Ermittlungen gegen Anwalt von Christina Block wegen Titel

| War noch was…? War noch was…?

Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Anwalt der Unternehmerin und Steak-House-Erbin Christina Block, Ingo Bott, wegen des Missbrauchs von Titeln. Nach abgeschlossener Vorprüfung sei ein Ermittlungsverfahren gegen Herrn B. eingeleitet worden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit. 

Es lägen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass er sich auf der Website der von ihm geführten Rechtsanwaltskanzlei bis zum 19.08.2025 als «Prof. Dr. Dr.» bezeichnet habe, obwohl ihm die akademischen Titel «Professor» und in einem Fall «Doktor» nur ehrenhalber von zwei Universitäten in Peru verliehen worden sein sollen. Die Sprecherin betonte, dass für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung gelte. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet. 

Der Düsseldorfer Anwalt verteidigt Christina Block im Prozess um die Entführung ihrer Kinder aus Dänemark in der Silvesternacht 2023/24. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, soll die Rückholaktion ihrer beiden jüngsten Kinder aus der Obhut ihres Ex-Manns in Auftrag gegeben haben. Sie bestreitet das, ebenso wie die sechs Mitangeklagten in dem Verfahren. 

Bott war kurz vor Beginn des Prozesses im Juli als zweiter Verteidiger Blocks hinzugekommen. Nach dem dritten Verhandlungstag hatte sich die 52-Jährige von ihrem langjährigen Verteidiger Omar Kury getrennt. Bott übernahm die Pflichtverteidigung. 

Professoren- und Doktor-Titel aus Peru

Zur Einleitung der Ermittlungen gegen ihn sagte Bott: «Ich bin zuversichtlich, dass sich die von der Staatsanwaltschaft aufgeworfene Formfrage zeitnah erledigt.» Er verwies ferner auf eine öffentliche Stellungnahme, in der es hieß: «Seit Dezember 2021 bin ich Ehrenprofessor der Universidad Tecnológica del Perú, einer renommierten Hochschule mit Niederlassungen unter anderem in den peruanischen Städten Lima, Piura und Arequipa.» Außerdem habe ihn die peruanische Universidad Nacional de Piura im Mai 2024 zum Ehrendoktor ernannt. 

«Ich freue mich sehr über beide Titel und bin auch stolz darauf», erklärte Bott. Die Berechtigung der Titel werde nicht angezweifelt, nur die formale Darstellung. Seine Homepage habe er von seinem Team umgestalten lassen, um weiteren Debatten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Bott hat in Deutschland an der Universität Passau promoviert. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In einem Lokal streitet sich eine Gruppe, dabei wird ein Mensch verletzt. Er erliegt später seinen Verletzungen. Die Polizei fahndet.

Ein Hotelier aus dem Raum Ebersberg wurde vom Amtsgericht München wegen Subventionsbetrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Er hatte kurz vor dem gewinnbringenden Verkauf seines Hauses Corona-Fördergelder in fünfstelliger Höhe beantragt.

Robbie Williams will unter die Hoteliers gehen. Der Popstar plant eine globale Hotelkette mit integrierten Showbühnen, um Beherbergung und Live-Entertainment zu verknüpfen – inspiriert von überteuerten Frühstückspreisen in den USA.

Mit den Worten «Ich will sterben» zeigte ein Mann in einem Restaurant in Bielefeld eine scharfe Handgranate – und forderte Wodka. Bei seiner Festnahme wurde er schwer verletzt. Im Prozess hat der Angeklagte am ersten Tag geschwiegen.

Das Hotel Bareiss feiert sein 75-jähriges Bestehen und ehrt im Morlokhof zahlreiche Mitarbeiter für bis zu 35 Jahre Betriebstreue. Die Inhaberfamilie sowie Vertreter von IHK und Politik betonen die Bedeutung langjähriger Arbeitsverhältnisse

Bunt, modern, emotional: Das neue Wiesn-Plakat wurde hochgelobt - und sorgt nun für Wirbel. Warum der Künstler jetzt sogar Anfeindungen im Netz erlebt – und was die Stadt dazu sagt.

Nach dem mutmaßlichen Verschwinden und dem sexuellen Missbrauch eines Mädchens aus dem südbadischen Erlebnisbad Rulantica erheben die Eltern Vorwürfe gegen den Europa-Park.

Vor vier Jahren warf Gil Ofarim einem Hotelmitarbeiter vor, ihn aus antisemitischen Gründen nicht einchecken lassen zu haben. Die Vorwürfe waren erfunden. Nun äußert sich der Mitarbeiter erstmals.

Er kam als umstrittenster Thronanwärter - und geht als König: Musiker Gil Ofarim hat trotz aller kontroversen Diskussionen um seine Person das RTL-Dschungelcamp gewonnen. Der 43-Jährige erhielt am späten Abend die meisten Stimmen der Zuschauer.

Lecker oder gewöhnungsbedürftig? Ein Känguru-Chili in der Uni-Mensa in Erlangen spaltet die Meinungen – und bringt sogar Buchautor Marc-Uwe Kling ins Gespräch.