DEHOGA eröffnet „Campus“ in Calw und investiert 27 Millionen Euro in Ausbildungsqualität

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg investiert massiv in die Zukunft der Branche: Auf dem neuen DEHOGA Campus Calw schafft der Landesverband optimale Bedingungen zum Wohnen, Lernen und zur Freizeitgestaltung für Auszubildende, die dort während ihrer mehrwöchigen Berufsschul-Blockunterrichtsphasen untergebracht sind.

„Die hohe Wohn- und Aufenthaltsqualität, die wir auf unserem DEHOGA Campus bieten, ist ein Signal der Wertschätzung für unsere Nachwuchskräfte“, erklärte DEHOGA-Landesvorsitzender Fritz Engelhardt bei der Eröffnung des DEHOGA Campus am 27. Oktober im Beisein von Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper.

Um den DEHOGA Campus zu errichten, hat der Verband die bisher vom Landkreis betriebenen Schülerwohnheime in Calw (Nordschwarzwald) übernommen. In einem ersten, nunmehr vollendeten Bauabschnitt wurde direkt neben dem Calwer Berufsschulzentrum ein neues Wohngebäude mit komfortablen Zimmern, einem modernen Restaurant und zugehörigen Freizeitbereichen errichtet. 176 Auszubildende können während Blockunterrichtsphasen hier untergebracht werden.

Im Endausbau, der in zwei Jahren fertiggestellt sein soll, bietet der DEHOGA Campus Calw Wohnmöglichkeiten und beste Bedingungen für fast 300 Schülerinnen und Schüler. Insgesamt investiert der DEHOGA in das Projekt 27 Millionen Euro. Der Landkreis Calw zahlt dem DEHOGA zudem in den kommenden 30 Jahren jährlich einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 525.000 Euro. Dank weiterer Zuschüsse des DEHOGA Fördervereins ist die Finanzierung ohne Rückgriff auf Mitgliedsbeiträge möglich.

Mit der Errichtung des DEHOGA Campus Calw setzt der Verband ein deutliches bildungspolitisches Zeichen: „Wir stehen hundertprozentig hinter dem System der Dualen Berufsausbildung und hinter dem Modell der Vollzeit-Blockbeschulung unserer Auszubildenden an gut ausgestatteten, spezialisierten Landesberufsschulen“, betont Fritz Engelhardt. Dieses Modell leiste einen wesentlichen Beitrag zur hohen Ausbildungsqualität im baden-württembergischen Gastgewerbe. „Indem wir als Verband nun optimale Umfeldbedingungen für unsere Azubis auf dem DEHOGA Campus Calw schaffen, stärken wir unser bewährtes Ausbildungssystem und tragen als Verband nachhaltig und langfristig zur Sicherung der Ausbildungsqualität in unserem Bundesland bei“, so Engelhardt zu den Beweggründen für die umfangreiche DEHOGA-Investition.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Inflation in Deutschland hat zum Jahresbeginn 2026 wieder an Fahrt gewonnen. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate im Januar bei 2,1 Prozent. Für das Gastgewerbe zeigt die amtliche Statistik eine spezifische Entwicklung: Das Preisniveau für Speisen in der Gastronomie blieb im Vergleich zum Vormonat stabil.

Nach einer Abmahnung ist das Arbeitsverhältnis nicht immer final zerrüttet. Wer jetzt das Gespräch sucht und eine klare Strategie zeigt, gewinnt in jedem Fall. Was beachtet werden muss.

Präzision am Herd und Souveränität am Gast: Bei den Saarländischen Jugendmeisterschaften 2026 setzte sich der gastronomische Nachwuchs gegen starke Konkurrenz durch. In Spiesen-Elversberg wurden die besten Azubis in den Kategorien Küche, Restaurant und Hotel gekürt.

Zu wenig Lohn, zu lange Arbeitszeit, fehlende Stundenzettel: Nach Erkenntnissen des Zolls verletzen Tausende Arbeitgeber die Vorgaben zum gesetzlichen Mindestlohn. Im Gast- und Hotelgewerbe kam es laut Finanzministerium zu besonders vielen Verstößen.

Sofa, neue Winterjacke oder Restaurantbesuch? Eine Umfrage zeigt, bei welchen Ausgaben sich Verbraucherinnen und Verbraucher besonders beschränken. Lebensmittel sind es nicht.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) unterstützt kleine Betriebe mit dem Kompetenzzentrenmodell und digitalen Werkzeugen bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes. Das Angebot richtet sich an Unternehmen mit bis zu 20 Beschäftigten.

Die Bilanz für Bayerns Gastgewerbe im Jahr 2025 fällt ernüchternd aus: Während die Preise die nominalen Umsätze stützen, sinken die realen Erlöse und die Beschäftigtenzahlen in der gesamten Branche. Nur wenige Sparten wie Campingplätze verzeichnen noch ein echtes Wachstum.

Die deutsche Tourismusbranche vermeldet für das Jahr 2025 einen neuen Übernachtungsrekord von 497,5 Millionen Gästen. Während die Hotellerie leichte Einbußen verzeichnete, boomte insbesondere das Camping-Segment.

Die Vergütungen für angehende Fachkräfte im Gastgewerbe steigen: Mit durchschnittlich 1.229 Euro liegen die dreijährigen Ausbildungsberufe der Branche über dem Gesamtschnitt aller dualen Berufe von 1.209 Euro. Eine Auswertung des DEHOGA beleuchtet zudem die Unterschiede zwischen Handwerk, öffentlichem Dienst und tarifgebundenen Betrieben.

Warnstreiks im öffentlichen Dienst können berufstätige Eltern und Pendler vor Probleme stellen. Wer zu spät kommt, riskiert mehr als nur Ärger. Warum frühzeitige Absprachen wichtig sind.