Nachwuchstalente im Wettbewerb: Niedersachsen ermittelt Landesmeister im Gastgewerbe 2026

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Bei den niedersächsischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe sind in Göttingen die Landesmeister des Jahres 2026 ermittelt worden. Wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen (DEHOGA) mitteilt, nahmen insgesamt 30 Auszubildende aus zehn Berufsschulen am Wettbewerb teil. Die Wettkämpfe fanden am 11. und 12. März in den Berufsbildenden Schulen Ritterplan in Göttingen statt.

Den ersten Platz bei den Köchen erreichte Isabelle Hatesuer vom Gasthaus Müller in Barsinghausen. Nach Angaben der Veranstalter war sie zugleich punktbeste Teilnehmerin in der praktischen Prüfung. Auf den zweiten Platz kam Linnea Krämer von der Volkswagen AG in Wolfsburg, den dritten Platz belegte Liam Struthers vom Restaurant Henrys in Buchholz.

Bei den Fachleuten für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie gewann Chiara Kühle vom Kastens Hotel Luisenhof in Hannover die Goldmedaille. Den zweiten Platz belegte Zahra Putri Rosava vom Privathotel Alte Mühle in Weyhausen, gefolgt von Bennet Gröhl vom Hotel Schröder in Groß Meckelsen.

In der Kategorie Hotelfachleute setzte sich Eileen Paschke vom Hotel Freigeist Nordstadt in Göttingen durch. Laut Veranstalter erzielte sie zugleich das beste Ergebnis in der theoretischen Prüfung. Auf den weiteren Plätzen folgten Vita Sammartano vom Sheraton Hannover sowie Lisa Kempe vom Althoff Hotel Fürstenhof in Celle.

Die Teamwertung gewann die Mannschaft der BBS 2 der Region Hannover. Auf Platz zwei kam die Mannschaft der BBS 1 des Landkreises Gifhorn, den dritten Platz belegte das Team der BBS Ritterplan Göttingen.

Praxisaufgaben und Prüfungsessen im Mittelpunkt

Nach Angaben des DEHOGA Niedersachsen mussten die Teilnehmer in Theorie und Praxis verschiedene Aufgaben bewältigen. Das diesjährige Wettbewerbsmotto lautete „#Niedersachsen kulinarisch“. Je nach Ausbildungsberuf standen unterschiedliche Prüfungen auf dem Programm, darunter Kochen, Garnieren, das Eindecken von Tischen, das Gestalten von Speisekarten, Verkaufsgespräche, Zimmerkontrollen sowie Reservierungsbestätigungen.

Ein zentraler Bestandteil der Wettbewerbe war das sogenannte Prüfungsessen. Die Köche bereiteten aus einem vorgegebenen Warenkorb ein Menü für sechs Personen zu. Dieses wurde anschließend von den angehenden Hotelfachleuten sowie den Fachleuten für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie serviert.

Das Siegermenü bestand aus mehreren Komponenten. Als Vorspeisen wurden unter anderem Rote-Beete-Tatar mit Wachtelspiegelei und Miso-Sauce, ein Spinatflan mit gebackenem Eigelb sowie eine Ziegenkäsemousse mit Schnittlauchöl serviert. Der Hauptgang umfasste confierte Hähnchenbrust mit getrockneter Tomatenfüllung, Hähnchenroulade mit Dörrfrüchten und Balsamicojus sowie verschiedene Beilagen. Als Dessert wurde eine Variation unter dem Titel „Banana Split mal anders“ serviert.

Verband betont Bedeutung der Nachwuchsförderung

An der Siegerehrung nahmen laut Mitteilung rund 200 Gäste aus Hotellerie, Gastronomie, Wirtschaft und Politik teil. DEHOGA-Präsident Dirk Breuckmann würdigte dabei die Leistungen der Teilnehmer.

Es ist mutig von den Auszubildenden, sich dieser Herausforderung zu stellen und ihr Können vor Publikum und Jury zu zeigen. Für mich sind sie alle Gewinner – denn wer den Schritt zu diesen Meisterschaften wagt, zeigt Engagement, Leidenschaft und den Willen, sich weiterzuentwickeln. Die Niedersächsischen Jugendmeisterschaften sind der Höhepunkt der regionalen Nachwuchsförderung und machen sichtbar, wie viel Talent und Zukunft in unserem gastgewerblichen Nachwuchs steckt. Unsere Branche bietet jungen Menschen vielfältige Perspektiven und spannende Karrierewege.

Wie der Verband weiter mitteilt, werden die drei Goldmedaillengewinnerinnen Niedersachsen im Herbst 2026 bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe in Mainz vertreten.

