Durchschnittliche CEO-Vergütung: Booking-Chef Glenn Fogel verdient am meisten

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die durchschnittliche Vergütung der CEOs im Gastgewerbe ist trotz eines wirtschaftlich von globalen Unsicherheiten geprägten Jahres 2024 weiter gestiegen. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Aethos Consulting Group hervor.

Die durchschnittliche Gesamtvergütung stieg im Vergleich zum Vorjahr von 9,8 Millionen US-Dollar auf 11,9 Millionen. Im Gegensatz zur Vorjahresstudie, in der kurzfristige Anreize den Hauptteil der Zuwächse ausmachten, wurden die diesjährigen Steigerungen primär durch langfristige Anreize getrieben, die den Großteil der Differenz ausmachten. Zudem erhöhten sich die Grundgehälter um etwas über 100.000 US-Dollar, während die kurzfristigen Anreize weitgehend unverändert blieben.

Abstand zu Mitarbeitern immer größer

Während die CEO-Vergütungen stiegen, verzeichnete das Durchschnittsgehalt in der US-amerikanischen Hospitality-Branche, laut AHLA und Hotel Dive, nur einen Anstieg von 2,6 % auf knapp 58.000 US-Dollar jährlich. Dies markiert das dritte Jahr in Folge mit nur nominalen Zuwächsen. Die Folge dieser unterschiedlichen Entwicklung ist eine Verbreiterung des CEO-zu-Durchschnittsgehalt-Verhältnisses. Dieses weitete sich von 146:1 im Jahr 2022 auf 205:1 im Jahr 2024 aus. 

Solides Finanzwachstum im Vergleichsfeld

Die in der Aethos-Studie betrachteten Unternehmen zeigten eine robuste finanzielle Entwicklung. Die durchschnittliche Marktkapitalisierung stieg von 17 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf über 24 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig wuchs das durchschnittliche EBITDA von 922 Millionen US-Dollar im Jahr 2022 auf 2 Milliarden US-Dollar.

Fogel führt, Kreuzfahrt-CEOs erhalten höchste Boni

Glenn Fogel von Booking Holdings führte die Liste der Gesamtvergütungen in der Peer Group weiterhin an mit 44,8 Millionen US-Dollar.

Der Kreuzfahrtsektor erholte sich deutlich; dies spiegelte sich in den CEO-Vergütungen wider. Josh Weinstein (Carnival) erhielt mit 12,7 Millionen US-Dollar den größten Bonus in der Vergleichsgruppe. Jason Liberty (Royal Caribbean) erhielt eine Aktienoption von 13 Millionen US-Dollar.

Das höchste Grundgehalt in der Gruppe von etwa 1,4 Millionen US-Dollar wurde von vier CEOs geteilt: Mark Hoplamazian (Hyatt), Anthony Capuano (Marriott), Michele Buck (Hershey) und Elie Malouf (IHG). Neun CEOs erhielten Aktienzuschüsse in zweistelliger Millionenhöhe, wobei Fogel, Bob Iger (Disney) und Chris Nassetta (Hilton) an der Spitze lagen.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Zahl neuer Ausbildungsverträge in Deutschland ist laut Dehoga Bundesverband gesunken. Gleichzeitig verzeichnet der Beruf „Fachkraft Küche“ steigende Neuabschlüsse.

Verlässlich wird zweimal im Jahr an den Uhren gedreht, um zwischen Sommer- und Winterzeit zu wechseln. Obwohl Kritiker ebenso verlässlich zweimal pro Jahr aufschreien, stockt das Abschaffungsprojekt.

Kaviar galt lange als luxuriöses Finish. Doch Spitzenköche entdecken ihn neu – als intensiven Geschmacksträger, der von Tatar bis Dessert überraschende Akzente setzt.

Kaviar glänzt wie ein Edelstein – oder entpuppt sich als teurer Reinfall. Welche Sorten jetzt im Trend sind und woran man Abzocke beim Kaviar-Kauf erkennt, verrät Delikatessenprofi Ralf Bos, der sagt: «Kaviar ist das exklusivste Lebensmittel der Welt».

Tischreservierung im Restaurant per Telefon? Das erledigen viele gern schnell übers Formular auf der Website. In der Praxis beim Arzt anrufen? Dafür gibt es doch nun Doctolib und Co. Doch ist das Telefonieren wirklich so im Niedergang, wie behauptet wird?

Im Gastgewerbe hat ein relevanter Teil der Beschäftigten im Jahr 2024 Nachtarbeit geleistet. 13,9 Prozent der Erwerbstätigen in der Gastronomie arbeiteten zumindest gelegentlich zwischen 23 Uhr und 6 Uhr. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) auf Basis des Mikrozensus 2024 hervor.

Wie viel kostet die Kugel in diesem Jahr? Die Preise an der Eistheke sind ein wiederkehrendes Reizthema. Dabei steht Deutschland noch gut da, sagen Branchenvertreter.

Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass 56 Prozent der Beschäftigten, die mobil kommunizieren müssen, in Deutschland ein Diensthandy nutzen. Gleichzeitig steigt die Erlaubnis zur privaten Mitnutzung der Geräte deutlich an.

Im Gastgewerbe lag die Tarifbindung 2025 bei 23 Prozent und damit deutlich unter dem Durchschnitt. Laut Destatis bleibt die Branche im Vergleich zu anderen Bereichen weiterhin am unteren Ende.

Tastengeklapper, Telefonate, Lüftungsgeräusche - das klingt nach simplem Büroalltag, kann aber Schmerzen verursachen. Wieso das so ist und wie wichtig Lärmschutz auch am Schreibtisch ist.