Zu viel Salz - Rezeptur für Baguettes in Frankreich geändert

| War noch was…? War noch was…?

Die Rezeptur für Baguettes enthält in Frankreich seit Oktober weniger Salz. Eine Maßnahme, um gegen den übertriebenen Konsum von Salz mit der Gefahr von Bluthochdruck und Herzkreislauferkrankungen vorzugehen, wie der Bäckereiverband des Landes mitteilte. Ziel sei es, den Salzgehalt in der gesamten Ernährung der Menschen in Frankreich zu verringern. Brot, das in der französischen Ernährung eine wichtige Rolle spiele, sei für 20 Prozent der täglichen Salzzufuhr verantwortlich.

Konkret wird der Salzgehalt pro 100 Gramm Baguette und anderen hellen Brotsorten von 1,5 auf 1,4 Gramm reduziert, bei Sorten wie etwa Vollkorn- oder Sauerteigbroten sinkt der Gehalt von 1,4 auf 1,3 Gramm, wie der Verband mitteilte. Im vergangenen Jahr gab es bereits eine erste Senkung des Salzgehaltes bei Brot. Eine Überprüfung habe ergeben, dass 82 Prozent der Brote die Obergrenze für Salz einhielten. Nun sollen erneut 339 Produkte aus allen Ecken Frankreichs untersucht werden, um zu überprüfen, wie es mit dem Salzgehalt steht.

Auch wenn der Verzicht auf ein klein wenig Salz im Brot für den Laien simpel wirkt, ist dies für die Backbranche eine Herausforderung, wie der Bäckereiverband betonte. Salz dient nämlich nicht nur dem Geschmack, sondern hat auch einen Einfluss auf die Teigeigenschaft, die Brotqualität, das Volumen, die Farbe und die Haltbarkeit. Es gebe aber alternative Lösungen - zum Beispiel aktive Hefe, um die Salzreduktion zu kompensieren, erklärte der Verband.

In Deutschland wurde zwar Ende 2018 eine nationale Strategie zur Reduzierung des Salzgehalts in verarbeiteten Produkten ins Leben gerufen, strikte Grenzwerte für die Backbranche gibt es aber nicht. Als eine Antwort auf eine Salzreduktion sehen Bäcker in Deutschland auch den Einsatz von Sauerteig, dieser ist in Frankreich aber weniger geläufig. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Bei einem Brand in einem Schnellrestaurant in Ludwigsburg sind fünf Menschen leicht verletzt worden. Angestautes Fett in der Dunstabzugshaube sei in Brand geraten, teilte die Polizei mit.

In einem Hotel in München-Neuperlach sind rund 200 Gäste wegen eines Brandes evakuiert worden. Ein Mann wurde laut Polizei leicht verletzt, das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

Noch keine Rettungsschwimmer am Strand, starke Strömung, dramatische Szenen: Wie ein deutscher Urlauber bei dem Versuch, Leben zu retten, selbst ums Leben kam.

Acht Ordensfrauen kehren nach einer Wallfahrt im Dönerladen ein. Für Schwester Irmingard wird es mit über 90 Jahren eine Premiere – und im Netz ein Millionenhit.

Der Möbelkonzern Ikea hat gemeinsam mit Chupa Chups einen limitierten Köttbullar-Lolli angekündigt. Nach Angaben des Unternehmens geht die Idee auf einen Aprilscherz vom 1. April in sozialen Netzwerken zurück.

Beim GastroFrühling 2026 des DEHOGA Bayern haben Teilnehmer im Hippodrom-Festzelt auf dem Münchner Frühlingsfest erneut eine öffentliche Geste gegenüber Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gezeigt. Rund 2.500 Gäste aus Gastronomie und Hotellerie zogen den Hut vor dem Politiker. Es ging auch um aktuelle Herausforderungen der Branche.

Beim Berlin Firefighter Stairrun im Park Inn Berlin Alexanderplatz haben 802 Teilnehmer aus elf Ländern 770 Stufen in voller Ausrüstung bewältigt. Das schnellste Team kam aus Polen.

Die Kaulitz-Brüder von Tokio Hotel erzählten in ihrem Podcast von einer ausgearteten Aftershow-Party in einem Hotel im Europa-Park. Eine Woche später stellen sie die Situation nun etwas anders dar.

Eine vierköpfige Familie stirbt an einer Vergiftung, laut Gutachten durch Insektizide im Hotelzimmer. Nun stehen sechs Angeklagte vor Gericht - und weisen die Schuld strikt von sich.

Wegen seiner Krebserkrankung bleibt der wegen Steuerhinterziehung und Insolvenzverschleppung verurteilte Star-Koch Alfons Schuhbeck weiter auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft München I hat entschieden, die Unterbrechung der Haft bis mindestens zum vierten September zu verlängern.