Der DEHOGA Niedersachsen ist nach eigenen Angaben ein Unternehmerverband des Gastgewerbes mit knapp 5.000 Mitgliedern, darunter mehr als 1.300 Ausbildungsbetriebe. Der Verband ist in acht Bezirksverbände sowie rund 60 Kreis- und Ortsverbände gegliedert.

Die Gewinner der niedersächsischen Jugendmeisterschaften im Gastgewerbe 2026 auf einen Blick

Köche

  1. Isabelle Hatesuer, Gasthaus Müller, Barsinghausen
  2. Linnea Krämer, Volkswagen AG, Wolfsburg
  3. Liam Struthers, Restaurant Henrys, Buchholz

Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie

  1. Chiara Kühle, Kastens Hotel Luisenhof, Hannover
  2. Zahra Putri Rosava, Privathotel Alte Mühle, Weyhausen
  3. Bennet Gröhl, Hotel Schröder, Gr. Meckelsen

Hotelfachleute

  1. Eileen Paschke, Hotel Freigeist Nordstadt, Göttingen
  2. Vita Sammartano, Sheraton Hannover, Hannover
  3. Lisa Kempe, Althoff Hotel Fürstenhof, Celle

Teamwertung

  1. Mannschaft der BBS 2 der Region Hannover
  2. Mannschaft der BBS 1 des Landkreises Gifhorn 
  3. Mannschaft der BBS Ritterplan Göttingen

Das Siegermenü:

Vorspeise

Rote Beete Tatar, Wachtelspiegelei, Miso Sauce

Spinatflan, gebackenes Eigelb, Hollandaise-Schaum

Ziegenkäsemousse, Schnittlauchöl, Paprika-Korallenchip

Hauptgang

Confierte Hähnchenbrust, getrocknete Tomatenfüllung

Hähnchenroulade, Dörrfrüchte, Balsamicojus

glasierte Fingerkarotten, gebratener Brokkoli, Petersilienpüree, Annakartoffeln

Dessert

,,Banana Split mal anders"

Mandel-Cannoli, weißes Schokoladen-Bananenmousse, Zartbitterschokoladen-Ganache,

Bananenragout, eingelegte Bananen, Passionsfruchtgel, Mürbeteig-Crumble

Vanillecremeeis, Hippengebäck


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Seit dem 1. Januar 2026 unterliegen Betriebe in Deutschland einer erweiterten Mitteilungspflicht, wenn sie Personal aus Nicht-EU-Staaten rekrutieren. Arbeitgeber sind nun gesetzlich dazu verpflichtet, Drittstaatsangehörige bereits im Rahmen des Anwerbeprozesses über verfügbare arbeits- und sozialrechtliche Beratungsangebote aufzuklären.

Die Bundesregierung hat die Sachbezugswerte für das Jahr 2026 angepasst. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Gastronomie und Hotellerie ändern sich damit die Sätze für freie Verpflegung und Unterkunft.

KI boomt, aber Empathie bleibt gefragt. Warum Bau und Pflege Gewinner sind, Löhne steigen - und welche Branchen jetzt zittern müssen. Das steckt hinter den sechs Jobtrends im neuen Jahr.

Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland ist offen für einen Jobwechsel. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Jobportals Indeed unter 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Dezember 2025 ergeben.

Viele Beschäftigte gehen trotz gesundheitlicher Beschwerden zur Arbeit, andere melden sich jedoch auch mal krank, obwohl sie arbeitsfähig sind. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der Pronovia BKK hervor.

Von Hotels bis Autobauer: Die Zahl der Insolvenzen ist 2025 höher gewesen als zur Finanzkrise 2009. Warum Experten keine schnelle Erholung sehen und was das für Mittelständler bedeutet.

Die Züge fahren verspätet, die Straßen sind dicht und dann fällt auch noch die Schule aus? Was Beschäftigte wissen müssen, wenn Winterwetter alle Routinen durchkreuzt.

Mehr als 2,9 Millionen Menschen ohne Job – so viele waren es schon seit langem nicht mehr in einem Dezember. Gibt es Hoffnung auf einen Aufschwung am Arbeitsmarkt?

Der Food Campus Berlin stellt in seinem neuen Bericht die zentralen Entwicklungen für das Jahr 2026 vor. Von technologischen Durchbrüchen in der Fermentation bis hin zur Rückkehr zum echten Handwerk zeigt sich eine Branche im Wandel.

Die Stimmung im norddeutschen Gastgewerbe hat sich einer Befragung der IHK Nord zufolge gebessert. Die Reisewirtschaft berichtet dagegen von einer verschlechterten Lage, wie aus dem Konjunkturreport Tourismuswirtschaft der IHK Nord aus Hamburg hervorgeht.