Datev meldet für September 3,1 Prozent Umsatzrückgang im Gastgewerbe

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Die Umsätze im mittelständischen Gastgewerbe sind im September 2026 nach Angaben von Datev gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,1 Prozent gesunken. Zugleich seien die Löhne um 6,5 Prozent gestiegen. Das geht aus dem am 21. Oktober 2026 veröffentlichten Datev Mittelstandsindex hervor. Die Auswertung betrachtet Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland.

Unter den untersuchten Branchen verzeichne das Gastgewerbe damit den geringsten Umsatzrückgang und zugleich den stärksten Lohnanstieg. In allen betrachteten Branchen hätten die Umsätze unter dem Vorjahresniveau gelegen.

Für den Mittelstand insgesamt meldet Datev einen saison- und kalenderbereinigten Umsatzindex von 96,9 Punkten. Gegenüber September 2025 entspreche das einem nominalen Zuwachs von einem Prozent. Im Vergleich zu August 2026 sei der Index dagegen um ein Prozent gesunken. Der aktuelle Monatswert beruht jeweils auf einer Hochrechnung.

Mittlere Unternehmen steigern ihre Umsätze, Kleinstunternehmen verzeichnen dagegen Rückgänge

Die Umsatzentwicklung falle je nach Unternehmensgröße unterschiedlich aus. Mittlere Unternehmen hätten gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 3,2 Prozent erzielt, kleine Unternehmen einen Zuwachs von 2,1 Prozent. Bei Kleinstunternehmen seien die Umsätze hingegen um 4,6 Prozent zurückgegangen.

Der Vorstandsvorsitzende Robert Mayr erklärt: „Der Umsatz bewegt sich nominal seitwärts und liegt damit nahezu auf dem Vorjahresniveau.“ Das saison- und kalenderbereinigte Plus von einem Prozent bleibe angesichts weiter steigender Löhne ein schwaches Signal, so Mayr. Die Unterschiede zwischen Unternehmensgrößen und Branchen zeigten zudem, dass diese Entwicklung nicht alle Teile des Mittelstands gleichermaßen erreiche.

Löhne steigen im Mittelstand stärker als die erfassten Umsätze

Der Lohnindex für den Mittelstand insgesamt liege im September saison- und kalenderbereinigt 5,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Gegenüber dem Vormonat habe er um 0,6 Prozent zugelegt. Datev bezeichnet den Lohnanstieg als weiterhin wesentlichen Kostenfaktor.

Im Gastgewerbe falle der Anstieg mit 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat am stärksten aus. Damit verzeichne die Branche erneut den höchsten Lohnzuwachs unter den betrachteten Wirtschaftszweigen.

Kleine und mittlere Unternehmen bauen Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr ab

Der Beschäftigungsindex sei im September sowohl gegenüber dem Vorjahresmonat als auch gegenüber August 2026 um jeweils 0,2 Prozent gesunken. Auch hier zeigten sich Unterschiede zwischen den Unternehmensgrößen.

In Kleinstunternehmen habe die Beschäftigung gegenüber September 2025 um 0,7 Prozent zugenommen. Kleine Unternehmen verzeichneten dagegen einen Rückgang um 0,2 Prozent, mittlere Unternehmen um 0,5 Prozent. Unter den betrachteten Branchen seien das Baugewerbe und das Verarbeitende Gewerbe mit jeweils 1,1 Prozent am stärksten vom Beschäftigungsrückgang betroffen gewesen.

Der Datev Mittelstandsindex wird seit September 2024 monatlich veröffentlicht und erfasst Umsätze, Löhne und Beschäftigung. Die Daten für den Umsatzindex stammen aus Umsatzsteuervoranmeldungen von mehr als einer Million Unternehmen. Grundlage der Lohn- und Beschäftigungsindizes sind Lohn- und Gehaltsabrechnungen von mehr als acht Millionen Arbeitnehmern.

Die Ausgangsdaten werden nach Angaben von Datev durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte in den Lösungen des Unternehmens für deren Mandanten erstellt und verarbeitet. Für die Auswertung würden sie anonymisiert und zusammengefasst.

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