbarung mit Gläubigern getroffen wurde, die über 90 Prozent der ausstehenden Verbindlichkeiten ausmacht. Die Vereinbarung ermöglicht es, das Geschäft zu rekapitalisieren und die finanzielle Position von CWT zu stärken. So werden nun 350 Millionen US-Dollar an neuem Eigenkapital in das Geschäft eingebracht und Schulden um fast 900 Millionen US-Dollar reduziert. 

"Dies sind großartige Neuigkeiten für CWT und unsere Stakeholder, die erhebliche finanzielle Ressourcen für das weitere Wachstum und die Entwicklung unseres Geschäfts bereitstellen“, so Michelle McKinney Frymire, Chief Executive Officer von CWT. "Dies ist eine wichtige und spannende Zeit für Reisen, da die Branche erstmals seit Beginn der Pandemie einen deutlichen Anstieg der Nachfrage verzeichnet. Während wir die Betriebskapazitäten erhöhen, um unsere Kunden auch während der Erholung zu bedienen, verfolgen wir weiterhin unsere strategischen Ziele, einschließlich der Förderung von Innovationen und der Bereitstellung branchenführender Lösungen. Wir freuen uns, mit Unterstützung unserer Finanzpartner voranzukommen, die die neuen Mehrheitseigentümer von CWT werden und ihr Vertrauen in den Markt, CWT und unsere Strategie und Dienstleistungen unterstreichen."

McKinney Frymire fügte hinzu: „Die Umsetzung dieser Vereinbarung wird es uns ermöglichen, die Pandemie zu überwinden, Investitionen zu beschleunigen und CWT in die Lage zu versetzen, von der bereits eingeleiteten Erholung zu profitieren. Unsere Teams sind der Situation gewachsen und haben trotz der Auswirkungen der Pandemie auf die Reisebranche weiterhin die hohen Kundenerwartungen erfüllt.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.

Urlaub in Schleswig-Holstein steht bei vielen Deutschen weiter hoch im Kurs. Doch wegen der höheren Lebenshaltungskosten zögern viele mit einer Buchung. Die Touristiker beobachten das mit Sorge.

Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Veranstaltungen verändern nach Angaben der Initiative Chefsache Business Travel die Planung von Geschäftsreisen. Unternehmen bündeln Reisen stärker und richten sie gezielter auf konkrete geschäftliche Ziele aus.

Mehr als dreimal so viele Touristen wie griechische Einwohner strömten 2025 in das Urlaubsland. Auf Jetset-Inseln wie Santorini oder Mykonos bringt der Rekord-Tourismus die Infrastruktur ans Limit.

Eine aktuelle Auswertung von Fit Reisen analysiert das Suchinteresse für Ayurveda-Angebote in Europa. Dabei zeigt sich eine starke Präferenz für deutsche Regionen sowie eine Verschiebung hin zu mediterranen Zielen infolge der Iran-Krise.

Eine Studie des Technologieunternehmens Amadeus sieht weltweit eine hohe Offenheit vieler Reisender gegenüber künstlicher Intelligenz und digitalen Mobilitätsdiensten. Gleichzeitig bleiben Sprachbarrieren, Zusatzkosten und unzureichende Informationen häufig genannte Probleme im Reiseverkehr.

Fast die Hälfte der Passagierflüge, die auf deutschen Hauptverkehrsflughäfen starten oder landen, sind auf Kurzstrecken unterwegs. Die häufigste Verbindung war 2025 die zwischen Frankfurt/Main und London-Heathrow.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein: Bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern.

Der Plattformbetreiber Airbnb plant den Ausbau zu einem umfassenden Dienstleistungsmarktplatz nach dem Vorbild von Amazon und integriert im Sommer 2026 neben tausenden Boutique-Hotels auch Mietwagen, Gastronomieangebote zur Fußball-Weltmeisterschaft sowie neue KI-Werkzeuge in seine Anwendung.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.