Die Ostereier sind sicher

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Die Vogelgrippe und andere Faktoren haben Eier in den vergangenen Wochen zeitweise knapp gemacht. Die Großmarktpreise sind teils rapide gestiegen. Entwarnung kommt nun vom Bundesverband Ei.

Die Vogelgrippe und andere Faktoren haben Eier in den vergangenen Wochen zeitweise knapp gemacht. Die Großmarktpreise sind teils rapide gestiegen. Entwarnung kommt nun vom Bundesverband Ei: «Es sind genügend Eier am Markt, und dieser entspannt sich zunehmend», sagte der Präsident Hans-Peter Goldnick. Die Junghennen, die zu Jahresbeginn in die Ställe gekommen seien, legten mittlerweile Eier. Engpässe bei einzelnen Sortierungen - also zum Beispiel je nach Haltungsform und Größe - sind demnach aber noch möglich. 

Die Eier-Preise auf dem Großmarkt bewegen sich Goldnick zufolge aktuell seitwärts bis leicht fallend. Verbraucherinnen und Verbraucher müssten sich aber ohnehin keine Sorgen machen, dass die Preise vor Ostern steigen: In der Regel gebe es zwischen den Lebensmittelhändlern und den Eier-Produzenten einjährige Verträge, die im August oder September abgeschlossen werden. In den Discountern und Supermärkten seien in den meisten Fällen also frühestens im Herbst Preiserhöhungen möglich. 

Wie bei anderen Lebensmitteln mussten Verbraucher hierzulande aber bereits in der Vergangenheit deutlich höhere Preise hinnehmen: Im März waren Eier 41,5 Prozent teurer als im Jahresdurchschnitt 2020, wie Daten des Statistischen Bundesamts zeigen. 

Vogelgrippe sorgt für Probleme

In den vergangenen Wochen hatten Angebot und Nachfrage bei Hühnereiern nicht zusammengepasst. Zwischenzeitlich gab es nach Angaben des Verbands, der die Eierwirtschaft in Deutschland vertritt, weniger Eier als benötigt. In der Folge stiegen die Großhandelspreise rapide an. 

Eier-Produzenten stehen aktuell vor mehreren Problemen. Eines davon ist die Vogelgrippe. Wegen der Seuche mussten zuletzt immer wieder Legehennen-Bestände gekeult werden. Bis neue Hennen herangewachsen sind, die diese Lücke füllen können, dauert es einige Monate. Verstärkt wird das durch Fälle auf der ganzen Welt. Das zeigt auch eine Anfrage von US-Behörden, die in Europa um mehr Eier-Exporte gebeten haben. 

Nach Weihnachten wurde aber auch die Produktion heruntergefahren. In dieser Zeit werden nach Angaben des Landesbauernverbands Baden-Württemberg üblicherweise Herden ausgetauscht - das heißt, ältere Hennen werden ausgestallt und Jungtiere gekauft. Die eigentliche Saisonterminierung sei auf nicht planbare Ereignisse wie den Ausbruch der Geflügelpest getroffen. 

Eierverbrauch stieg 2024

Dass Eier zuletzt knapp waren, hat auch mit der großen Nachfrage zu tun. Der Eier-Verbrauch ist 2024 um mehr als vier Prozent auf 20,8 Milliarden Eier gestiegen. Rechnerisch wurden hierzulande im Schnitt pro Person 249 Eier konsumiert - 10 mehr als im Vorjahr. Bereits damals hatte es einen Anstieg gegeben. In den vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) sind verarbeitete Eier in Eiprodukten inbegriffen. 

Hinzu kommt, dass Deutschland sich nicht komplett selbst mit Eiern versorgen kann. Die Nachfrage konnte im vergangenen Jahr nur zu 72 Prozent durch die heimische Produktion gedeckt werden. Daher müssen Eier aus dem Ausland importiert werden. (dpa)


 

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