In den Bereichen Beherbergung und Gastronomie sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen wirtschaftlich bedroht. Das geht aus der aktuellen ifo Konjunkturumfrage für April hervor, die am 11. Mai veröffentlicht wurde.
Nach Angaben des ifo Instituts liegt der Anteil existenzgefährdeter Unternehmen im Gastgewerbe bei knapp 20 Prozent. Insgesamt sehen 8,1 Prozent aller Unternehmen in Deutschland ihren Fortbestand gefährdet.
„Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen, laut Mitteilung. „Die Insolvenzzahlen dürften vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheit in den kommenden Monaten auf einem hohen Niveau bleiben.“
Schwache Nachfrage und hohe Kosten belasten viele Betriebe
Branchenübergreifend nennen die Unternehmen laut ifo vor allem fehlende Aufträge und eine schwache Nachfrage als Belastung. Hinzu kommen steigende Betriebs- und Energiekosten sowie zunehmende Bürokratie.
Viele Betriebe berichteten zudem von Liquiditätsengpässen, weil Kunden sparen oder insolvent werden. „Die Krise überträgt sich entlang der Lieferketten“, sagte Wohlrabe laut Mitteilung. „Wenn Kunden wegbrechen oder Aufträge stornieren, trifft das die Zulieferer und Dienstleister mit voller Wucht.“












