Nach Chicken-Nugget-Unfall: McDonald’s muss 800.000 Euro an Familie zahlen

| War noch was…? War noch was…?

Weil sich ihre vierjährige Tochter an einem Chicken McNugget verbrannt hatte, hat ein Geschworenengericht in Broward County (Florida) der Familie jetzt Schadensersatz in Höhe von 800.000 Dollar zugesprochen. Ursprünglich hatte die Familie 15 Millionen Dollar gefordert, weil das Unternehmen nicht ausreichend vor den Gefahren von heißem Essen gewarnt habe.

Laut Express ereignete sich der Vorfall, als die Mutter an einem Drive-In-Schalter eine Sechser-Box Chicken McNuggets im Rahmen eines Happy Meals für ihre damals vierjährige Tochter bestellte. Als sie das Essen auf die Rückbank reichen wollte, fiel ein Nugget herunter und verursachte Verbrennungen zweiten Grades am Bein des Kindes. Die Familie argumentierte während des Prozesses, dass die Temperatur der Speisen nicht angemessen gewesen sei und die Mitarbeiter unzureichend in der Zubereitung der Nuggets geschult waren.

McDonald's wies die Vorwürfe zwar zurück, doch das Geschworenengericht entschied letztendlich zugunsten der Familie. McDonald's habe die Kunden tatsächlich nicht ausreichend über die Risiken heißer Lebensmittel informiert, urteilten die Geschworenen. Eine Fahrlässigkeit seitens der Mitarbeitenden in der betroffenen Filiale wurde jedoch nicht festgestellt.

Die Mutter der verletzten Tochter äußerte sich zufrieden über das Urteil. Auch die Anwälte der Familie erklärten, dass das Urteil verdeutliche, dass Unternehmen wie McDonald's für ihre Handlungen haftbar gemacht werden müssen.

McDonald's selbst äußerte sich in einer Stellungnahme kritisch zum Urteil. „Dies war ein unglücklicher Vorfall, aber wir sind mit dem Urteil nicht einverstanden“, wird der Fast-Food-Riese im Bericht zitiert.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die IST-Hochschule für Management stellt am 24. Februar 2026 ihr flexibles Fernstudienmodell in einer Online-Infoveranstaltung vor. Das Angebot umfasst Details zu Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Informationen zur Vereinbarkeit von Studium und Beruf.

Vom NDW-Star zum Hotelier: Der Sänger Markus Mörl (Ich will Spaß) übernimmt gemeinsam mit seiner Familie ein Landhotel in Assmannshausen am Rhein. Die Dokumentation „Raus aufs Land“ zeigt ab Ende Januar, mit welchen finanziellen und baulichen Hürden der Künstler bei seinem Branchenwechsel zu kämpfen hat.

Zwischen Mehlstaub und Stoppuhr arbeitet Lilly Jahn aus Frankfurt jedes Wochenende an ihrem großen Ziel: der Bäcker‑Weltmeisterschaft in Taipeh. Ihr größter Gegner? Die Zeit.

Tränen, verzweifelte Großeltern und ein Angeklagter, der seine Einlassung in einem wichtigen Punkt korrigiert. Der 34. Tag im Block-Prozess war wieder voller Emotionen und überraschender Wendungen.

Acht Kegelbrüder aus dem Münsterland sollen nach einem Brand auf Mallorca für sieben Jahre ins Gefängnis. Ihnen wird vorgeworfen, vom Balkon ihrer Hotelzimmer brennende Zigaretten und Alkohol auf das Schilfdach einer Kneipe geworfen zu haben, das in Brand geriet.

Nach der Entführung der Block-Kinder wurde zeitweise auch gegen Steakhaus-Unternehmer Eugen Block ermittelt. Durch eine Zeugenvernehmung könnte die Rolle des Großvaters wieder in den Fokus rücken.

Am Anfang der Urlaubswoche reißt sich eine Frau auf der Piste das Kreuzband, die Rückreise erfolgt erst Tage später. Warum sie laut einem Urteil dennoch fast die ganzen Hotelkosten zurückbekommt.

Großeinsatz in der Oldenburger Innenstadt: Ein Mann verbarrikadierte sich in einem Hotelzimmer. Die Polizei verhandelte - mit Erfolg.

Reiner «Calli» Calmund ist Geschichte, Joachim Llambi die Zukunft: Die Jury von «Grill den Henssler» wird umgebaut. Neben dem bissigen Tanz-Juror bringt ein Sternekoch kulinarische Expertise ein.

Großeinsatz in der Oldenburger Innenstadt: Ein Mann hat sich zeitweise in einem Hotelzimmer im niedersächsischen Oldenburg verschanzt. Die Einsatzkräfte überredeten den Mann nach einiger Zeit jedoch zum Aufgeben.