Vorsichtiger Optimismus bei Hotellerie- und Tourismusaktien

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Mit der Ankündigung durch Biontech und Pfizer einen Impfstoff gegen das Corona-Virus entwickelt zu haben, erlebten die Börsen weltweit erstmals seit Ausbruch der Pandemie eine Börsenrallye im touristischen Segment.

“Dieser Fortschritt bei der Bekämpfung des Virus ist Balsam für die Börsen”, so Monika Rosen-Philipp, Chefanalystin UniCredit Bank Austria Premium Banking. Und weiter: “An den Börsen hat eine bemerkenswerte Rotation stattgefunden. Zykliker – also konjunktursensitive Werte, unter anderem auch der Tourismus, profitieren.”

Besonders deutlich lässt sich dieser positive Ausblick für die Tourismusbranche an den Zahlen ablesen: mit der Ankündigung des Impfstoffes stieg der Kurs von Pfizer an einem Tag um 14 Prozent, jener von Carnival Cruises um rund 40 Prozent.

Auch die stark angeschlagene Lufthansa konnte um 20 Prozent zulegen – allerdings sehen Analysten weiter große Herausforderungen auf das Unternehmen zukommen. Schätzungen zufolge könnte die Lufthansa im laufenden Quartal bis zu 350 Millionen Euro verbrennen.

Insgesamt ist die Lage für die gesamte Luftfahrtbranche bei weitem nicht gelöst: Die Gründe dafür liegen in einem deutlichen – und wohl noch, durch die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen bedingten - Rückgang bei Geschäftsreisen und dem Einfluss der generellen Klimadebatte.

Globale Hotelketten mit leichtem Aufwärtstrend

Interessant ist auch die Betrachtung der Finanzmärkte in Bezug auf die großen Hotelketten, die – zumindest ansatzweise – wieder einen Aufwärtstrend verzeichnen können. Laut Monika Rosen-Philipp sorgt das schrittweise Eindämmen der Pandemie vor allem in China, wieder für eine bessere Auslastung.

“Die Börsen haben das goutiert. Beim letzten Quartalsergebnis von Hilton war seitens der Analysten ein leichter Verlust je Aktie erwartet worden, es gelang aber ein kleiner Gewinn. Europa muss bei der Auslastung aber noch nachziehen.” merkt Monika Rosen-Philipp an.

Sowohl die Aktien von Hilton als auch Marriott haben durch hoffnungsvolle Nachrichten insgesamt positiv reagiert – als Fazit kann man festhalten, dass die Tourismus- und Hotelbranche international auf eine leichte Verbesserung hoffen kann.


 

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