Bei den meisten Essigprodukten ist kein Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt. Wer jetzt vermutet, dass Essig ohnehin endlos haltbar ist, weil seine Säure alle potenziellen Keime «wegätzt», ist nahe dran. «Essig ist ein richtiger Haltbarkeitsprofi», bestätigt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern und erklärt das auch mit der Säure.
«Sie führt in der Tat dazu, dass sich unerwünschte Keime kaum vermehren können», so Krehl. Daher gehöre Essig zu den wenigen Lebensmitteln, die etwa neben Zucker oder Salz gesetzlich kein Mindesthaltbarkeitsdatum tragen müssen. Industriell hergestellter Essig werde zudem meist vor dem Abfüllen erhitzt. Das verlängere seine Haltbarkeit zusätzlich.
Die Augen-Nase-Zungen-Regel gilt auch für Essig
Das heißt allerdings nicht, dass er ewig halten muss. Im Zweifel gelte hier die Lebensmittel-Regel «Auge, Nase, Zunge». Das bedeutet, «wenn ein Lebensmittel nicht untypisch aussieht, rieche ich dran. Wenn da keine Auffälligkeiten vorhanden sind, koste ich eine Kleinigkeit», erklärt die Ernährungsexpertin.













