Bayerns Gastronomie verliert im August real 4,5 Prozent Umsatz

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Das Bayerische Landesamt für Statistik meldet für die Gastronomie im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In der Beherbergung sei der preisbereinigte Umsatz dagegen um 2,6 Prozent gestiegen. Die am 14. Oktober 2026 veröffentlichten Angaben beruhen auf vorläufigen Ergebnissen der Monatsstatistik im Gastgewerbe.

Nominal habe die Gastronomie ein Umsatzplus von 4,1 Prozent erzielt, die Beherbergung einen Zuwachs von 7,1 Prozent. Für das gesamte bayerische Gastgewerbe weise die Statistik einen nominalen Anstieg um 5,0 Prozent und einen realen Rückgang um 2,4 Prozent aus. Die Beschäftigtenzahl sei insgesamt um 1,6 Prozent gesunken, davon in der Gastronomie um 1,8 Prozent und in der Beherbergung um 0,8 Prozent.

Gastronomie verzeichnet unterschiedliche Umsatzentwicklungen in ihren drei erfassten Wirtschaftsgruppen

Innerhalb der Gastronomie verzeichne die Wirtschaftsgruppe „Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés, Eissalons u. Ä.“ einen realen Umsatzrückgang um 6,4 Prozent. Nominal sei der Umsatz um 2,8 Prozent gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten habe um 2,2 Prozent abgenommen.

Im „Ausschank von Getränken“ sei der nominale Umsatz um 0,3 Prozent gewachsen, während der reale Umsatz um 4,5 Prozent und die Beschäftigtenzahl um 2,6 Prozent zurückgegangen seien.

Zuwächse melde dagegen die Wirtschaftsgruppe „Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen“. Ihr Umsatz habe nominal um 13,8 Prozent und real um 8,3 Prozent zugelegt. Die Beschäftigtenzahl sei um ein Prozent gestiegen.

Alle vier Beherbergungsgruppen steigern ihre nominalen und realen Umsätze

In der Beherbergung seien die Umsätze aller vier Wirtschaftsgruppen nominal und real gewachsen. Die höchsten Zuwächse entfielen auf Campingplätze mit nominal 8,3 Prozent und real 5,2 Prozent. Dort habe auch die Beschäftigtenzahl um 3,5 Prozent zugenommen.

Für „Hotels, Gasthöfe und Pensionen“ weise das Landesamt ein nominales Umsatzplus von 7,2 Prozent und einen realen Anstieg um 2,5 Prozent aus. Zugleich sei die Beschäftigtenzahl um 1,2 Prozent gesunken.

Bei „Ferienunterkünften u. Ä.“ habe der Umsatz nominal um 5,6 Prozent und real um 2,4 Prozent zugelegt. Sonstige Beherbergungsstätten hätten nominal 6,4 Prozent und real 3,1 Prozent mehr Umsatz erzielt. Die Beschäftigtenzahl sei in diesen beiden Gruppen um 2,6 beziehungsweise 1,9 Prozent gestiegen.

Gastgewerbe verzeichnet von Januar bis August real weniger Umsatz

Für die ersten acht Monate 2026 beziffert das Landesamt den realen Umsatzrückgang des Gastgewerbes auf 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nominal habe der Umsatz um 3,9 Prozent zugenommen, die Beschäftigtenzahl sei um zwei Prozent zurückgegangen.

In der Gastronomie sei der Umsatz von Januar bis August nominal um 3,9 Prozent gestiegen und real um 4,6 Prozent gesunken. Die Beherbergung habe nominal 4,2 Prozent mehr und real 1,1 Prozent weniger Umsatz erzielt.

Das Landesamt weist darauf hin, dass die Statistik Nettoumsätze ohne Mehrwertsteuer erfasse. Die Preisbereinigung erfolge ebenfalls auf Grundlage von Nettopreisen. Seit dem Berichtsmonat Juni 2026 verwende die methodisch überarbeitete Statistik das Basisjahr 2021 und Laspeyres-Indizes anstelle von Messzahlen. Zudem sei die Darstellungseinheit von rechtlichen Einheiten auf Geschäftsfelder rechtlicher Einheiten umgestellt worden.

Die Ergebnisse würden anhand verspäteter Unternehmensmeldungen laufend aktualisiert. Regionale Ergebnisse innerhalb Bayerns lägen nicht vor.

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