Menschen in Deutschland trinken wieder mehr Kaffee

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

In Deutschland sind im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 163 Liter Kaffee pro Kopf getrunken worden. Das entspricht dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie, teilte der Deutsche Kaffeeverband mit. Bei ganzen Bohnen, löslichem Kaffee sowie nachhaltig zertifizierten Produkten sei die Nachfrage gestiegen.

«Während der klassische lösliche Kaffee um rund zwei Prozent zulegte, hat sich in den vergangenen Jahren ein stark nachgefragtes Segment etabliert: die sogenannten Mixtures», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes, Holger Preibisch. «Dabei handelt es sich um Einzelportionen mit löslichem Kaffee, teils bereits mit Zucker und Milchpulver vorportioniert.» Diese Produkte hätten vergangenes Jahr ein Absatzplus von rund sechs Prozent erzielt und sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt.

Aufwärtstrend bei nachhaltigen Produkten

Ein deutliches Wachstum sei auch bei nachhaltig zertifizierten Produkten zu sehen. Zu diesen zählt der Verband Kaffees mit Bio-Siegel sowie Zertifizierungen von Fairtrade oder Rainforest Alliance – dort gab es ein Plus von 8,6 Prozent. «Rund jede fünfte Kaffeepackung trägt inzwischen ein Nachhaltigkeitssiegel», so Preibisch.

Auch der Außer-Haus-Markt wachse weiter leicht. Zum Mitnehmen, am Arbeitsplatz und in der Gastronomie sei rund ein Prozent mehr Kaffee getrunken worden als 2024.

Preisanstieg beim Kaffee erwartet

Dabei könnte sich der Kaffeegenuss in der Brieftasche bemerkbar machen: Der Kaffeehändler Tchibo hat jüngst seine Preise erhöht. Kunden müssen von Mitte Februar an je nach Sorte zwischen 50 Cent und 1 Euro pro Pfund mehr bezahlen, wie das Unternehmen in Hamburg mitteilte. 

Agrarmarkt-Experten hatten bereits Ende 2024 den Anstieg der Kaffeepreise für 2025 vorausgesagt. So sagte etwa Carlos Mera von der Rabobank in London, dass bei Kaffee der unteren Preisklasse in Großpackungen mit einem Anstieg von mindestens 30 Prozent zu rechnen sei. 

Wie viele Branchen haben auch die Kaffeeerzeuger mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. So fiel etwa die Ernte im wichtigsten Erzeugerland Brasilien zuletzt sehr schlecht aus. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland fühlt sich belastet durch Preissteigerungen, vor allem bei Lebensmitteln. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Alkoholische Getränke sind in Deutschland so billig wie sonst kaum irgendwo in Europa. Noch billiger als in Deutschland waren die alkoholhaltigen Drinks europaweit nur noch in Italien.

Im Eifer des Gefechts den Job gekündigt und es anschließend bereut? Kommt schonmal vor. Aber: Gibt es jetzt noch einen Weg zurück?

Trends kommen, Trends gehen - so auch in diesem Jahr. Welches Essen ist nun angesagt, wohin reisen Hipster und wie streichen Trendsetter ihre Zimmerdecke? Ein Prognoseversuch.

Eine aktuelle Erhebung zeigt einen deutlichen Anstieg von Betriebsaufgaben im deutschen Mittelstand. Hohe Kosten, bürokratische Hürden und fehlende Nachfolgelösungen führen dazu, dass immer mehr Unternehmer ihr Geschäft aufgeben.

Die wirtschaftliche Verunsicherung wird laut einer Umfrage auch 2026 das Kaufverhalten der Deutschen prägen. Besonders für Kosmetik, Mode, Reisen und Gastronomie wollen die Befragten weniger ausgeben.

Die Tariflöhne sind im laufenden Jahr in Deutschland kaum noch stärker gestiegen als die Verbraucherpreise. Im vergangenen Jahr hatten sich die Reallöhne und damit die Kaufkraft der Beschäftigten noch um 3,1 Prozent gesteigert. 

Neue BIBB-Zahlen zeigen: Das Gastgewerbe trotzt dem bundesweiten Rückgang bei Ausbildungsverträgen weitgehend. Während die Gesamtzahlen sinken, verzeichnen die zweijährigen Berufe im Gastgewerbe starke Zuwächse. Die Hotelberufe hingegen leiden weiterhin unter deutlichen Einbrüchen.

Der Begriff «Insolvenz» kann schon mal Panik auslösen. Insbesondere, wenn es den eigenen Arbeitgeber betrifft. Ruth Rigol, Fachanwältin für Arbeits- und Insolvenzrecht, und Guadalupe Florenin von der Bundesagentur für Arbeit, beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Thema Insolvenz des Arbeitgebers.

Das Leben ist zunehmend stressig - davon sind viele Menschen überzeugt. Und nicht nur der Stress wächst, sondern laut Daten einer Krankenkasse auch die Zahl der Fehltage wegen der Diagnose Burnout.