In Hamburg gestrandeter Inder wird langsam ungeduldig

| War noch was…? War noch was…?

Nachdem er seit fast zwei Monaten in einem Hamburger Hotel gestrandet ist, wird der indische Geschäftsmann Pratap Pillai allmählich ungeduldig. «Ich bin seit Wochen in einem fremden Land», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Sein Heimatland habe sich wegen Corona abgeschottet. Mehrmals habe er die Indische Botschaft für eine Rückkehr kontaktiert - bisher ohne Erfolg.

Dass nun durch die Corona-Lockerungen mehr Touristen in das Hotel Europäischer Hof kommen könnten, sieht Pillai mit gemischten Gefühlen. «Die Pandemie ist noch nicht vorbei», gibt der 45-Jährige zu Bedenken. Um nicht länger als nötig in der Hansestadt zu bleiben, wolle er eine Ansteckung mit dem Virus um jeden Preis vermeiden.

Der Fall erinnert an den eines Deutschen, der zwei Monate lang im Transitbereich des Flughafens der indischen Hauptstadt Neu Delhi gelebt hat. Dieser hatte die Rückreisemöglichkeiten der deutschen Bitschaft jedoch ignoriert, da er in Deutschland Strafvervolgung befürchtete (Tageskarte berichtete). 

Ab Mittwoch können Hamburger Hotels wieder touristische Gäste empfangen. Es gelten weiterhin Vorgaben zum Abstandsgebot und Hygieneregeln. Zudem dürfen zunächst maximal 60 Prozent der Zimmer belegt werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Erfurt werden einem Medienbericht zufolge mehrere italienische Restaurants durchsucht. Ermittler schweigen zu den Hintergründen. Welche Rolle spielt die Mafia-Vermutung?

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder geht es auch immer wieder um die lange Vorgeschichte der Tat. Gab es schon 2022 einen Entführungsversuch? Dazu sagte nun ein Privatdetektiv aus.

Der FC Bayern München verbleibt vor dem Heimspiel gegen Paris Saint-Germain in seinem Stammhotel in Unterschleißheim. Der französische Meister weicht nach Medienberichten auf eine Unterkunft am Schwabinger Tor aus.

Blumen für Christina Block, dann beginnt wieder der Prozessalltag. Wie bewerten Verteidiger und Nebenklage die Aussage eines mutmaßlichen Fahrers bei der Entführung der Kinder?

Nach der Befragung eines mutmaßlichen Fahrers bei der Entführung der Block-Kinder haben Verteidigung und Nebenklage diese Zeugenaussage ganz unterschiedlich bewertet. Es gebe zahlreiche Widersprüche, sagte der Anwalt der Angeklagten Christina Block.

Schlaftourismus boomt weltweit. Statt mit Action oder Sightseeing locken immer mehr Hotels mit erholsamen Nächten bis hin zu medizinischen Schlaf-Retreats. Je erholsamer die Nächte, desto schöner der Urlaub: Die Erfolgsformel ist simpel. Die Zielgruppe ist riesig.

Für unzählige Frauen in Ägypten sind Reisen allein völlig normal. Als eine Journalistin trotzdem kein Hotelzimmer allein buchen kann, zieht sie vor Gericht - und hat schließlich Erfolg.

Vom Handwerker-Ausweichquartier zu einem der berühmtesten Vergnügungsviertel der Welt: Die Hamburger Reeperbahn hat in 400 Jahren einiges an Wandel erlebt. Grund genug, sich dafür zu feiern.

Nach dem tödlichen Vorfall mit einer vergifteten Champagnerflasche hat das Landgericht Weiden den Angeklagten freigesprochen. Die Beweislage reichte der Strafkammer für eine Verurteilung nicht aus.

Unbekannte haben in München ein israelisches Restaurant angegriffen. Die Polizei verspricht nun eine Belohnung von 5.000 Euro für entscheidende Zeugenhinweise – und geht einer neuen Spur nach.