Sachbezugswerte 2026 steigen: Höhere Werte für Kost und Logis

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat einen Entwurf zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung vorgelegt, der höhere amtliche Sachbezugswerte für das Jahr 2026 vorsieht. Diese Werte dienen der Bewertung von unentgeltlich oder verbilligt gewährten Mahlzeiten, Unterkunft oder Wohnungen an Arbeitnehmer und sind für das steuer- und beitragspflichtige Arbeitsentgelt relevant. Die geplante Erhöhung soll zum 1. Januar 2026 wirksam werden.

Die für 2026 vorgesehenen amtlichen Sachbezugswerte müssen noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen, d. h. den Beschluss vom Bundeskabinett, die Zustimmung des Bundesrates und die anschließende Verkündung im Bundesgesetzblatt. Bislang haben sich im Laufe dieses Verfahrens im Vergleich zum Entwurf allerdings keine wertmäßigen Änderungen ergeben.


Detailierte Infos zu den Sachbezugswerten hier: Neue Sachbezugswerte 2026 – Geplante Erhöhungen bei Verpflegung und Unterkunft - ETL ADHOGA


Anstieg der Verpflegungswerte

Die Sachbezugswerte für Verpflegung steigen an:

  • Der Wert für ein Frühstück erhöht sich von 2,30 Euro auf 2,37 Euro pro Tag.

  • Ein Mittagessen oder Abendessen steigt von 4,40 Euro auf 4,57 Euro pro Tag.

  • Der Wert für freie Verpflegung liegt künftig bei 11,51 Euro pro Tag (345,00 Euro pro Monat).

Die Anwendung der Sachbezugswerte entfällt, wenn für den ArbeitnehmerVerpflegungsmehraufwendungen im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit außerhalb der ersten Tätigkeitsstätte infrage kämen. In diesen Fällen sind die Pauschalen zu kürzen und der Großbuchstabe „M“ in die Lohnsteuerbescheinigung einzutragen. Bei der Nutzung von Essensgutscheinen darf der Verrechnungswert 2026 den Sachbezugswert für Mittag- oder Abendessen nicht um 3,10 Euro übersteigen, maximal also 7,67 Euro betragen.

Erhöhte Werte für Unterkunft

Auch die Werte für Unterkunft und Wohnung steigen:

  • Die freie Unterkunft (ein Beschäftigter) steigt von 9,40 Euro auf 9,50 Euro pro Tag (285,00 Euro pro Monat).

  • Für die Überlassung einer Wohnung kann ersatzweise die ortsübliche Miete angesetzt werden. Ist dies schwierig, erhöhen sich die Quadratmeterpreise von 4,95 Euro auf 5,01 Euro (einfache Ausstattung von 4,05 Euro auf 4,10 Euro).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Im Gastgewerbe zeigt sich von Januar bis Juli eine überdurchschnittlich hohe Insolvenzhäufigkeit.

Psychische Erkrankungen entwickeln sich nach einer Auswertung der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) zusehends zu einem Treiber für Fehlzeiten im Job - und das mit langen Ausfallzeiten.

Ab dem 15. Oktober ist das Trinken von Alkohol auf allen Bahnhöfen verboten. Das Anstoßen auf dem Bahnsteig etwa hat dann Konsequenzen. Aber was gilt für Gepäck - und in der Gastronomie?

Die vom Dehoga befragten Gastgewerbebetriebe in Mecklenburg-Vorpommern melden für Januar bis September 2026 sinkende Umsätze. 84,7 Prozent beobachten geringere Gästeausgaben, fast die Hälfte beurteilt die wirtschaftlichen Aussichten für das vierte Quartal als eher schlecht oder sehr schlecht.

Wem wie viel Pausenzeit während der Arbeit zusteht, ist gesetzlich klar geregelt. Doch wie sieht das mit der Aufteilung aus: Kann der Arbeitgeber einfach vorschreiben, wann man zu pausieren hat?

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September wieder unter die Drei-Millionen-Grenze gefallen. Dennoch fällt die Herbstbelebung in diesem Jahr schwach aus.

Destatis meldet für 2025 einen Anteil von 56 Prozent Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte unter Köchen. Im gastronomischen Service lag er bei 47 Prozent, im Hotelservice bei 40 Prozent.

Die Unternehmen in Deutschland treten beim Stellenabbau auf die Bremse. Das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts ist den dritten Monat in Folge gestiegen. Eine echte Erholung sei aber noch nicht in Sicht, so das Institut.

Wer in den Feierabend geht, möchte bis zur nächsten Schicht nicht über die Arbeit nachdenken. Doch was passiert, wenn in der Zwischenzeit eine wichtige Nachricht eingeht? Müssen Arbeitnehmer diese auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit beantworten?

„Nachhaltiges Hotel“, „umweltfreundliches Frühstück“ oder „klimaneutrale Übernachtung“: Seit dem 27. September gelten strengere Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Hotels und Restaurants sollten ihre Werbung auf Websites, in Buchungsstrecken, auf Speisekarten und in weiteren Materialien überprüfen.