Unternehmen planen mehr Stellenabbau

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Wegen der weltweiten Krisen wollen die Unternehmen in Deutschland nach Angaben des Ifo-Instituts mehr Stellen abbauen. Das entsprechende Beschäftigungsbarometer sank im März um mehr als zwei Punkte auf den niedrigsten Wert seit fast sechs Jahren, wie das Institut in München mitteilte. «Die geopolitische Unsicherheit greift auf die Personalplanungen der Unternehmen über», sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. «Es werden mehr Arbeitsplätze ab- als aufgebaut.»

Vor allem der ungelöste Konflikt im Nahen Osten belastet die Weltwirtschaft erheblich. Ein Ende der fast vollständigen Blockade der Straße von Hormus, die von zentraler Bedeutung für die Ölversorgung ist, ist nicht abzusehen. In der Folge sind die Energiepreise enorm gestiegen und Lieferketten unterbrochen. Zuvor hatte bereits das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sich pessimistisch geäußert.

Kaum eine Branche bleibe vom Arbeitsplatzabbau verschont, hieß es weiter. So haben sich das Barometer für die Arbeitsmarktsituation in der Industrie verschlechtert, ebenso im Groß- und Einzelhandel. Bei den Dienstleistern sank der entsprechende Indikator auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Corona-Krise.

Der Logistik machen gestiegenen Kosten zu schaffen. Auch im Tourismus würden Arbeitsplätze abgebaut. «Eine nachhaltige Entspannung am Arbeitsmarkt ist erst zu erwarten, wenn die Unsicherheiten deutlich nachlassen», sagte Wohlrabe. (dpa)


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