Dürre zwingt Frankreich zu Ausnahmen bei traditionsreichen Käsesorten

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Wegen der Dürre in diesem Sommer hat Frankreich die strengen Herstellungsregeln für besondere Käsesorten gelockert. Bauern der traditionsreichen Käse Abondance, Beaufort und Comté dürfen ihren Kühen ausnahmsweise auch Futter geben, das weiter weg angebaut wurde, beziehungsweise mehr davon. Die drei gekochten Presskäse aus Rohmilch verfügen über die sogenannte geschützte Ursprungsbezeichnung. Dieses europaweite Siegel will besondere regionale Produkte schützen. Für die Herstellung gelten daher strenge Regeln.

Abondance und Beaufort werden in den französischen Savoyen hergestellt. Landwirte dürfen ihren Kühen wegen der Trockenheit nun mehr Heu geben. Eigentlich sollen die Tiere hauptsächlich durch Weidegras ernährt werden. Auch mehr Heu außerhalb des eigentlichen Futtergebiets ist erlaubt. Beim Comté, der im Juramassiv produziert wird, erlaubt Frankreich den Bauern, grünen Mais zu verwenden, der anderswo angebaut wird.

Frankreichs Böden sind ausgetrocknet

Frankreichs Böden sind laut dem Wetterdienst Météo France so trocken wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1959. Schon seit Juni macht sich Trockenheit breit und wurde von starkem Regenmangel und hohen Temperaturen verstärkt. Mehr als drei Viertel Frankreichs sind seit Mitte August von Trockenheit betroffen. Seit Anfang Juli hat die Trockenheit der Böden aufs ganze Land gesehen im Mittel einen Höchstwert erreicht.

Insgesamt gibt es in Frankreich fast 50 Käsesorten, die als geschützte Ursprungsbezeichnung gelistet sind. Damit ein Produkt das Siegel erhält, müssen alle Schritte der Herstellung in dem genau festgelegten Ursprungsgebiet des Produktes erfolgen und nach einem klar festgelegten Verfahren durchgeführt werden. Dazu gehört etwa auch, woher das Futter stammt und wie lange die Tiere weiden. (mit dpa)


 

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