Keine höhere Rente für Rentner durch Teilzeitjob

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Ein in Teilzeit arbeitender Rentner hat laut einem Gerichtsurteil kein Anrecht auf eine höhere Rente durch Beiträge seines Arbeitgebers zur Rentenversicherung. Das entschied das Hessische Landessozialgericht, wie es am Dienstag mitteilte.

Das Gericht bestätigte damit in zweiter Instanz die Entscheidung der Rentenversicherung, die argumentierte, dass Rentner, die eine Altersvollrente erhalten, versicherungsfrei seien.

In der Regel müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Rentenbeiträge zahlen. Wer dagegen schon eine Altersrente bezieht, gilt laut Gericht als versicherungsfrei - dann zahlt nur der Arbeitgeber in die Rentenversicherung ein.

Nur wenn berufstätige Rentnerinnen und Rentner auf ihre Versicherungsfreiheit verzichten, zahlen auch sie Beiträge und können so ihre Rente erhöhen. Dies habe der klagende, 1949 geborene Rentner allerdings nicht getan. Die von seinem Arbeitgeber gezahlten Beiträge wirken sich daher nicht auf seine Rente aus, hieß es. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

Der Gesetzgeber habe laut Mitteilung des Gerichts durch die Regelung Arbeitgebern den Anreiz nehmen wollen, Altersrentner wegen ihrer Versicherungs- und Beitragsfreiheit zu beschäftigen. Zudem solle so vermieden werden, dass durch versicherungsfreie Rentner freie Arbeitsplätze blockiert würden. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der aktuelle DATEV Mittelstandsindex belegt eine weiterhin schwierige Lage für mittelständische Betriebe. Während die Umsätze im Dezember erneut sanken und das Weihnachtsgeschäft im Handel schwach ausfiel, setzt sich insbesondere in der Gastronomie der personelle Rückbau fort.

Der Umgang mit Alkohol verändert sich in Deutschland. Viele verzichten einer Umfrage zufolge inzwischen ganz oder teilweise darauf, vor allem Jüngere.

Filmen verboten? Mitnichten. Unter Umständen dürfen Arbeitgeber Kameras am Arbeitsplatz installieren - sogar verdecktes Filmen kann erlaubt sein. Dafür braucht es in Deutschland aber sehr gute Gründe.

Trotz einer kurzfristigen Belebung im Herbst bleibt die wirtschaftliche Bilanz des deutschen Gastgewerbes im Vorjahresvergleich negativ. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die preisbereinigten Erlöse im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, während die nominalen Umsätze aufgrund der Teuerung gestiegen sind.

Wegen der Wirtschaftsflaute erhalten kleine und mittlere Firmen immer schwieriger Kredite, denn Banken schauen genauer hin. Die Förderbank KfW verzeichnet Rekorde. Den Einzelhandel trifft es besonders.

Unzufrieden mit dem Arbeitszeugnis? Das müssen Sie nicht einfach hinnehmen. Der Arbeitgeber ist rechtlich dazu verpflichtet, Sie wohlwollend zu bewerten. Was das bedeutet.

Mit Freude eine sinnvolle Arbeit machen - dieses Ziel steht für viele Menschen nicht mehr an erster Stelle. Laut einer Umfrage wollen vor allem junge Leute das Leben genießen - ohne sich abzuplacken.

Schritt für Schritt steigt der Mindestlohn in Deutschland - mit positiven Effekten auf die Einkommen vieler Beschäftigter. Wie die Unternehmen konkret betroffen sind, zeigt eine Umfrage.

Der Weinkonsum in Deutschland ist rückläufig: Im Schnitt trinken die Bürger eine Flasche Wein weniger pro Jahr. Während der Schaumweinabsatz stabil bleibt, sorgen laut dem Deutschen Weininstitut vor allem gestiegene Kosten und der demografische Wandel für ein Minus beim Weinverbrauch.

Die Produktion von Fertiggerichten in Deutschland ist binnen fünf Jahren um über 25 Prozent gestiegen. Besonders Nudel- und Fleischgerichte treiben das Wachstum voran, während der zeitliche Aufwand für die private Essenszubereitung nahezu stabil bleibt.