Berliner Clubszene blickt hoffnungsvoll auf den Sommer

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Nach dem Ende der Corona-Pandemie und aller Auflagen blickt die Berliner Clubszene gespannt auf die nächsten Monate. «Alle hoffen auf den Sommer», sagte der Sprecher der Clubcommission, Lutz Leichsenring, der Deutschen Presse-Agentur. Der Verband bezeichnet sich selbst als Sprachrohr der Berliner Clubszene und hat rund 320 Mitglieder.

«Ich würde sagen, das erste Halbjahr war eher durchwachsen», so Leichsenring. Das Ende aller Corona-Regeln ist auch noch gar nicht so lange her: Sie wurden erst zum 7. April dieses Jahres aufgelöst. Wegen der geschlossenen oder nur unter Auflagen geöffneten Clubs hätten viele Menschen ihre Schutzräume verloren. «Und das hat natürlich auch dazu geführt, dass viele Menschen sich von der Clubszene abgewendet haben.»

Ein weiteres Problem seien die gestiegenen Kosten etwa für Personal und Technikerinnen und Techniker. Auch die gestiegenen Ausgaben wegen der Inflation hingen wie ein Damoklesschwert über der Clubszene, sagte Leichsenring. Schwierigkeiten mit diesen Veränderungen hätten eher die kleinen und mittelgroßen Clubs, die großen seien immer noch gut besucht. «Ich glaube, der Sommer wird einfach super in der Stadt», sagte Leichsenring. Warme Temperaturen böten schließlich die Möglichkeit, zusätzliche Flächen im Außenbereich zu bespielen. «Es wird noch mal ein anderes Bild abgeben.»

Ein weiterer Grund bereitet manchen Clubs im Süden Sorgen: Die A100 soll nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums in den kommenden Jahren im 17. Bauabschnitt ab Treptower Park durch Friedrichshain in Richtung Lichtenberg ausgebaut werden. Davon wären Leichsenring zufolge etwa fünf Clubs direkt betroffen, im weiteren Verlauf sogar bis zu 21 Kulturorte. «Wir glauben, es ist ein Fehler, die Autobahn in diesem nächsten Bauabschnitt weiterzubauen», so Leichsenring. «Aus clubkultureller Sicht gibt es gar nicht die Flächen in Berlin, diesen Kulturorten irgendwie in irgendeiner Form wieder Raum zu geben.» (dpa)


 

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