Berlin Food Week 2021 initiiert kulinarische Klimakampagne

| Gastronomie Gastronomie

Nach einem Jahr coronabedingter Pause stehen bei der Berlin Food Week 2021 die Zeichen auf Nachhaltigkeit und Veränderung. Das Food-Festival findet in diesem Jahr vom 20. bis 26. September statt – und zwar erstmals deutschlandweit. Denn die wichtigsten Formate der Eventwoche bekommen zusätzlich Satelliten in anderen deutschen Städten wie München, Hamburg und Stuttgart. Zudem kann sich jede und jeder das Festival-Feeling ins eigene Zuhause holen – durch Liefermenüs von Restaurants oder besondere Produkte aus dem Online-Shop. Beim Stadtmenü werden klimafreundliche Menüs serviert, mitmachen können Restaurants überall in Deutschland. Die Berliner Events wie beispielsweise das House of Food in der Concept Shopping Mall Bikini Berlin finden mit Sicherheitsauflagen weiterhin live statt.

“In diesem Jahr ist Deutschland unser Partnerland.”, so Alexandra Laubrinus, Geschäftsführerin und Kuratorin der Berlin Food Week. Laubrinus weiter: “Wir glauben, dass viele Reisen auch noch 2021 auf Deutschland beschränkt sein werden. Mit unserem neuen Konzept bringen wir das besondere Erlebnis der Berlin Food Week ins ganze Land und laden zum Entdecken der köstlichsten Seiten Deutschlands ein. Denn wir sind überzeugt: Die Sehnsucht nach kulinarischen und gemeinschaftlichen Erlebnissen ist hoch.“

Ernährung und Landwirtschaft gehören zu den stärksten Verursachern von Treibhausgasen und sind damit maßgeblich für den Klimawandel mitverantwortlich. Daher servieren die teilnehmenden Restaurants beim Restaurant-Wochen-Event Stadtmenü in ganz Deutschland dieses Jahr klimafreundliche Menüs – entweder vor Ort oder als Liefermenü. Dazu kooperieren die Veranstalter mit der internationalen Initiative Zero Foodprint, die in diesem Jahr durch den Verein Greentable auch in Deutschland starten wird und sich für Co2-Reduktion in der Gastronomie einsetzt. 

Die am Stadtmenü teilnehmenden Restaurants spenden 1 Prozent ihres Netto-Umsatzes mit dem Stadtmenü, mit dem Geld werden heimische Klimaschutz-Projekte in der Landwirtschaft gefördert. Zusätzlich gibt es Pop-Up-Dinner, bei denen Köche und Köchinnen aus unterschiedlichen deutschen Städten für einen Tag die Küchen tauschen und ihre Vision von klimafreundlicher Küche teilen.

Unterstützt wird das Stadtmenü und damit auch die Initiative für mehr Nachhaltigkeit in der Gastronomie weiterhin von Open Table und Transgourmet. Ziel der kulinarischen Klimakampagne Stadtmenü ist es, sowohl den Restaurants als auch den Gästen zu zeigen, dass nachhaltiger Genuss unabhängig von Restauranttyp, Küchenstil oder Preis möglich ist. Die Macher wollen der Bewegung für klimafreundliche Ernährung mehr Aufmerksamkeit verschaffen, deswegen werden erstmals Restaurants in ganz Deutschland dabei sein. 

Das House of Food, der Markt für Start-Ups und Manufakturen, findet weiterhin im Bikini Berlin in Berlins City West statt. Zusätzlich wird in Frischeparadies-Filialen in Städten wie beispielsweise Hamburg, Stuttgart und München eine Auswahl der neuen Food-Start-Ups vorgestellt. Themen wie nachhaltige Produkte und Craft Food stehen im Fokus.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Guide Michelin ersetzt den bisherigen Grünen Stern durch das neue weltweite Konzept „Mindful Voices“. Das Programm startet am 1. Juni 2026 in Kopenhagen und wird neben der Gastronomie auch die Hotellerie und den Weinbau umfassen.

Casualfood hat am Flughafen Stuttgart mit Goodman & Filippo das vierte Gastronomiekonzept in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals den Zuschlag für insgesamt fünf Flächen am dortigen Flughafen erhalten.

Eine Umfrage unter Wiener Wirten zeigt, dass rund 40 Prozent der Gastronomen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 live übertragen wollen. Zeitverschiebungen und Sperrstunden-Regelungen schränken die Übertragungen in den Lokalen jedoch ein.

Mit Bierglas in der Hand über kosmische Gammastrahlen und Malaria-Parasiten quatschen? Beim «Pint of Science»-Festival in Berlin ist das ganz normal. Was Gäste dabei sogar über Dating lernen können.

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.