Anstieg bei Inlandsreisen erwartet

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Über die Hälfte der Deutschen plant in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine Inlandsreise. Das ergab eine neue Umfrage von SiteMinder. Der SiteMinders Changing Traveller Report 2020 basiert auf einer Umfrage unter 561 deutschen Urlaubern und zeigt: Über 60 Prozent der Deutschen planen noch vor Ende dieses Jahres eine Urlaubsreise im Inland, knapp ein Drittel bereits in den nächsten drei Monaten.

Deutschlands Tourismussektor verzeichnet seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie Verluste in Milliardenhöhe. Doch die Ergebnisse des Changing Traveller Reports machen Hoffnung und zeigen deutlich, wie wichtig die Rolle einheimischer Touristen für die Erholung der Reisewirtschaft ist. Allein in der ersten Jahreshälfte 2019 wurden 82 Prozent der 222,4 Millionen Übernachtungen in deutschen Hotels und Urlaubsunterkünften von Einheimischen gebucht.

Das starke Interesse deutscher Touristen am Heimaturlaub ist eine gute Möglichkeit für die nationale Tourismusbranche, sich schneller als gedacht von der Krise zu erholen, denkt auch Clemens Fisch, Regional Director für die DACH-Region bei SiteMinder:

„Die zahlreichen, kurzfristigen Buchungen einheimischer Touristen sind für deutsche Hoteliers ein Hoffnungszeichen. Bei vielen Hotelbetrieben machen derzeit die Juni-Reservierungen 25 Prozent aller Buchungsanfragen aus. In Anbetracht des starken Inlandstourismus und der eher geringeren Abhängigkeit von ausländischen Reisenden, wird sich Deutschlands Tourismus wahrscheinlich schneller als dieser vieler anderer europäischer Länder erholen”, sagt Fisch.

Laut der SiteMinder-Umfrage wird das deutsche Tourismusgeschäft in den Bereichen B&B und Ferienvermietung besonders stark zunehmen. 7,49 Prozent weniger Deutsche geben für den Urlaub nach dem COVID-19-Ausbruch große Hotelketten und Ferienanlagen als ihre bevorzugte Urlaubsunterkunft an – zugunsten kleinerer Anbieter.

Die Möglichkeit, Reservierungen frei zu ändern oder zu stornieren, steht ganz oben auf der Checkliste deutscher Reisenden, wenn es um die Buchung ihrer nächsten Urlaubsunterkunft geht. Hinzu kommen noch ausreichende Hygiene- und Schutzmaßnahmen, wobei die Höhe des Übernachtungspreises im Vergleich an Relevanz verloren hat.

7 Prozent räumten jedoch ein, dass sie aufgrund der COVID-19-Pandemie zu keinem Zeitpunkt in der Zukunft wieder reisen wollen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Prompten, recherchieren, automatisieren: Wie wichtig wird Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt? Einer repräsentativen Umfrage der IU Internationalen Hochschule in Erfurt zufolge erwarten etwas mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden, dass KI-Kompetenzen wichtige Voraussetzung für den Jobeinstieg werden. 

Das Gastgewerbe verzeichnete im August 2026 laut DATEV ein Umsatzplus von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Löhne stiegen in der Branche.

Viele Bewerber wünschen sich individuelle und zeitnahe Absagen, erleben einer Umfrage zufolge jedoch häufig Standardformulierungen, lange Wartezeiten oder ausbleibende Rückmeldungen. Eine schlechte Absage habe bei 65,0 Prozent zur Folge, dass sie sich nicht erneut bei dem betreffenden Arbeitgeber bewerben würden.

Vor dem Start des Oktoberfests zeigt eine Analyse von Visa, wie stark die Wiesn die Wirtschaft bewegt. Während der Festwochen 2025 stiegen die Ausgaben in München um 30 Prozent gegenüber gewöhnlichen Sommertagen. An Spitzentagen erreichte das Plus fast 70 Prozent.

Wenn es um einen Kunden-, Messe- oder Fortbildungsbesuch, dann brauchen Arbeitnehmer eine Möglichkeit, dort hinzukommen. Doch was, wenn der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu beschwerlich oder nicht machbar ist? Darf der Chef dann verlangen, dass Angestellte ihr eigenes, privates Auto verwenden?

Die Mehrheit der Erwerbstätigen ist laut einer Umfrage bereit, mehr zu arbeiten - sofern die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Zugleich empfindet jeder Zweite die politische Debatte um längere Arbeitszeit als demotivierend.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 um 6,7 Prozent gestiegen. Das Gastgewerbe weist mit 59,6 Fällen je 10.000 Unternehmen eine der höchsten Insolvenzhäufigkeiten auf.

Eine Studie von HolidayCheck zeigt, dass fast ein Drittel der Online-Bewerter bereits den Verlust eigener Rezensionen erlebt hat. Die negativen Erfahrungen hinterlassen spürbare Spuren bei den Verbrauchern.

Überregulierung und Bürokratie belasten nach Einschätzung von Steuerberatern den Mittelstand in Deutschland weiterhin am stärksten. Nach aktuellen Daten des DATEV-Seismografen sehen 83 Prozent der Befragten ihre Mandanten von diesen Hürden betroffen.

Die Sachbezugswerte für Verpflegung sollen 2027 steigen. Für Mittag- und Abendessen sind 4,70 Euro vorgesehen, wodurch unter den steuerrechtlichen Voraussetzungen Essenszuschüsse von bis zu 7,80 Euro möglich werden.