Gastgewerbe – Gemischtes Bild beim Weihnachtsgeschäft in Ost-Bundesländern zeichnet sich ab

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Wähnend sich in Thüringen und Sachsen-Anhalt Unternehmen und Gäste  bezüglich Weihnachtsfeiern noch zurückhaltend zeigen, ergibt sich in Sachsen ein anderes Bild. Vor allem in den Städten laufen die Buchungen von Unternehmen gut. Wirte und Hoteliers hoffen auf kurzfristige Reservierungen.

Firmen bei Weihnachtsfeiern in Thüringen noch verhalten

Firmen halten sich in Thüringen mit den Buchungen von Weihnachtsfeiern bislang zurück. Aktuell seien die Unternehmen noch verhalten, sagte Dirk Ellinger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Thüringen. Die Gastronomen gehen laut Ellinger aber davon aus, dass einige Firmen noch kurzfristig Weihnachtsfeiern buchen - Kapazitäten dafür gebe es.

Generell fällt das Geschäft in der Weihnachtszeit laut Ellinger voraussichtlich recht stabil aus und ähnlich wie im vergangenen Jahr. In einigen Restaurants gebe es schon viele Reservierungen, in anderen weniger. In kleineren Städten oder im Thüringer Wald verkaufen Ellinger zufolge Hotels häufiger Weihnachtspakete - mit Essen und Übernachtungen.

Zahl der Firmenfeiern zu Weihnachten stabil bis leicht rückläufig

Zahlreiche Unternehmen laden auch in diesem Jahr ihre Angestellten zu einer Weihnachtsfeier ein. Die Zahl der Firmenfeiern sei in Sachsen-Anhalt stabil bis leicht rückläufig, sagte Michael Schmidt, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Sachsen-Anhalt.

Während Unternehmen nicht unbedingt auf ihre Feiern verzichten, nimmt Schmidt das Weihnachtsgeschäft insgesamt als schleppend wahr. «Menschen entscheiden sich im Zweifel eher für ein Geschenk für das Kind, als essen zu gehen», erklärte er. In den vergangenen Jahren habe sich herauskristallisiert, dass der Dezember in der Gastronomie nicht mehr zwangsläufig der Top-Monat sei. Die Menschen hätten andere Prioritäten. Das macht sich laut Schmidt vor allem im ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt bemerkbar.

Sächsische Firmen halten sich bei Weihnachtsfeiern nicht zurück

Zahlreiche Firmen veranstalten auch in diesem Jahr mit ihren Angestellten Weihnachtsfeiern in Restaurants. Vor allem in den Städten halten sich die Unternehmen bei den Buchungen nicht zurück, wie der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Sachsen, Axel Klein, sagte.

Die Gastronomen müssen sich laut Klein in der Weihnachtszeit jedoch an höhere Kosten anpassen. So könne hier und da die Weihnachtsgans auf Firmenfeiern weichen und zum Beispiel Platz für Ente machen. Generell sei der Dezember für die Gastronomie ein umsatzstarker Monat. Das ist Klein zufolge besonders in diesem Jahr wichtig, weil im Januar die reduzierte Mehrwertsteuer für Speisen in Gaststätten ausläuft. ( mit dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Bilanz für Bayerns Gastgewerbe im Jahr 2025 fällt ernüchternd aus: Während die Preise die nominalen Umsätze stützen, sinken die realen Erlöse und die Beschäftigtenzahlen in der gesamten Branche. Nur wenige Sparten wie Campingplätze verzeichnen noch ein echtes Wachstum.

Die deutsche Tourismusbranche vermeldet für das Jahr 2025 einen neuen Übernachtungsrekord von 497,5 Millionen Gästen. Während die Hotellerie leichte Einbußen verzeichnete, boomte insbesondere das Camping-Segment.

Die Vergütungen für angehende Fachkräfte im Gastgewerbe steigen: Mit durchschnittlich 1.229 Euro liegen die dreijährigen Ausbildungsberufe der Branche über dem Gesamtschnitt aller dualen Berufe von 1.209 Euro. Eine Auswertung des DEHOGA beleuchtet zudem die Unterschiede zwischen Handwerk, öffentlichem Dienst und tarifgebundenen Betrieben.

Warnstreiks im öffentlichen Dienst können berufstätige Eltern und Pendler vor Probleme stellen. Wer zu spät kommt, riskiert mehr als nur Ärger. Warum frühzeitige Absprachen wichtig sind.

Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken in Deutschland. Nur mit Blick auf die Gesundheit ist sein Ruf nicht immer der Beste. Was stimmt im Hinblick auf Koffein - und was nicht?

Aktuelle Daten des YouGov Shopper Panels belegen ein deutliches Wachstum im Bio-Sektor für das Jahr 2025. Trotz allgemeiner Preissensibilität steigen Umsatz und Absatz, wobei die Kaufmotive je nach sozialem Milieu stark variieren.

Während in vielen deutschen Großstädten die Ausgaben für Alkohol im Januar deutlich zurückgehen, zeigt München eine andere Tendenz: In der bayerischen Landeshauptstadt stiegen die Warenkorbwerte im Alkoholfachhandel um über 15 Prozent an. In der Gastronomie sank der Durst nur minimal.

Immer weniger Menschen in Deutschland können sich vorstellen, ihren Job zu wechseln. Gerade in den jüngeren Generationen hat die Bereitschaft zum Jobwechsel in den vergangenen Jahren abgenommen.

Immer weniger Menschen in Deutschland können sich vorstellen, ihren Job zu wechseln. Das hat eine neue Forsa-Umfrage im Auftrag des Karrierenetzwerks Xing ergeben. Zwei Drittel der Befragten gaben demnach an, offen dafür zu sein, den aktuellen Arbeitgeber zu verlassen. Das seien so wenig wie seit fünf Jahren nicht mehr. 

Deutschland verzeichnet im EU-Vergleich den höchsten Anteil an Erwerbstätigen in der Altersgruppe von 55 bis 64 Jahren. Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes verdeutlichen den demografischen Wandel am Arbeitsmarkt.