Frankfurter Flughafenbetreiber steht unter Druck

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

In schwierigen Zeiten berichtet der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport an diesem Freitag (13. März) über seine Geschäfte. Die Krise nach Ausbruch des neuartigen Coronavirus hat die Luftverkehrswirtschaft hart getroffen - neben den Airlines haben auch globale Flughafenbetreiber an den Börsen heftig an Wert verloren. Die Aktie des MDax-Konzerns kostet aktuell fast 40 Prozent weniger als zu Jahresbeginn.

Fraport ist weltweit an 30 Flughäfen beteiligt, unter anderem in Griechenland, der Türkei, Peru, Brasilien und mit einer Minderheit von 24,5 Prozent auch an dem Flughafen Xi'an in Zentral-China. Wichtigster Standort bleibt aber der Frankfurter Heimatflughafen, der im vergangenen Jahr als größtes deutsches Drehkreuz von 70,5 Millionen Passagieren genutzt wurde.

Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der zahlreichen Flugabsagen in Folge des Coronavirus hat sich Fraport-Chef Stefan Schulte bislang nicht geäußert. Passagierzahlen für den Februar sollen am Donnerstag vorgelegt werden, nachdem es bereits im Januar einen Rückgang um 0,7 Prozent gegeben hatte. Die Werte dürften bereits deutlich unter dem zusammengestrichenen Flugplan des Hauptkunden Lufthansa gelitten haben, der zu normalen Zeiten für rund 70 Prozent der Flugbewegungen in Frankfurt sorgt.

Die Lufthansa hat angekündigt, ihr Programm in diesen Wochen um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Unter anderem soll die komplette Flotte des größten Passagierjets Airbus A380 wegen der fehlenden Nachfrage vorübergehend stillgelegt werden. Fraport würde davon wegen ausfallender Gebühren und Umsätze der Passagiere in den Terminals schwer getroffen. Grundsätzlich sei es derzeit sehr schwer, die künftige Verkehrsentwicklung vorherzusagen, erklärte ein Fraport-Sprecher in diesem Zusammenhang. Grundsätzlich habe das Asiengeschäft sehr gelitten, während die Nordatlantik-Verbindungen noch vergleichsweise stabil seien.

Zu den Erfolgen eines Ende Februar aufgelegten Sparprogramms wollte sich das Unternehmen vor der Bilanz-Pressekonferenz nicht äußern. Diese wird wegen der Virusgefahr erstmals nur im Internet ausgetragen. Fraport hatte seinem Personal unbezahlten Urlaub und reduzierte Arbeitszeiten nahegelegt. Projekte wurden verschoben und Neu-Einstellungen sollen nur noch im Ausnahmefall möglich sein.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In der deutschen Wirtschaft sind zum Jahresende keine zusätzlichen Jobs mehr entstanden. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts endete im vierten Quartal 2025 die langjährige Zunahme bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen.

Die Inflation in Deutschland hat zum Jahresbeginn 2026 wieder an Fahrt gewonnen. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate im Januar bei 2,1 Prozent. Für das Gastgewerbe zeigt die amtliche Statistik eine spezifische Entwicklung: Das Preisniveau für Speisen in der Gastronomie blieb im Vergleich zum Vormonat stabil.

Nach einer Abmahnung ist das Arbeitsverhältnis nicht immer final zerrüttet. Wer jetzt das Gespräch sucht und eine klare Strategie zeigt, gewinnt in jedem Fall. Was beachtet werden muss.

Präzision am Herd und Souveränität am Gast: Bei den Saarländischen Jugendmeisterschaften 2026 setzte sich der gastronomische Nachwuchs gegen starke Konkurrenz durch. In Spiesen-Elversberg wurden die besten Azubis in den Kategorien Küche, Restaurant und Hotel gekürt.

Zu wenig Lohn, zu lange Arbeitszeit, fehlende Stundenzettel: Nach Erkenntnissen des Zolls verletzen Tausende Arbeitgeber die Vorgaben zum gesetzlichen Mindestlohn. Im Gast- und Hotelgewerbe kam es laut Finanzministerium zu besonders vielen Verstößen.

Sofa, neue Winterjacke oder Restaurantbesuch? Eine Umfrage zeigt, bei welchen Ausgaben sich Verbraucherinnen und Verbraucher besonders beschränken. Lebensmittel sind es nicht.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) unterstützt kleine Betriebe mit dem Kompetenzzentrenmodell und digitalen Werkzeugen bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes. Das Angebot richtet sich an Unternehmen mit bis zu 20 Beschäftigten.

Die Bilanz für Bayerns Gastgewerbe im Jahr 2025 fällt ernüchternd aus: Während die Preise die nominalen Umsätze stützen, sinken die realen Erlöse und die Beschäftigtenzahlen in der gesamten Branche. Nur wenige Sparten wie Campingplätze verzeichnen noch ein echtes Wachstum.

Die deutsche Tourismusbranche vermeldet für das Jahr 2025 einen neuen Übernachtungsrekord von 497,5 Millionen Gästen. Während die Hotellerie leichte Einbußen verzeichnete, boomte insbesondere das Camping-Segment.

Die Vergütungen für angehende Fachkräfte im Gastgewerbe steigen: Mit durchschnittlich 1.229 Euro liegen die dreijährigen Ausbildungsberufe der Branche über dem Gesamtschnitt aller dualen Berufe von 1.209 Euro. Eine Auswertung des DEHOGA beleuchtet zudem die Unterschiede zwischen Handwerk, öffentlichem Dienst und tarifgebundenen Betrieben.