Hitzesommer sorgt für früheste Weinlese in Deutschland

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Die Weinlese in Deutschland hat im Hitzesommer 2026 nach Einschätzung von Fachleuten so früh begonnen wie noch nie - seit Beginn der regelmäßigen Erfassung. «Das war in allen Weinanbaugebieten der früheste Lesestart überhaupt», sagte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut im rheinhessischen Bodenheim. «Einige Winzer haben sogar ihren Urlaub dafür abgebrochen.» 

Nächste Woche geht es «im großen Stil» weiter 

Nicht nur Federweißer und Sektgrundweine, sondern auch erste Trauben für Spitzenweine seien bereits eingeholt worden. «Nächste Woche wird das dann im großen Stil starten.» 

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren habe die Hauptlese damit noch einmal ein bis zwei Wochen früher begonnen, sagte Büscher. «Im Vergleich zu vor 30 oder 40 Jahren sind es sicherlich vier Wochen früher.» 

Lese-Ende im September erwartet 

Die Ernte der Trauben werde voraussichtlich bereits im September abgeschlossen sein. «Das wird eine sehr schnelle Lese, weil fast alle Sorten gleichzeitig reif sind.» Wie es genau weitergeht, hänge von der Witterung ab. «Ein größerer Regen würde das sehr stark beschleunigen.» 

Dass die Trauben schon so früh eingeholt werden, liege an den Mostgewichten. «Denn man will vermeiden, dass zu viel Zucker in den Trauben ist. Das gibt eher kräftige Weine und der Trend geht genau in die andere Richtung.» Gefragt seien eher leichte Weine mit geringerem Alkoholgehalt. Bei zu viel Hitze könne auch die Fruchtsäure abgebaut werden, die typisch für deutschen Wein sei. 

Gute Qualität - unterdurchschnittliche Menge 

«Die Trauben sind immer noch sehr gesund», betonte Büscher. Das lasse aromatische Weine erwarten. Die Winzer seien mit der Qualität der bereits eingeholten Trauben «sehr zufrieden». Der Ertrag werde allerdings voraussichtlich unterdurchschnittlich ausfallen. «Die Trauben sind kleiner als sonst.» (mit dpa)


 

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