Zerstückelter Koch: Vier Jahre Haft für Angeklagten

| War noch was…? War noch was…?

Im Prozess um einen getöteten und zerstückelten Koch aus Köln ist der Angeklagte am Mittwoch zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Da der Mann bereits zwei Jahre und acht Monate in Untersuchungshaft verbracht hat, setzte das Gericht die Reststrafe zur Bewährung aus. Der Haftbefehl wurde aufgehoben, der 39 Jahre alte Chinese kam nach der Urteilsverkündung auf freien Fuß. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Revision ist zugelassen.

Bei der Entscheidung vom Mittwoch handelt es sich um das insgesamt dritte Urteil des Kölner Landgerichts in dem Fall (Tageskarte berichtete). Im Januar 2019 war der Spezialitätenkoch in einem Indizienprozess wegen Totschlags zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden, im Februar 2020 erging in einem Revisionsprozess ein Urteil zu viereinhalb Jahren Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Beide Urteile hielten Überprüfungen des Bundesgerichtshofs (BGH) jedoch nicht stand. Die Karlsruher Richter verwiesen das Verfahren jeweils zurück ans Kölner Landgericht.

Laut Urteil hatte der angeklagte Spezialitätenkoch im Sommer 2016 seinen Kollegen aus «Zorn und Rache für erlittene Demütigungen» im Streit getötet. Anschließend zerteilte der Chinese die Leiche, um Spuren zu verwischen. Das Gericht wertete dies als «schimpflichen Umgang mit einer Leiche». Den Torso entsorgte der 39-Jährige im Rhein, Schädel und Extremitäten in einem Wald. Die Leichenteile wurden im Sommer 2016 und im Frühjahr 2017 jeweils von Kindern gefunden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für den bereits seit Anfang 2001 geschlossenen Hamburger Fernsehturm gibt es erstmals einen konkreten Terminplan: Der im Volksmund Tele-Michel genannte Turm soll ab der zweiten Jahreshälfte 2031 wieder für Besucher öffnen.

Auch in diesem Jahr stellte das aja Resort Garmisch-Partenkirchen wieder einen festlich geschmückten Wunschbaum im Foyer auf – mit Weihnachtswünschen von rheumakranken Kindern, die im Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie behandelt wurden.

Der Chef einer Sicherheitsfirma, der die Entführung der Block-Kinder organisiert haben soll, sagt im Gericht aus. Die Richterin will wissen: Wer zahlte für die Unterbringung im Luxushotel der Familie?

Nach einem Brand im Augsburger Hotelturm am 3. Dezember 2025, bei dem ein Bewohner und ein Feuerwehrmann verletzt wurden, ist ein 32-jähriger Tatverdächtiger wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung in Untersuchungshaft genommen worden. Ursprünglich wurde von einem technischen Defekt ausgegangen.

Ohne Coca-Cola gäbe es gar keinen Weihnachtsmann, behaupten manche. Warum sein Ursprung nichts mit dem US-Getränkehersteller zu tun hat und bei der Optik ein Pfälzer seine Finger im Spiel hatte.

Die aktuelle Mannschaft der Forschungsstation Neumayer III kann sich auf Hochrippe vom Rind mit Sauce béarnaise, Marktgemüse und Herzoginkartoffeln freuen. Das sagt der Koch, Thorben Koeppen, der ein Jahr lang auf Station gekocht und viele besondere Momente erlebt hat.

McDonald's hat einen mit KI hergestellten Reklamespot nach heftiger internationaler Kritik zurückgezogen. Der Spot erweckt den Eindruck, dass er in Amsterdam gedreht wurde. Doch in Wahrheit war er mit KI am Computer hergestellt worden.

Der mutmaßliche Chef der Entführer widerspricht als Zeuge zentralen Äußerungen von Christina Block. Er berichtet von einer Lagebesprechung und einem besonderen Teddy.

Die Mook-Gruppe, die hochwertige Restaurants wie Zenzakan, Ivory Club, Mon Amie Maxi und das M-Steakhouse betreibt, hatte es jüngst mit Gästen zu tun, die, ohne zu bezahlen, die Restaurants verließen. Da die Fahndung der Polizei ergebnislos blieb, nahmen die Gastronomen die Sache selbst in die Hand – mit Erfolg.

Fast fünf Monate nach Beginn des Block-Prozesses ist überraschend der mutmaßliche Kopf der Entführer als Zeuge beim Landgericht Hamburg erschienen. Für seine freiwillige Aussage sicherten ihm die Ermittlungsbehörden sicheres Geleit zu.