B&B-Hotels statt Kult-Lokal – Winterberger „Big Mountain“ macht dicht

| Gastronomie Gastronomie

Zehn Jahre lang war das Big Mountain in Winterberg im Sauerland ein beliebtes Ausflugslokal. Jetzt schließt das Restaurant überraschend für immer seine Türen. Das Gebäude soll abgerissen werden und Platz für ein neues Hotel machen. Die Reaktionen auf das abrupte Ende der Kult-Gastronomie sind gemischt.

Die Betreiber des Big Mountain verkündeten die Nachricht über die Schließung über ihre offizielle Facebook-Seite. In dem Post heißt es: „Unser Restaurant bleibt ab sofort geschlossen. Wir möchten uns bei allen Freunden, Gästen und Partnern für 10 Jahre Big Mountain bedanken. Ihr seid und wart toll“. Dass es nun so schnell geht, kommt für die ehemaligen Gäste überraschend.

Dabei stellte der Düsseldorfer Immobilienunternehmer Kay Herrmann bereits im Juni dieses Jahres seine Pläne für das Gelände in einer Bauausschusssitzung vor, wie die WP berichtet. Demnach plant Investor Herrmann, das Big Mountain abzureißen und an seiner Stelle ein Hotel der B&B-Hotels-Kette sowie einen neuen Gastronomiebetrieb zu errichten. Schon 2025 könnte das Hotel eröffnen, sagte der Investor damals der Zeitung.

Doch genau diese Pläne stoßen bei vielen Facebook-Usern auf Kritik. Sie sehen den Bau eines weiteren Hotels kritisch und befürchten stattdessen eine spürbare Lücke im gastronomischen Angebot – besonders im Hinblick auf die bevorstehende Skisaison. Auch Winfried Borgmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Winterberg in der Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH (WTW), zeigt sich gegenüber der WP überrascht von der schnellen Schließung. Er äußert ebenfalls Bedenken über die Suche nach Restaurantplätzen in der anstehenden Wintersaison. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass das so schnell geht“, sagte er auf Anfrage der Zeitung.

Die Betreiber des Big Mountains wollten sich zu den Gründen der schnellen Schließung nicht äußern.  

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Guide Michelin ersetzt den bisherigen Grünen Stern durch das neue weltweite Konzept „Mindful Voices“. Das Programm startet am 1. Juni 2026 in Kopenhagen und wird neben der Gastronomie auch die Hotellerie und den Weinbau umfassen.

Casualfood hat am Flughafen Stuttgart mit Goodman & Filippo das vierte Gastronomiekonzept in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals den Zuschlag für insgesamt fünf Flächen am dortigen Flughafen erhalten.

Eine Umfrage unter Wiener Wirten zeigt, dass rund 40 Prozent der Gastronomen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 live übertragen wollen. Zeitverschiebungen und Sperrstunden-Regelungen schränken die Übertragungen in den Lokalen jedoch ein.

Mit Bierglas in der Hand über kosmische Gammastrahlen und Malaria-Parasiten quatschen? Beim «Pint of Science»-Festival in Berlin ist das ganz normal. Was Gäste dabei sogar über Dating lernen können.

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.