Urlauber kratzt Namen in Kolosseum in Rom - Minister empört

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Ein Tourist hat in dem berühmten Kolosseum in Rom eine Mauer zerkratzt. Der junge Mann ritzte mit einem Schlüssel den Namen seiner Freundin in das Mauerwerk, wie auf Videos, die am Montag in den sozialen Medien kursierten, zu sehen war. Ein anderer Besucher des bei Touristen sehr beliebten Amphitheaters im Herzen der italienischen Hauptstadt filmte die Tat. In den sozialen Medien reagierten viele User verärgert.

Der italienische Kulturminister, Gennaro Sangiuliano, zeigte sich empört und verurteilte die Kritzelei aufs Schärfste. «Es ist sehr ernst, unwürdig und ein Zeichen für große Kulturlosigkeit, dass ein Tourist einen der berühmtesten Orte der Welt, ein historisches Erbe, verunstaltet», sagte er am Montag laut einer Mitteilung. Sangiuliano hoffe, dass der Mann identifiziert und bestraft wird.

Dem Mann könnte eine saftige Strafe drohen. Vor einigen Jahren musste etwa bereits ein russischer Tourist, der etwas in eine Wand im Kolosseum geritzt hatte, eine Geldbuße in Höhe von 20 000 Euro zahlen. Sollte der noch unbekannte Tourist aufgespürt werden, könnte ihm nach Medienberichten eine ähnlich hohe Strafe winken.

Das rund 2000 Jahre alte römische Wahrzeichen gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Italien und gilt als das Symbol der Ewigen Stadt. Es wurde im 1. Jahrhundert nach Christus erbaut und gilt als das größte Amphitheater der Welt. In ihm fanden im antiken Rom Gladiatorenrennen sowie teils grausame und brutale Kämpfe statt. Das Kolosseum zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an. (dpa)


 

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