Bundesweite Razzia gegen Schwarzarbeit in der Gastronomie

| Gastronomie Gastronomie

Zollfahnder sind am Wochenende in zahlreichen Städten zu einer bundesweiten Razzia gegen Schwarzarbeit in der Gastronomie ausgerückt. «Der Zoll bekämpft heute im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktmaßnahme illegale Beschäftigung, Mindestlohnverstöße und Schwarzarbeit», sagte Jens Ahland vom Hauptzollamt Köln der Deutschen Presse-Agentur.

Mehrere tausend Zöllner seien im gesamten Bundesgebiet im Einsatz, um Gaststätten und Hotelbetriebe zu prüfen. Im Raum Köln sei man direkt in den ersten Objekten fündig geworden. «Drei Treffer in drei Läden», sagte Ahland. «Wir bekommen fast tagtäglich Hinweise auf Betriebe, die ihre Beschäftigten schwarzarbeiten lassen oder weit weniger als den Mindestlohn zahlen.»

In Berlin überprüfte eine Einheit des Zolls am Potsdamer Platz zahlreiche Restaurants und gastronomische Verkaufsstellen. Rund 90 Beamte waren im «Food Court» im Einsatz, wie der Sprecher des Berliner Hauptzollamts, Michael Unglaube, sagte. Bei der Aktion ging es um Schwarzarbeit und Arbeitsstandards sowie die Einhaltung des Mindestlohns.

Nach einem ersten Zwischenstand sagte der Sprecher in Berlin, es seien elf Unternehmen und 24 Arbeitnehmer überprüft worden. Der Einsatz dauerte zu diesem Zeitpunkt am Abend jedoch noch an. Die Beamten stellten unter anderem in mehreren Fällen einen illegalen Aufenthalt von Arbeitnehmern sowie Arbeit ohne Arbeitserlaubnis fest. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.