Weser, Elbe, Ruhr: Die beliebtesten Radrouten in Deutschland

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Fahrradurlauber sind offenbar besonders gerne entlang von Flüssen unterwegs. Die drei beliebtesten Fernradwege des vergangenen Jahres folgen der Weser, der Elbe und der Ruhr. Dies geht aus der neuen Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hervor. Das Wasserthema zieht sich durch die ersten zehn Ränge durch: Ob Mosel, Donau, Altmühl oder Bodensee - es geht nicht ohne.

Die zehn beliebtesten Radfernwege kurz vorgestellt:

1. Weser-Radweg: Er führt vom Weserbergland bis an die Nordsee. Los geht es in Hann. Münden, wo Werra und Fulda zusammenfließen, und die Weser quasi entsteht. Die mehr als 500 Kilometer lange Strecke führt größtenteils durch Niedersachsen. Sie endet in Cuxhaven. Sie soll sich in acht Tagesetappen bewältigen lassen.

2. Elberadweg: Rund 1270 Kilometer von der Mündung der Elbe in die Nordsee, über Hamburg und Dresden, vorbei am Elbsandsteingebirge bis zur Quelle im tschechischen Spindleruv Mlyn (Spindlermühle) verläuft diese Route. Für den gesamten Weg sollte man mindestens zwei Wochen Zeit einplanen.

3. Ruhrtal-Radweg: Industriekultur auf dem Rad entdecken, das verspricht diese Strecke. Sie führt auf 240 Kilometer Länge vom sauerländischen Winterberg bis nach Duisburg, wo die Ruhr in den Rhein mündet. Je nachdem, wie fit man ist und wie viel man unterwegs anschauen will, taxiert man dafür vier bis acht Tage.

4. Ostseeküsten-Radweg: Die europäische Radroute EuroVelo 10 führt von Kopenhagen bis Danzig und ist insgesamt rund 2240 Kilometer lang. In Deutschland geht sie von Flensburg bis Ahlbeck auf Usedom. Wer den Teil der Route, der auch über die Insel Rügen führt, abfahren möchte, muss dafür rund 15 Tagesetappen einkalkulieren.

5. Bodensee-Königssee-Radweg: Wer diese Strecke bewältigen möchte, sollte einigermaßen fit sein. Der ADFC bezeichnet die 450 Kilometer lange Stecke als anspruchsvoll. Dafür gibt es viel Alpenpanorama und Highlights auf dem Weg, etwa das Schloss Neuschwanstein. Wie der Name schon sagt, startet man am Bodensee und fährt bis zum Königssee. Für sportliche Fahrer ist das in sieben Tagen zu schaffen - wer es gemütlicher angehen möchte, ist elf Tage unterwegs.

6. Main-Radweg: Je nachdem, wo man losfährt, ist diese Radroute am Main 538 oder 557 Kilometer lang. Es geht vorbei an Kulmbach, Würzburg und Frankfurt bis nach Mainz. Nach Angaben von Franken Tourismus hat die Strecke wenige Steigungen und sei familiengeeignet.

7. Mosel-Radweg: Auf dieser Strecke steht der Wein im Fokus. Sie folgt den Schleifen der Mosel in Deutschland von Perl bis Koblenz auf 250 Kilometer Länge und wird laut ADFC die «Königin» genannt.

8. Donauradweg: Sie ist der zweitlängste Fluss Europas - und bietet über nahezu die gesamte Länge von 2850 Kilometern Radwege entlang von beiden Ufern. Die allgemeine Empfehlung lautet, die Route von West in Richtung Ost, also von der Quelle zur Mündung zu radeln. Das wären in Deutschland 600 Kilometer von Donaueschingen bis Passau.

9. Altmühltal-Radweg: Mitten durch Bayern geht es von Gunzenhausen bis Kelheim auf 166 Kilometern entlang der Altmühl. Eine um rund 85 Kilometer längere Variante startet schon in Rothenburg ob der Tauber und endet in Regensburg.

10. Bodensee-Radweg: Einmal auf dem Fahrrad rund um Deutschlands größten See. Mit Start und Ziel in Konstanz schafft man das in acht Tagesetappen. Wer nicht so viel Zeit hat, kann den 260 Kilometer langen Weg, der auch durch die Schweiz führt, in kürzerer Zeit zurücklegen.

(dpa)


 

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