Änderungskündigung: Was steckt dahinter?

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Möchte der Arbeitgeber bestehende Konditionen des Arbeitsvertrags ändern, bietet er Beschäftigten unter Umständen eine Änderungskündigung an. Das ist immer dann der Fall, wenn das Unternehmen die angestrebte Anpassung nicht auf andere Weise erreichen kann, wie das Fachportal «Haufe.de» schreibt. 

Änderungskündigungen sind gesetzlich geregelt: Der Arbeitgeber beendet dabei mittels einseitiger Erklärung das Arbeitsverhältnis und bietet gleichzeitig an, es mit zu veränderten Bedingungen fortzusetzen. 

Wichtig: Lehnt man das Angebot als Arbeitnehmer ab, bleibt es bei der Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Stimmen Beschäftigte hingegen zu, gelten die neuen Arbeitsbedingungen laut «Haufe.de» nach Ende der Kündigungsfrist.

Direktionsrecht mit Grenzen

Eine Änderungskündigung ist den Infos zufolge aber nur dann zulässig, wenn der Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen nicht ohnehin durch sein Direktionsrecht ändern könnte. Mit dem Direktions- oder Weisungsrecht kann der Arbeitgeber innerhalb des arbeitsvertraglichen und gesetzlichen Rahmens den Inhalt, den Ort und Zeit der Arbeitsleistung bestimmen. 

Dieses Recht hat aber Grenzen. Dem Fachportal zufolge dürfen wesentliche Elemente des Arbeitsvertrags, etwa das Arbeitsentgelt, nicht einseitig zum Nachteil des Arbeitnehmers verändert werden. Ein Unternehmen kann einer Mitarbeiterin also zum Beispiel nicht einfach eine andere Position mit geringerer Entlohnung zuweisen. Genau hier kommt die Änderungskündigung ins Spiel.

Auch eine Änderungskündigung muss aber sozial gerechtfertigt sein. Das heißt: Die Änderung der Arbeitsbedingungen muss aus persönlichen, verhaltensbedingten oder betriebsbedingten Gründen unvermeidbar sein. Wer der Meinung ist, eine Änderungskündigung ist unwirksam, kann gerichtlich dagegen vorgehen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Auszubildende Köche und Köchinnen haben bei den Niedersächsischen Jugendmeisterschaften ihr Können unter Beweis gestellt und dabei auch die Ausbilder überrascht. Die Motivation für die Teilnahme an dem Wettbewerb ging bei den einzelnen Teilnehmern weit auseinander.

In Darmstadt haben sich Nachwuchskräfte des Gastgewerbes bei den 42. Hessenmeisterschaften des DEHOGA Hessen gemessen. 18 Auszubildende traten im Finale in den Bereichen Küche, Service und Hotelfach an.

In Göttingen sind die Landesmeister der niedersächsischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe ermittelt worden. 30 Auszubildende aus zehn Berufsschulen traten in Theorie und Praxis gegeneinander an. Drei Siegerinnen vertreten Niedersachsen nun bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mainz.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern in Deutschland ist 2025 auf 252 Stück gestiegen. Trotz sinkender Hennenbestände konnte die heimische Produktion durch eine höhere Legeleistung stabil gehalten werden.

Wer von der Firma ein Fahrrad gestellt bekommt, muss dafür in der Regel auf einen Teil seines Bruttolohns verzichten. Und das ist noch nicht alles. Echte Diensträder indes sind eher selten.

Rund 7,7 Millionen Menschen – knapp jeder fünfte Arbeitnehmer – verdienten im vergangenen Jahr weniger als 15 Euro brutto pro Stunde. Besonders betroffen zeigt sich das Gastgewerbe, in dem über 1,1 Millionen Beschäftigte unter dieser Marke liegen.

Die vierte Premier Inn-Schlafstudie offenbart eine deutliche Zunahme von Einschlafproblemen bei Männern und ein wachsendes Nord-Süd-Gefälle bei der nächtlichen Ruhezeit der Deutschen.

Zehntausende Urlauber können nicht zur Arbeit, weil sie im Nahen Osten noch auf eine Gelegenheit zur Rückreise warten. Bezahlt werden Sie nicht. Gibt es wenigstens staatliche Unterstützung?

Die Mittagspause in Deutschland schrumpft: Laut einer neuen Compass-Studie nehmen sich immer weniger Beschäftigte Zeit für eine Hauptmahlzeit, während der Stresspegel steigt. Die Ergebnisse verdeutlichen eine wachsende Schere zwischen dem Wunsch nach Erholung und der betrieblichen Realität.

Düsseldorf meldet für 2025 einen neuen Übernachtungsrekord von 5,67 Millionen. Während die Internationalisierung und das Messegeschäft boomen, kämpft die Hotellerie trotz Rekordnachfrage mit sinkenden Raten.