Nach Chicken-Nugget-Unfall: McDonald’s muss 800.000 Euro an Familie zahlen

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Weil sich ihre vierjährige Tochter an einem Chicken McNugget verbrannt hatte, hat ein Geschworenengericht in Broward County (Florida) der Familie jetzt Schadensersatz in Höhe von 800.000 Dollar zugesprochen. Ursprünglich hatte die Familie 15 Millionen Dollar gefordert, weil das Unternehmen nicht ausreichend vor den Gefahren von heißem Essen gewarnt habe.

Laut Express ereignete sich der Vorfall, als die Mutter an einem Drive-In-Schalter eine Sechser-Box Chicken McNuggets im Rahmen eines Happy Meals für ihre damals vierjährige Tochter bestellte. Als sie das Essen auf die Rückbank reichen wollte, fiel ein Nugget herunter und verursachte Verbrennungen zweiten Grades am Bein des Kindes. Die Familie argumentierte während des Prozesses, dass die Temperatur der Speisen nicht angemessen gewesen sei und die Mitarbeiter unzureichend in der Zubereitung der Nuggets geschult waren.

McDonald's wies die Vorwürfe zwar zurück, doch das Geschworenengericht entschied letztendlich zugunsten der Familie. McDonald's habe die Kunden tatsächlich nicht ausreichend über die Risiken heißer Lebensmittel informiert, urteilten die Geschworenen. Eine Fahrlässigkeit seitens der Mitarbeitenden in der betroffenen Filiale wurde jedoch nicht festgestellt.

Die Mutter der verletzten Tochter äußerte sich zufrieden über das Urteil. Auch die Anwälte der Familie erklärten, dass das Urteil verdeutliche, dass Unternehmen wie McDonald's für ihre Handlungen haftbar gemacht werden müssen.

McDonald's selbst äußerte sich in einer Stellungnahme kritisch zum Urteil. „Dies war ein unglücklicher Vorfall, aber wir sind mit dem Urteil nicht einverstanden“, wird der Fast-Food-Riese im Bericht zitiert.


 

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