Herztod beim Sex auf Geschäftsreise ist Arbeitsunfall

| War noch was…? War noch was…?

Ein französisches Berufungsgericht hat entschieden, dass der Tod eines Mannes beim Sex auf einer Geschäftsreise als „Arbeitsunfall“ einzustufen ist. Der Sicherheitstechniker verstarb während einer Geschäftsreise in Nordwestfrankreich, nachdem er Geschlechtsverkehr mit einer unbekannten Frau hatte.

Wie „euronews“ berichtet, wies das Bauunternehmen TSO, bei dem der Sicherheitstechniker angestellt war, zunächst jede Haftung ab, da der Vorfall außerhalb der Arbeitszeit und nicht im reservierten Hotelzimmer des Mannes stattfand. Die gesetzliche Krankenkasse argumentierte jedoch, dass es sich um einen Arbeitsunfall handle, und der Arbeitgeber für die Entschädigung verantwortlich sei.

TSO behauptete vor dem Berufungsgericht in Paris, dass der Tod nicht auf die Arbeit zurückzuführen sei, sondern auf die außereheliche Beziehung des Mitarbeiters. Der Mitarbeiter habe „wissentlich seine Dienstreise aus einem von persönlichem Interesse geleiteten Grund, unabhängig von seiner Beschäftigung, unterbrochen“, und sei eine „ehebrecherische Beziehung mit einer völlig Fremden“ eingegangen.

Das Pariser Berufungsgericht urteilte jedoch zugunsten der Krankenkasse, da der Tod während der Geschäftsreise geschah und somit als Arbeitsunfall anzusehen sei. Ein Gerichtssprecher erklärte gegenüber „euronews“, dass sich die Arbeitszeit während einer Geschäftsreise auch auf die Nacht erstrecke und der Arbeitnehmer weiterhin dem Arbeitgeber unterstellt sei, es sei denn, er unterbreche eine Tätigkeit, die nicht zum Alltag gehöre. Das Gericht betonte zudem, dass Sex als „Teil des täglichen Lebens“ angesehen werden könne und der Unfall trotz des Ortswechsels im Bereich der Autorität des Arbeitgebers stattfand.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sie gilt als eines der Wahrzeichen des Hamburger Hafens: Die «Cap San Diego». Der Anfang der 1960er-Jahre gebaute Stückgutfrachter ist ein maritimes Denkmal, das inzwischen auch als schwimmendes Hotel dient. An seinem Erhalt beteiligt sich der Bund.

Ein Mädchen wird aus dem Erlebnisbad Rulantica in Südbaden gelockt und missbraucht. Nun ist der Täter verurteilt worden. Zurück bleiben Albträume und viel Kritik am größten deutschen Freizeitpark.

Rechnungen erst mal nicht zu bezahlen, hat dem Schauspieler schon in Österreich Ärger vor Gericht eingehandelt. Jetzt ist in München ein Strafbefehl rechtskräftig geworden.

Der Trend zur Humanisierung erreicht den Napf: Das neue YouTube-Format „Dog’s Kitchen“ mit TV-Koch Mike Süsser beleuchtet die Parallelen zwischen moderner Gastronomie und hochwertiger Tiernahrung.

Wenige Hotels in Dubai sind so bekannt - und teuer - wie das Burj al Arab. Jetzt kommt es dort im Zuge der Eskalation in der Region zu einem Brand. Das Medienbüro spricht von einem «kleinen» Vorfall.

Entführte Kinder, verfeindete Ex-Ehepartner, angeklagte Promis und frühere Geheimdienstler: Viele Details im Fall Block klingen wie ein übertriebener Krimi. Wie geht der Hamburger Prozess nun weiter?

Ein Hotelgast hat beim Duschen einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wegen der ausgiebigen und heißen Dusche rückten fünf Feuerwehrfahrzeuge und 28 Einsatzkräften an.

Sieben Streifenwagen, ein gestohlenes Taxi und ein Hotelgast auf der Flucht: Was die Polizei zu einer Verfolgungsfahrt zwischen Scharbeutz und Travemünde sagt.

Wegen vorenthaltener Sozialabgaben in Höhe von 98.000 Euro wurden die Inhaberin und der Geschäftsführer eines Freiburger Restaurants zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die Ermittlungen des Zolls deckten die jahrelangen Falschmeldungen auf.

Ein jahrelanger Rechtsstreit um ein kostenloses Zimmer im New Yorker Hotel endet mit einer Verurteilung wegen Betrugs. Ein Gast nutzte eine Gesetzeslücke von 1969, um über fünf Jahre mietfrei zu wohnen und zeitweise das Eigentum am gesamten Hotel zu beanspruchen.