Automatisierte Gastronomie: Roboter-Cafés in Bayern

| Gastronomie Gastronomie

Das KNEXT FutureCafé, das als innovative Antwort auf den Personalmangel in der Gastronomie entwickelt wurde, hat seinen Ursprung in Dingolfing und ist nun auch in München präsent. Dieses vollautomatisierte System, das von drei Roboterarmen betrieben wird, zielt darauf ab, rund um die Uhr hochwertige Kaffee- und Teespezialitäten in gleichbleibender Qualität anzubieten.

Hightech-Kaffeezubereitung trifft auf Handwerk

Das Konzept wurde von Harald Rohrmoser, einem erfahrenen Küchenchef, initiiert. Die Roboter sind so programmiert, dass sie die Handgriffe eines professionellen Baristas nachahmen können. Sie können sogar auf Umwelteinflüsse wie die Luftfeuchtigkeit reagieren, um stets eine einheitliche Qualität zu gewährleisten.

An allen Standorten liegt der Fokus auf der Kaffeekompetenz. Das System nutzt eine spezialisierte Technologie aus der Schweiz und bietet darüber hinaus eine Auswahl an Tees, die mit einem hauseigenen Hochdruck-Brühverfahren („Pressure-T“) zubereitet werden. Zusätzlich gibt es Snacks und Gebäck. Der Betrieb erfolgt nahezu autonom; lediglich das Nachfüllen der Produkte und die Reinigung werden von einer Servicekraft übernommen.

Entlastung des Personals im Fokus

Die Firma hinter dem Projekt, KNEXT hospitality robotic solutions, ist Teil der SAR Firmengruppe in Dingolfing. Nach Angaben der Entwickler ist es das Ziel, menschliche Arbeitskräfte von Routineaufgaben zu entlasten, sodass sie sich stärker auf den Service am Gast konzentrieren können.

In Dingolfing, wo das Konzept im Mitarbeiterrestaurant der Firma SAR erprobt wird, sind zusätzlich weitere Automatisierungslösungen im Einsatz, wie smarte Kühlschränke und Reinigungsroboter. Die Standorte in der BMW Welt und das geplante Café im Werksviertel in München demonstrieren das Konzept im urbanen Umfeld und zeigen, wie die Technologie als mögliche Antwort auf die Herausforderungen der Gastronomie dienen kann.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

ALEX will im Sommer 2028 ein neues Restaurant im Westfield Ruhr Park in Bochum eröffnen. Für den Standort in den geplanten „Wald Terrassen“ sind rund 330 Sitzplätze sowie eine Investition von etwa zwei Millionen Euro vorgesehen.

Am Leipziger Hauptbahnhof eröffnet mit Robyn’s das erste deutsche Robotik-Restaurant. Zwei Roboter bereiten Speisen und Getränke zu, ein Mitarbeiter bestückt die Zutatenmagazine und unterstützt die Gäste.

Im Mai 2027 feiert Starbucks 25 Jahre auf dem deutschen Markt. Zum Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober blickt das Unternehmen bereits jetzt auf die Entwicklung seiner Kaffeehäuser und die Anpassung an deutsche Vorlieben zurück.

Der Steigenberger Icon Frankfurter Hof eröffnet das neue Gastronomie-Ensemble „Français Jour · Soir“. Tagsüber setzt das Konzept auf französische Bistro-Kultur, abends stehen private Veranstaltungen und Dinner im Mittelpunkt.

Mit Smashed Croissants, Abnehmspritzen und Snacks auf die Hand verändert sich unser Essverhalten. Was hinter dem Snacking-Boom steckt, erklärt die Food-Spezialistin und Trendforscherin Karin Tischer.

Wer über Lieferplattformen bestellt, zahlt nicht nur fürs Essen: Je nach Modell kassieren Lieferdienste 13 bis 30 Prozent Provision. Gleichzeitig behalten sie den direkten Zugang zu den Kundendaten. Für viele Gastronomen wird das zum teuren Geschäft – DEHOGA warnt: Bei solchen Margen können sich nur wenige Restaurants die Zusammenarbeit leisten.

Der erste Restaurant Impact Report von OpenTable untersucht die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Restaurants in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Ausgaben rund um Restaurantbesuche, Beschäftigung, Gemeinschaft und das Verhältnis zwischen Gästen und Betrieben.

Zwei-Sterne-Koch Paul Stradner plant im ersten Quartal 2027 sein erstes eigenes Restaurant im 1839 Malerhaus in Achern. Julian Schmid soll die Küche vor Ort gemeinsam mit ihm verantworten; seine Tätigkeit in der Villa René Lalique setzt Stradner fort.

Cornelia Poletto hat auf dem Euref-Campus Düsseldorf ihre neue Kochschule und Eventfläche im Rahmen des Food-Festivals Chefs in Town mit einer italienischen Küchenparty eröffnet. Unterstützung gab es dabei von Nelson Müller und Ludwig Maurer.

Teaser: McDonald’s plant bis 2036 rund 8,5 Milliarden Dollar Unterstützung für Franchisenehmer. Der Konzern prüft proteinreichere Gerichte und will Küchen, Technik und Restaurantgestaltung verändern.