Würzburger Hotelchefin appelliert an Gäste: „Respektlosigkeit ist ein No-Go“

| War noch was…? War noch was…?

Das Schlosshotel Steinburg in Würzburg hat in einem öffentlichen Videobeitrag auf Instagram auf respektloses Verhalten mancher Gäste aufmerksam gemacht. Hotelchefin Kerstin Bezold schilderte darin Situationen der vergangenen Wochen, in denen Mitarbeiter ihres Hauses von Gästen beleidigt oder angeschrien worden seien.

„Das, was wir hier die letzten Wochen erlebt haben, hat mit ‚schön‘ absolut nichts zu tun“, so Bezold in dem Beitrag. Besonders betroffen sei die Rezeption, die Bezold als „ersten Prellbock“ bezeichnete. Dort würden Mitarbeitende häufig den Unmut von Gästen abbekommen – etwa, wenn das Restaurant ausgebucht sei, das gebuchte Zimmer nicht den Vorstellungen entspräche oder einzelne Klauseln der AGB Anlass zur Kritik gäben.

Mitarbeitende „in Tränen aufgelöst“

Laut dem Hotel hatte die Situation spürbare Auswirkungen auf das Team. Mehrfach seien Mitarbeitende „in Tränen aufgelöst“ gewesen und hätten über Kündigungen nachgedacht. Auch Auszubildende seien angeschrien und Servicekräfte beschimpft worden.

„Respektlosigkeit ist in meinen Augen ein No-Go“, stellte Bezold klar. Die Hotelleiterin betonte zugleich, dass ihr Haus Gastgeber aus Leidenschaft sei und über 100 Mitarbeitende beschäftigt, „die sich auf die Gäste freuen“. Neben der Zufriedenheit der Gäste sei jedoch auch der respektvolle Umgang mit dem Personal unverzichtbar.

Positive Reaktionen, aber auch Kritik

Der Videobeitrag löste zahlreiche Reaktionen aus. Viele Nutzerinnen und Nutzer äußerten Zustimmung und lobten die deutlichen Worte. Kommentare wie „Nicht nur in der Gastronomie, sondern in allen Dienstleistungsgewerben ist man mittlerweile der Schuhabstreifer der Nation“ oder „Das Klima wird einfach rauer“ verdeutlichten, dass das Thema über die Hotellerie hinaus Anklang fand.

Es gab auch kritische Stimmen. Ein Nutzer merkte an, dass er von einem Vier-Sterne-Hotel einen anderen Ton erwarten würde und den öffentlichen Appell nicht für angemessen halte.

Appell für mehr Wertschätzung

Das Hotelteam habe nach eigenen Angaben intensiv abgewogen, ob das Video veröffentlicht werden solle. Angesichts der jüngsten Vorfälle habe man sich jedoch dafür entschieden, klar Stellung zu beziehen. Bezold bezeichnete das Video als „Aufruf zum Thema Respekt, Achtung und Wertschätzung für all die Menschen, die am Menschen arbeiten“.

Das Schlosshotel Steinburg kündigte zudem an, seine Mitarbeitenden weiterhin im Umgang mit schwierigen Situationen zu schulen und ihnen den Rücken zu stärken.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Magazin Time Out hat den besten Burger der Welt gekürt. Platz eins geht an ein Restaurant in Tokio, gefolgt von Betrieben in Kapstadt und Madrid.

Nach einem Fahrzeugbrand in der Tiefgarage des Steigenberger Hotels Petersberg in Königswinter musste das Gebäude vorsorglich geräumt werden. Der Hotelbetrieb konnte noch am selben Abend wieder aufgenommen werden.

Ein Hakenkreuz aus veganem Hack sorgt beim AfD-Landesparteitag für Aufregung. Aktivisten hatten sich für die Aktion heimlich in ein Hotel eingebucht. Die Parteiführung reagiert empört.

Ein 37-jähriger Hotelangestellter auf Kreta gerät ins Visier der Ermittler: Verdacht auf Terror-Ausbildung, Sprengstoffpläne und Verbindungen nach Zypern. Was steckt dahinter?

Wer trug Verantwortung beim Inferno von Crans-Montana? Das Betreiberpaar muss sich gemeinsam Fragen stellen – auch zu fehlenden Kontrollen und verschlossenen Fluchtwegen.

Nach dem Diebstahl von drei Pizzen in Gau-Odernheim verfolgten ein Zeuge und der Wirt die mutmaßlichen Täter. Die Polizei stoppte das Fluchtfahrzeug wenig später und stellte weitere mutmaßliche Verstöße des Fahrers fest.

Das Kärntner Weingut Lenzbauer.wine hat 300 Weinflaschen in der Veldener Bucht des Wörthersees versenkt. Die Weine sollen dort ein Jahr lang in rund 30 Metern Tiefe unter Wasser reifen.

in Hotel in Bayern hat eine Buchung aus Israel mit einer antisemitischen Begründung abgelehnt. Nach Kritik entschuldigte sich das Hotel in der Oberpfalz per E-Mail bei dem Gast und lud diesen zu einem kostenlosen Urlaub ein.

Eine Frau aus Virginia fordert 1,5 Millionen US-Dollar Schadenersatz von Outback Steakhouse. Sie gibt an, in einer Filiale auf verschüttetem Kartoffelpüree ausgerutscht zu sein und dabei schwere Verletzungen erlitten zu haben.

Nach dem Tod eines baden-württembergischen Touristen am Gardasee hat die Rechtsmedizin in Deutschland eine Leichenschau durchgeführt. Berichten zufolge hatte der Mann über starke Beschwerden geklagt, nachdem er in einem Restaurant Fisch gegessen hatte.